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Weltweit wird die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser zum Zukunftsthema. Der verantwortliche und sparsame Umgang mit Wasser ist das Gebot der Stunde – für jeden einzelnen.
Durchschnittlich verbraucht jeder Bundesbürger täglich etwa 120 Liter Trinkwasser. Allerdings werden gerade mal zweieinhalb Liter tatsächlich zum Trinken und Kochen benötigt. Der Rest wird zum Baden und Duschen, zum Händewaschen, Wäschewaschen, Geschirrspülen und für die Toilettenspülung eingesetzt.
Wassersparen beginnt am Handwaschbecken: Moderne Armaturen mit besonderem Innenleben können dabei helfen. So spart der Einhandhebelmischer gegenüber der Zweigriff-Mischbatterie deutlich an Wasser, da die gewünschte Temperatur sofort eingestellt werden kann.
Durchflussbegrenzer begrenzen den Wasserausfluss, egal wie weit der Wasserhahn geöffnet ist. Beim Kauf einer neuen Armatur sollten sie am besten schon eingebaut sein, auch als einfach einzubauende Zusatzteile werden sie im Fachhandel angeboten. Im Fachhandel erhalten Sie einen Durchflussbegrenzer für nur circa fünf Euro. Ein 4-Personen-Haushalt spart damit täglich zwölf Liter am Waschtisch und rund 15 Liter in der Dusche.
Armaturen mit Spar- bzw. Ökotaste oder Einrastung des Mischhebels ermöglichen eine Wasser sparende Nutzung mit 4 Liter pro Minute. Wasserhähne mit Selbstschlussventilen oder elektronischer Steuerung sind eine besonders sparsame Alternative.
Der BUND hat ausgerechnet, dass ein Vollbad in der Wanne rund 140 Liter Wasser benötigt. Beim Duschen hingegen fließen pro Minute etwa 20 Liter Wasser durch die Leitung; bei einer Durchlaufmengenbegrenzung noch weniger. Besser ist es also, das Duschen dem Baden vorziehen; das reduziert den Wasserverbrauch um etwa 60 bis 80 Liter. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt kann über 300 Euro jährlich an Energie- und Wasserkosten sparen, wenn das Vollbad durch die Dusche ersetzt wird.
Wassersparende Duschköpfe funktionieren ähnlich wie Strahlregler: sie lassen weniger Wasser mehr erscheinen. Im Gegensatz zu einfachen Lochbrausen nutzen sie dadurch das Wasser besser aus und lassen unabhängig vom Druck nahezu immer gleich wenig Wasser durch. Sparduschköpfe sollten außerdem einen kleineren Strahlwinkel haben, damit weniger Wasser ungenutzt zur Seite spritzt.
Für die Dusche eignet sich eine Thermostatbatterie. Hier wird ein unnötiges Ablaufen von zu kaltem oder heißem Wasser dadurch vermieden, dass sich die Temperatur vor dem Duschen einstellen lässt.



Zweimengenspülung am WC, der Einhebelmischer am Waschtisch, Thermostat an der Wanne und in der Dusche: Moderne Armaturen sparen Wasser und Energie.
Mehr über Armaturen
Rund ein Drittel des täglichen Wasserverbrauchs in einem Haushalt geht zu Lasten der Toilettenspülung. Während ältere Spülkästen bei jeder Betätigung 9 bis 14 Liter Wasser durch die Leitung schicken, kommen wassersparende Spülkästen mit 6 bis 9 Litern aus. Außerdem verfügen sie über eine Spar- bzw. Stopptaste, so dass je nach „Größe“ des Geschäftes auch 3 Liter für eine hygienische Spülung völlig ausreichen. Die Standardspülmenge ist über den Füllstand regulierbar und sollte auf 6 Liter eingestellt sein.
Grauwasser ist der Abfluss von Bade- und Duschwasser sowie von Waschtischen. Nach einer Reinigung kann das Wasser für die Waschmaschine, zur Toilettenspülung und Bewässerung eingesetzt werden. Der besondere Vorteil ist, dass der tägliche Grauwasseranfall von etwa 50 Liter pro Person dauerhaft dem Bedarf für Toiletten und Bewässerung entspricht. Durch die doppelte Nutzung werden der häusliche Trinkwasserbedarf und der Abwasseranfall um ca. 30 Prozent reduziert. Kompakte Aufbereitungsanlagen für die erforderliche Reinigung des Grauwassers werden auch für Wohngebäude angeboten.

Auch für Wäschewaschen und Geschirrspülen wird viel Wasser gebraucht, nämlich fast 20 Prozent des täglichen Wasserbedarfs. Achten Sie deshalb beim Kauf von neuen Geräten auf den Wasserverbrauch. Ältere Waschmaschinen schlucken noch über 100 Liter, eine moderne, sparsame Maschine verbraucht 40 bis 50 Liter Wasser für fünf Kilo Wäsche.
Intelligente Geschirrspüler und Waschmaschinen entscheiden selbst, abhängig von Verschmutzungsgrad und Beladungsmenge, wie viel Wasser sie für ein optimales Ergebnis benötigen.
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