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Wenn der Bodenbelag erneuert wird, sollten Sie auch einen kritischen Blick auf den vorhandenen Unterbau werfen.
Generell müssen Fußboden-Untergründe eben, sauber, trocken und tragfähig sein. Auch hinsichtlich des Schall- und Wärmeschutzes sollten sie dem heutigen Standard entsprechen. Im Unterboden haben Probleme wie Trittschallübertragung, Schimmel und so weiter ihren Ursprung. In solchen Fällen hilft nur ein kompletter Neuaufbau, Schicht für Schicht.
Vielleicht handelt es sich beim alten Boden um einen Belag aus Cushin-Vinyl oder um PVC-Flexplatten, asbesthaltig und nur unter Beachtung strengster Sicherheitsvorschriften durch autorisierte Betriebe zu entfernen. Auch einige alte Parkettkleber, die Benzopyren (PAK) oder polychlorierte Biphenyle (PCB) enthalten, sind mit Vorsicht zu genießen.


In Altbauten und beim nachträglichen Dachausbau bestehen die Decken meist aus Holzbalken, auf die als Gehbelag einfache Bodenbretter genagelt wurden. Diese sollten entfernt, die vorhandenen Füllungen – oft aus Heu, Stroh oder Häcksel – gegen schalldämmende Materialien aus Mineralfaser, Zellulose oder Kokos ausgetauscht werden.
Bei der Gelegenheit sollte man die Konstruktion auf Nässe und Schädlingsbefall überprüfen. Sind die alten Bodenbretter noch intakt, können sie als Basis für den Neuaufbau dienen. Dieser kann zum Beispiel aus einer eben abgezogenen Schüttung zur Nivellierung der Unebenheiten bestehen, darauf entweder lastverteilende, druckfeste Dämmplatten und Holzspanplatten, die an Nut und Feder verleimt werden, oder Trockenestrich-Elemente aus Gipsfaser oder Gipskarton. Es gibt sogar „trockene“ Systeme, die den Einbau einer Fußbodenheizung möglich machen.
Wegen seines geringeren Gewichts und der geringeren Aufbauhöhe von 25 bis 35 Millimeter kann alternativ ein Guss- asphalt-Estrich verwendet werden oder ein neuartiger 2-Komponenten-Reaktionsharz-Estrich, der ohne Wasser eingebracht wird. Beide haben geringe bis keine Trocknungszeit. Ein noch jüngeres Verfahren basiert auf profilierten Stahlblechen, die Beton oder Zementestrich aufnehmen. Auf Betonböden kommt ein Fließestrich infrage, der sich selber nivelliert und zum Beispiel gut mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden kann.


Wichtig für den Trittschallschutz: Der Estrich muss "schwimmend" aufgebracht werden, er darf umlaufende Wände nicht berühren, damit sich Trittgeräusche nicht auf andere Bauteile übertragen.
Macht der Estrich nach dem Entfernen der alten Bodenbeläge einen guten Eindruck, reicht es aus, eine selbstverlaufende Nivelliermasse aufzubringen. Sie gleicht kleine Unebenheiten aus und glättet die Oberfläche. Oft weist ein alter Estrich aber auch Risse oder Absenkungen auf. Dann muss ein Fachmann entscheiden, ob und wie der Estrich "gerettet" werden kann.
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