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In den 1980ern waren sie besonders beliebt, anschließend wollte man sie am liebsten einfach rausreißen: Deckenpaneelen. Mittlerweile haben Paneelen ihren zeitweilig schlechten Ruf wieder abgelegt und sind weg vom "puren Holzlook". Dies liegt vor allem an der neuen Flexibilität der Paneelen. Sie sind in verschiedenen Materialien erhältlich, sie können überstrichen werden und haben dennoch nichts von ihrer Langlebigkeit eingebüßt. Gute Gründe also, warum die Deckenpaneele wiederentdeckt wird und zurück in die deutschen Haushalte kehrt.

Deckenpaneelen sind zumeist in zwei unterschiedlichen Ausführungen erwerblich. Auf der einen Seite gibt es die Paneelen mit hochwertigen Kunststoffoberflächen, auf der anderen mit edlen Echtholzoberflächen. Die Paneelen aus Kunststoff bestehen aus Dekorpapier, Trägerplatte und einer Schutzschicht. Die Deckenpaneelen aus Echtholz bestehen wiederum aus einem Deckfurnier, einer Trägerplatte und MDF. Erhätlich sind die Paneelen in Größen zwischen 125 und 500 cm.
Deckenpaneelen haben gegenüber Tapeten zwei entscheidende Vorteile: Sie sind langlebiger, da robuster, und pflegeleichter aufgrund ihrer Oberfläche. Zumindest der Anstrich bei Tapeten muss immer wieder mal erneuert werden, während sich der Zustand der Paneelen bei bereits geringer Pflege jahrzentelang nicht ändert. Es genügt bereits, die Paneele hin und wieder abzuwischen. Sie können dabei so oft wischen wie Sie wollen. An der Qualität oder auch dem Aussehen Ihrer Paneelen wird sich in negativer Hinsicht nichts ändern, weil Deckenpaneelen extrem abriebfest und besonders wischfest sind.
Nehmen die Paneelen doch einmal Schaden, der nicht weitergeht als abgeblätterte Farbe, kann sie gestrichen werden. Natürlich können Sie durch das Streichen ebenso die Farbgebung im betreffenden Raum ändern. Jedoch müssen Sie zuvor genau wissen, ob es sich um Paneelen aus Echtholz oder um Deckenpaneelen mit einer Kunststoffoberfläche handelt.
Deckenpaneelen aus Holz müssen vorher lediglich gereinigt werden, bevor Sie dem Holz einen neuen Anstrich verleihen.
Beim Kunststoff wird es deutlich problematischer. Wir wollen Ihnen daher zwar nicht gleich raten, solche Paneelen nicht zu streichen, doch sollten Sie sich bewusst sein, dass die Ergebnisse zuweilen nicht unbedingt überzeugend sein können. Dies hängt vor allem mit der glatten Beschichtung der Deckenpaneelen zusammen. Einfach über die alte Schicht zu streichen wird nämlich nicht funktionieren. Die Farbe findet keinen guten Halt auf dem glatten Untergrund. Deshalb sollten Sie vor einem Anstrich die Paneele mit Schmirgelpapier stark aufrauen, damit die Farbe überhaupt einziehen kann. Sie werden bei Kunststoff jedoch nie so gute Ergebnisse erzielen wie bei Paneelen aus Echtholz.


Neben der Unterscheidung anhand des Materials lassen sich Deckenpaneelen auch durch lose und feste Federn voneinander abtrennen. Die Paneelen mit fester Feder sind in der Regel leichter zu verlegen, weil sie durch das Nut-Feder-System verlegt und deshalb einfach ineinandergesteckt werden müssen. Das Anbringen auf der Unterkonstruktion erfolgt durch Profilbrettkrallen.
Paneelen mit loser Feder benötigen hingegen ein Zwischenelement, um sie zusammenfügen zu können. Dazu eignen sich entweder dekorgleiche Federn oder Spiegelfedern. Solche separaten Federn werden mit Hilfe von Fugenkrallen auf der Unterkonstruktion befestigt.
Das Verlegen von Deckenpaneelen will wohl überlegt sein. Schließlich lassen sich durch die Vertäfelung ganz unterschiedliche optische Effekte erzielen. So verlängern Paneelen in Längsrichtung gelegt den Raum, während bei einer Verlegung in Querrichtung ungünstige Proportionen ausgeglichen werden, weil eine optische Verkürzung des Raumes stattfindet.
Eine Vertäfelung durch Deckenpaneelen benötigt eine Unterkonstruktion, die vor den Paneelen an der Decke angebracht werden muss. Die Decke wird demnach automatisch niedriger. Bedenken Sie dies immer für Ihre Planungen. Die Unterkonstruktion wird benötigt, um die Paneele festschrauben zu können. Bei einer direkten Montage an die Decke würden Sie die Luftzirkulation unterbrechen, wodurch sich Schimmel bilden kann. Folgende Materialien sind für eine Montage von Deckenpaneelen erforderlich.
Zunächst müssen Sie die Dachlatten im Abstand von 60 bis 80 cm in der Decke verschrauben. Achten Sie darauf, dass die Paneelen später zumindest in der Mitte und an den Enden befestigt werden können. Unebene Decken können Sie mit kleinen Keilen ausgleichen.
Befestigen Sie die erste Paneele mit Anfangskrallen an der langen Seite der Unterkonstruktion. Beim Anbringen weiterer Bretter darf das zuvor montierte Brett nicht verrutschen.




Beim Einschlagen der Paneele mit Hilfe von Nägeln sollten Sie zusätzlich einen Nagelhalter verwenden. Dadurch vermeiden Sie mögliche Schäden durch den Hammer. Verfügen die Deckenpaneelen über Nut und Feder, setzen Sie die einzelnen Bretter einfach zusammen. Falls nicht, müssen Sie jetzt die Feder einsetzen.
Orientieren Sie sich beim weiteren Einsetzen an der Unterkonstruktion und beginnen Sie jede zweite Reihe mit einem halben Brett. Die letzte Seite befestigen Sie mit dünnen Nägeln zur Wandseite hin. Mit Leisten sorgen Sie für einen sauberen Abschluss. Nageln Sie diese einfach auf.
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