Essen und Grillen im Garten gehört für viele im Sommer einfach dazu. Warum sollte man nicht auch im Garten kochen? Mit unserer Gartenküche können Sie im Sommer den Garten zum Gourmetzentrum machen: Ein großer Grill, eine Spüle und ein Kühlschrank machen den Traum von der Kochwerkstatt im Grünen wahr. Wir geben Ihnen Anregungen zur Verwirklichung einer stabilen, schönen und wetterfesten Gartenküche.


Für den Rohbau:
Für Grill und Ofen
Spülen- und Kühlschrankteil


Zunächst wird das Fundament gegossen: Heben Sie aus dem Boden ein 300 x 300 cm großes Quadrat mit einer Tiefe von 30 cm aus. Achten Sie darauf, dass der Boden absolut plan verläuft und die Ecken und Wände gerade sind, eine lange Richtlatte mit einer Wasserwaage leistet dabei gute Dienste.
Füllen Sie die Grube anschließend genau bis zum Rand mit Fließbeton. Diesen können Sie entweder fertig angemischt bestellen oder mit einer Betonmischmaschine selbst produzieren, wir raten zur ersten Variante. Anschließend wird das Fundament glattgestrichen und muss nun drei bis vier Wochen vollständig durchtrocknen.
Anschließend werden anhand der Maße in der Übersichtszeichnung die Stützpfeiler gemauert. Kühlschrank- und Spülenteil können bei bereits vorhandenen Geräten selbstverständlich in der Breite angepasst werden. Das Mauerschema finden Sie nebenstehend. Insgesamt sind 13 Lagen zu mauern, inklusive oberem Mörtelbett und unterem. Mauern Sie anschließend die Rückwände, ebenfalls mit oberem und unterem Mörtelbett.
Unter den Spülentopf und hinter den Kühlschrank müssen Sie zusätzlich zwei Leerrohre einsetzen, mit dem Durchmesser von 12 cm enstprechen diese zwei aufeinandergelegten Steinen. Ebenso müssen Sie für den Ofen, 10 cm unter der Oberkante, das Ofenrohr einmauern. Es muss dabei 8 cm in den Innenraum ragen um durch den Rückwand-Schamottstein des Ofens hindurch zu kommen.

Um den Ofen zu montieren, müssen Sie zunächst eine weitere, 11,5 cm breite, 30 cm Reihe Klinker an den rechten Pfosten des Grill/Ofenteils ansetzen. In 75 cm Entfernung zu diesem "Sims" wird eine zweite Reihe aufgeschichtet, in Steinbreite, 10 cm und ebenfalls 30 cm Höhe. Auf diesen Sims, dessen Höhe und Waagerechte sie nochmals prüfen sollten, wird nun die 85 x 66 cm Rückwand senkrecht mit Schamottmörtel befestigt. Das Ofenrohr wird durch die vorgesehene Öffnung hindurchgesteckt. Achten Sie dabei darauf, an der nach unten weisenden Kante keinen Mörtel anzubringen – sonst passt die Arbeitsplatte später nicht.
Nun folgen die Seitenwände, der Deckel und die Türöffnung. Diese wird rundum mit einer dünnen (!) Schicht (ca. 5 mm) Schamottmörtel eingesetzt, damit sie später nicht herausfällt. In die für die Ofentür vorgesehene Öffnung wird dann, gasdicht, mit Schammottmörtel die Ofentür eingesetzt. Prüfen Sie, ob alles leichtgängig öffnet und schließt. Montieren Sie danach die restlichen Ofenrohrstücke durch Zusammenstecken und, zum Schluss, die Ofenrohrhaube. So hat die Outdoor-Küche einen Ofen für Pizza, Brot und andere Leckereien.
Zunächst schrauben Sie vorne und hinten auf der Grillfläche, mit exakt 60 cm Abstand, die beiden Stahl-Eckprofile an. Dazu bohren Sie ein Loch durch die Eckprofile, mit einem 5 mm HSS-Bohrer jeweils 1 cm vom Rand entfernt. Anschließend wird ein Dübel direkt von oben unter den vorgebohrten Löchern ins Mauerwerk gesetzt und mit einer der 50 mm-Linsenkopfschrauben verschraubt.
Dann wird das 15-cm-Stahlblech an beiden Ecken um 2,5 cm abgekantet und mit Dübeln direkt unter dem Eckprofil platziert. Direkt bündig mit der Unterkante werden seitlich ins Mauerwerk 4 der Stahlwinkel mit jeweils 2 Schrauben und Dübeln verschraubt. Hier wird das Feuerrost eingelegt. Exakt 8 cm tiefer werden die restlichen vier Winkel verschraubt, hier wird die Stahlplatte eingelegt.
Für die Luftzufuhr versehen Sie das 80 x 8 cm-Blech und das 75 x 8-cm Blech mit insgesamt 18 Luftschlitzen, jeder 2 cm breit und 6 cm hoch. Im geöffneten Zustand müssen die Bleche dabei mit der linken Kante bündig aufeinanderliegen; verwenden Sie diese Position zum Einzeichnen der Luftschlitze. Sägen Sie die Luftschlitze dann an beiden Blechen am besten mit einem Dremel aus; feilen Sie eventuelle Grate sorgfältig nach. Achten Sie darauf, dass sich das Blech nicht verbiegt. Links und rechts werden dann noch oberhalb zwei 3,5 cm lange und 4 mm Schlitze ins Blech mittig eingesägt (siehe Zeichnung). Anschließend schrauben Sie mittig unterhalb der Schlitze die beiden Holzgriffe an.
Jetzt wird das längere der beiden Bleche an beiden Außenkanten 25 mm abgekantet, mit zwei Bochlöchern versehen und mit der linken und rechten Wand des Grillabteils bündig unter dem Feuerrostblech verschraubt. Zuletzt werden die M4-Linsenkopfschrauben mit zwei Muttern an der Rückseite und Unterlegscheiben angebracht, sodass die beiden Bleche sich noch verschieben lassen, aber nur minimal Spiel haben. Wenn Sie jetzt den Rost einlegen, ist Ihr Grill bereit – die Unterlüftung garantiert ein optimales Glutverhalten.
Den Abschluss der Arbeiten stellt der Einbau von Spüle und Kühlschrank dar: Lassen Sie einen Spülenausschnitt in der Arbeitsplatte in den Maßen Ihrer Spüle anfertigen. Durch das rückwärtige Leerrohr können Sie die Frisch- und Abwasserleitungen der Spüle, beispielsweise mit einem handelsüblichen Gartenschlauch, verlegen. Diese sollten sich für die Winterzeit entweder demontieren oder zumindest entleeren lassen.
Links vom Spülentopf wird senkrecht mit vier Stahlwinkeln die kleine Siebdruckplatte verschraubt, im Anschluss daran, ebenfalls mit Winkeln, die beiden Platten für die Ablage im Abstand von jeweils 30 cm. Auch hier auf die waagerechte Ausrichtung achten.
Der Kühlschrank wird einfach in seine Nische gestellt und mit Strom versorgt. Auch er sollte selbstverständlich nicht draußen überwintern, sondern im Gartenhaus oder im Keller die kalte Jahreszeit verbringen.
Zum Abschluss werden noch die Polygonalplatten verlegt. Wie Sie dies machen, erfahren Sie hier bei Bau-Welt in unserer Anleitung: Naturstein Terrasse anlegen.
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