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Esstisch Nussbaum selbst bauen: Bauanleitung mit Bildern

Nussbaum Esstisch - Mit Zarge und Seitenprofil

Einen Nussbaum-Esstisch selbst bauen, der nicht selbstgebaut aussieht? Mit den richtigen Werkzeugen und der richtigen Anleitung kein Problem. Wir zeigen Ihnen, Schritt für Schritt, wie man einen schönen Esstisch baut, an dem Sie und Ihre Kinder noch lange Freude haben werden. Ein wenig handwerkliches Geschickt ist natürlich Voraussetung, die Aufgabe ist aber auch für Einsteiger lösbar.

Der Tisch wird aus 36 mm dicken Massivholzplatten, in unserem Fall europäischem Nussbaum, gebaut. Massivholzplatten (sog. Leimholzplatten) bekommen Sie im Holzfachhandel oder beim Schreiner in Ihrer Nähe. Falls Sie eine Hobelmaschine besitzen können Sie die Platten natürlich auch selbst aus Bohlen herstellen. Als  Holzart eignen sich die meisten Laub- und Nadelholzarten. Es gilt aber prinzipiell, je härter das Holz  ist, umso länger hat man Freude am Tisch.

Esstisch bauen: Materialien (alle Maße in mm)

Pos.

Stück

Bezeichnung

Länge

Breite

Dicke

Material

1

1

Tischplatte

1800

900

36

Nussbaum

2

4

Tischbein

724

72

72

Nussbaum

3

2

Tischzarge längs

1256

70

36

Nussbaum

4

2

Tischzarge quer

456

70

36

Nussbaum

5

8

Befestigungsklötze

70

36

28

Nussbaum

6

1

großes Brett, Schablone

780

250

18

Sperrholz

7

1

kleines Brett, Schablone

780

54

18

Sperrholz

  • Makita Handkreissäge
  • Bosch Oberfräse
  • Metabo Exzenterschleifer
  • Black und Decker Akkuschrauber

Werkzeuge und Maschinen

  • Handkreissäge mit Führungsschiene
  • Dominofräse
  • Oberfräse
  • Akkuschrauber
  • Exzenterschleifer
  • Zwingen
  • Hammer
  • Schleifklotz
  • Schleifpapier, Körnung 80/100
  • Sägen
  • Verleimen
  • Anzeichnen

Tischplatten zuschneiden und Tischbeine verleimen

Schneiden Sie die Tischplatten und die Zargen auf das angegebene Maß zu. Wenn Sie die Beine aus zwei Kanthölzern verleimen, sollten Sie darauf achten, dass die beiden Kanthölzer nicht verrutschen. Am besten sichern Sie die Fugen seitlich mit Zwingen.

Zum Auftragen des Leims sollten Sie eine Leimspachtel benutzen um eine der beiden Flächen mit Leim zu bestreichen. Bei herkömmlichen Zwingen müssen Sie Zulagen beim Zusammenspannen verwenden, bei den gezeigten Korpuszwingen ist dies nicht nötig. Wenn der Leim getrocknet ist, entfernen Sie den herausgequollenen Leim mit einem scharfen Stemmeisen.

Die Tischbeine werden mit einem Band- oder Exzenterschleifer bündig geschliffen oder gehobelt. Schneiden Sie dann die Tischbeine auf die passende Länge zu Kennzeichnen Sie die Positionen der einzelnen Teile mit dem Schreinerdreieck.

  • Schablone bauen und anzeichnen
  • Aussägen
  • Einspannen

Tischbeine zusägen und Konturen bilden

Um die Tischbeine schräg abschneiden zu können, müssen Sie eine einfache Schablone bauen. Sie benötigen dazu zwei parallel geschnittene Sperrholzstreifen (Pos. 6 + 7). Zeichnen Sie die Schräge auf einem Tischbein an. Spannen Sie den breiten Sperrholzstreifen mit einer Längskante genau an dieser Linie fest.

Zeichnen Sie die Kontur des Tischbeins unter der Platte an und schneiden Sie mit der Tauchsäge in Verbindung mit einer Führungsschiene am Strich einen Ausschnitt aus der Sperrholzplatte. Die zweite Leiste wird oben auf das Brett geschraubt. Diese zweite Leiste gleicht die Dicke des  Beines unter der Schiene aus. Dadurch  biegt sich die Schiene beim Schneiden nicht durch.

Mit Zwingen wird die Schablone auf dem Tisch, genau parallel zur Außenkante, festgespannt. Zeichnen Sie die Position der Schablone mit einem Bleistift auf dem Tisch an.

  • Erste Kante einsägen
  • Zweite Kante einsägen
  • Abschleifen

Tischbeine einschneiden und Kanten sägen

Legen Sie ein Tischbein zum Schneiden an der Kante der Schablone an und klappen Sie die Schiene nach unten. Spannen Sie in die Tauchsäge ein grobes Sägeblatt (Blattdurchmesser 160 mm = 12 Zähne) ein. Sägen Sie die erste Kante von der einen Seite ein, drehen dann das Bein in Längsrichtung um 90 Grad, und schneiden Sie di zweite Kante ein.

Wenn alle vier Beine auf diese Art eingeschnitten sind, muss die Schablone auf dem Tisch um 180 Grad gedreht werden. Die auf der Schablone festgespannte Leiste wird von der einen auf die andere Seite umgeschraubt. Spannen Sie die Schablone wieder am Tisch fest und legen Sie das erste Tischbein ein. Nach dem ersten Schnitt entsteht ein Keil, der beim zweiten Schnitt unter die Schiene gelegt werden muss, damit sich diese nicht durchbiegt.

Nachdem alle Kanten an den Beinen gesägt sind, werden die Schnittflächen mit einem Band- oder Exzenterschleifer (Schleifpapier Körnung P80) geschliffen.

  • Dübbelöcher einfräsen
  • Domino-Dübellöcher

Dübellöcher fräsen mit Dominofräse

Zargen und Beine werden mit Domino Dübeln Größe 10 x 50 miteinander verbunden. Montieren Sie den passenden Fräser in die Maschine und stellen Sie die Frästiefe auf 25 mm ein. Bringen Sie die Klappe in die waagerechte Position und stellen Sie die Höhe auf halbe Materialdicke ein. Um in die 70 mm breite Zarge zwei Domino Dübel einfräsen zu können, werden beide Dübel ziemlich weit an der Kante gefräst.

Legen Sie dazu die Dominofräse so an, dass die Mittelmarkierung 15 mm von der Oberkante der Zarge entfernt ist (einfach an der Skala ablesen) und fräsen dann das erste Loch mit der schmalen Breiteneinstellung. Der Abstand zum zweiten Loch wird dadurch definiert, dass Sie den Führungszapfen im ersten Loch bis an die Kante schieben und dann das Loch fräsen.

Achtung: Sie können den Führungszapfen natürlich an beide Lochkanten schieben und dadurch einen großen oder kleinen Abstand bekommen. In unserem Fall brauchen wir den kleinen Abstand. Fräsen Sie alle Dominolöcher in die Zargen ein.

  • Löcher in die Tischbeine fräsen
  • Löcher in die Tischbeinköpfe fräsen
  • Tischbein abschleifen

Löcher in Tischbeine fräsen und abschleifen

Bevor Sie die Löcher in die Tischbeine fräsen, müssen Sie die Klappe 10 mm höher schieben. Dadurch sitzen die Zargen nicht bündig mit der Außenkante der Beine, sondern rutschen um 10 mm nach Innen. Fräsen Sie dann, wie zuvor, 15 mm von der Oberkante und dann mit dem Abstand über die Anschlagzapfen.

Die Tischplatte wird mit dem Untergestell nicht direkt verschraubt, da Massivholz in Längs- und Querrichtung unterschiedlich arbeitet. Das bedeutet: wenn man ein längs- und ein querlaufendes Holzteil miteinander verschraubt oder verklebt, kann es zu Spannungsrissen kommen. Aus diesem Grund wird die Tischplatte mittels Holzklötzen an das Untergestell geklemmt. Für diese Holzklötze werden in die Zargen Dominolöcher (D= 10 mm) mit der max. Breiteneinstellung gefräst.

Die Höhe der Klappe wird dabei auf 32 mm gestellt. Zum Fräsen werden die Zargen senkrecht auf dem Tisch eingespannt. Die Dominofräse wird mit der Klappe von oben aufgelegt. Die Frästiefe bleibt bei 25 mm. Schleifen Sie die Beine und die Zargen mit einem Exzenterschleifer. Letzter Schliff mit Körnung P 180.

  • Klötze zurechtsägen
  • Rundung fräsen
  • Verleimen

Tischplatte fräsen und verleimen

Die Befestigungsklötze (Pos. 5) werden aus Reststücken der Zargen hergestellt Schneiden Sie dazu an beiden Enden der Reste im 90 Grad Winkel zur Faserrichtung, mit mehreren Schnitten, einen Falz in das Brett. Danach werden die Klötze auf das angegebene Maß abgeschnitten. Bohren Sie Löcher (D= 4,5 mm) in die Klötze für die Befestigungsschrauben.

Die Unterkante der Tischplatte und die Außenecken der Beine bekommen jeweils eine große Rundung (R= 25 mm). Alle anderen sichtbaren Kanten werden mit 4 mm Rundung gefräst. Verleimen Sie zunächst die beiden kurzen Seiten des Untergestells miteinander. Geben Sie dazu zunächst Leim in den Dominolöchern der Zargen an und schlagen Sie die Domino Dübel (10 x 50) in die Löcher ein.

Geben Sie dann in den Dominolöchern der ersten beiden Beine Leim ein und fügen Sie die erste Seite zusammen. Mit Zwingen wird die Seite fest verspannt. Verleimen Sie auf die gleiche Art die zweite, kurze Seite. Geben Sie dann in den Dominolöchern
für die lange Zarge Leim ein.

  • Untergestell zusammenstecken
  • Tischplatte schleifen und einölen
  • Endmontage der Tischplatte

Endmontage und Abschleifen

Stecken Sie das Untergestell vollständig zusammen und verspannen Sie alles mit Zwingen. Wenn Sie keine Zwingen mit der erforderlichen Länge besitzen, können Sie auch zwei Stück zusammensetzten (Siehe oberes Bild).

Schleifen Sie die Profile und die Flächen der Platte mit einem Handschleifklotz und einem Exzenterschleifer. Letzter Schliff mit Körnung P 180. Zum Ölen sollten Sie ein Baumwoll- oder Leinentuch verwenden. Tragen Sie das Öl zunächst satt auf. Mit einem Exzenterschleifer und Schleifvlies (Körnung A 280), wird das feuchte Öl dann eingeschliffen. Durch dieses Einschleifen werden die Holzfasern, welche sich sonst aufstellen würden, entfernt. Das überschüssige Öl  und der Schleifstaub werden mit einem  sauberen Lappen abgewischt.

Achtung: den Öllappen vor Zusammenlegen oder Verstauen gut auslüften, da das Öl zur Selbstentzündung neigt. Ölen Sie dann anschließend noch mindestens zweimal  dünn mit einem Lappen. Zum Verbinden von Tischplatte und Gestell werden die Klötze in die gefrästen Schlitze geschoben und mit Spax Schrauben 4 x 50 in die Platte festgeschraubt

Weiterführende Informationen

Auf den Geschmack gekommen? Dann versuchen Sie doch mal an Ihrer neuen Werkbank folgendes nachzubauen:

 

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