
Beton als Baustoff ist seit der Antike bekannt. So ist die nebenstehende Kuppel des Pantheons in Rom ein frühes Zeugnis der Beton-Baukunst. Später in Vergessenheit geraten feierte der Beton im 20. Jahrhundert ein großes Comeback; meist mit hässlichen Folgen für die Innenstädte. Beton kann aber viel mehr: Als Spannbeton für Autobahnbrücken, als Sichtbeton für tragende Wände und natürlich als Fundament. Beton ist überall da, wo etwas dauerhaft und sicher halten muss.

Beton ist ein Gemisch aus Zement, Gesteinskörnung oder Betonzuschlag (Sand und Kies oder Splitt) und Anmachwasser, das Wort ist französischen Ursprungs.
Fest wird der Beton durch die Auskristallisierung der Klinkerbestandteile des Zements, wodurch sich kleinste Kristallnadeln bilden, die sich fest ineinander verzahnen. Dieser Prozess kann dauern, generell wird aber davon ausgegangen, dass nach 28 Tagen eine sogenannte Normfestigkeit erreicht ist.
Prinzipiell unterscheidet man in zwei Formen: Bewehrter, das heißt mit Moniereisen zur Stützung versehener Beton und unbewehrter Beton. Bewehrter Beton oder Stahlbeton ist für hohe Zugbelastungen optimal, beispielweise in Autobahnbrücken oder Decken.
Unbewehrter Beton wird in Fundamenten und Kellerwänden eingesetzt, er muss keine hohen Zugbelastungen aushalten und ist dennoch sehr dicht.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie sie Beton für ein Fundament oder eine Bodenplatte anmischen können.
Für ein normales Betonfundament, beispielsweise für ein Gartenhaus, benötigen Sie die folgenden Zutaten, ausgehend von 10 kg Zement:
Kies in der Körnung 0/16 |
| 40 kg |
|---|---|---|
Portlandzement PC 35 | 10 kg | |
Wasser | 5 l |
Das Mischungsverhältnis entspricht demnach vier Teilen Kies zu einem Teil Zement, die Wassermenge ist in der Regel die Hälfte der Zementmenge, in unserem Fall 5 Liter (oder kg). Die Wassermenge ist dabei aber leicht variabel: Je nach gewünschter Konsistenz kann ein wenig (!) mehr oder weniger Wasser hinzugegegen werden.
Für größere Mengen empfiehlt sich die Verwendung eines Betonmischers.
Hier erfahren Sie alles über Betonmischer.
So mischen Sie den Beton im Betonmischer an:
Der fertige Beton sollte gleichmäßig durchmischt und an der Oberfläche leicht glänzend sein.
Kleine Mengen Beton, beispielsweise als Fundament für ein Vogelhaus oder eine Wäschespinne, lassen sich selbstverständlich auch in einem Bottich oder einem großen Eimer mischen.
Hierzu empfiehlt sich die Verwendung eines stabilen Bohrmaschinenquirls oder einer Maurerkelle. Manuell müssen sie ein starkes "Rührvermögen" haben; für kräftige Heimwerker aber kein Problem.
Im Bottich mischen Sie wie folgt:
Der fertige Beton sollte sofort nach dem Mischen verarbeitet werden; er befindet sich bereits im Aushärtungsprozess.
Je nach Konsistenz des Betons kann er in die vorhandene Form gegossen oder hineingeschaufelt werden. Zur Verdichtung des Betons empfiehlt sich bei größeren Flächen die Bearbeitung mit einer Harke.
Beton darf im Sommer nicht zu schnell austrocken, im Winter darf er nicht gefrieren.
Für den sogenannten Hydratationsprozess, der entscheidend für die Festigkeit des Betons ist, muss die Temperatur über im Winter 10 °C liegen. Dies kann beispielsweise mit einer Folie sichergestellt werden.
Im Sommer muss der Beton ggf. bewässert und abgedeckt werden.
Die Dauer der Nachbehandlung kann, je nach Betonsorte und Witterung, von einem Tag bis zu einer Woche in Anspruch nehmen.
Beton trocknet nicht, er bindet ab. Das enthaltene Wasser wird größtenteils chemisch während der Hydratation gebunden.
Aushärtender Beton hat zwei Eigenschaften:
Die Aushärtungszeit beträgt im Regelfall 28 Tage bis zum Erreichen der Normfestigkeit (nach DIN 1164), kann aber bei dünneren oder dickeren Betonschichten selbstverständlich abweichen.
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Atmobild: ©Rainer Sturm / pixelio.de
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