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Der U-Wert gibt an, wie viel Energie in einer Stunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils entweicht, wenn das Temperaturgefälle genau ein Grad Kelvin beträgt. Er steht meist im Mittelpunkt, wenn ein Bauteil beurteilt werden soll. Hier ist die Versuchung für Bauträger, Fertighaushersteller und Fensterhersteller groß, ein bisschen zu mogeln. So führen sie bei Fenstern zum Beispiel stolz den meist kleineren Ug-Wert auf – den der Verglasung (das g steht für das englische „glass“). Aussagekräftig ist jedoch allein der des kompletten Fensters, Uw (w = „window“), errechnet aus dem Ug- und dem Uf-Wert des Rahmens (f = „frame“). Die geltende Energie-Einspar-Verordnung fordert keinen bestimmten U-Wert. Bindend für das zu bauende Haus sind nur der nach dem sogenannten Referenzgebäudeverfahren berechnete Primärenergiebedarf sowie die „energetische Qualität der Gebäudehülle”.
Der g-Wert steht für die energetischen Einnahmen oder die solaren Gewinne. Er verrät, wie viel der auf die Fenster auftreffenden Strahlen tatsächlich bis ins Hausinnere durchkommen, kann daher nie größer als 1 sein. Leider sinkt er mit zunehmender Stärke der Verglasung. So lässt die Drei-Scheiben-Verglasung moderner Passivhaus-Fenster nur etwa zwei Drittel der Gratisenergie ins Haus: ihr g-Wert beträgt 0,6 (oder 60 Prozent). Technisch gesehen muss also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen U-Wert und g-Wert herrschen.
Über die zu erwartenden Lüftungsverluste eines Fensters gibt der Fugendurchlasskoeffizient oder Q-Wert Aufschluss (früher: a-Wert), in der Einheit m3/hm. Er verrät, wie viel Kubikmeter Luft pro Meter Fugenlänge bei einem definierten Druckgefälle ein Fenster in einer Stunde zwischen Flügel und Blendrahmen entweichen lässt. Je kleiner er ist, desto dichter ist das Fenster, auch schalldichter. Entsprechend wird in Klassen von 0 bis 4 eingeteilt; in Gebäuden mit bis zu zwei Vollgeschossen wird Klasse 2 verlangt (Q-Wert nicht über 6,75 m3/hm), darüber Klasse 3.
Das Schalldämm-Maß „R“ wird in Dezibel angegeben, es steht für die Minderung der Lautstärke. Wird im Labor gemessen, kann man ein bestimmtes Bauteil und nur dieses nach seiner Dämmqualität beurteilen. Dann heißt es „Rw“. Im wirklichen Leben, d.h. im Gebäude selber nach Abschluss der Arbeiten, wird „R´w“ ermittelt, der Dämmwert unter Einbeziehung aller Übertragungswege. Fenster werden der Einfachheit halber in sechs Schallschutzklassen unterteilt. Die unteren betreffen fast nur Altbauten: so gehören etwa die im Neubau nicht mehr zulässigen Einscheiben-Fenster in die Klasse 1.
Zahlreiche Verbesserungen an Rahmen, Beschlägen und Verglasung haben Fenster sicherer und widerstandsfähiger gemacht: Glasschichten mit dazwischen liegender Folie, pilzförmige Zapfen, die in die Schließwinkel einrasten. Angeboten werden die Sicherheitsklassen 1 bis 4, Klasse 2 reicht im Normalfall aus. Tipps von Fachleuten rund um den Einbruchschutz erhält man im Internet unter: www.nicht-bei-mir.de
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