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Meist dient der Wintergarten als Wohnflächenerweiterung, sei es als zusätzlicher, durch eine Tür getrennter Raum, sei es als offener Anschluss an den Wohnraum. Dann muss er nicht nur beheizbar sein, sondern auch den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen.
Weit aus dem Kernhaus heraustretende Wintergärten erwärmen sich schnell, weil sie mehr Sonnenstrahlen abbekommen, kühlen allerdings nachts und im Winter auch schnell aus, da sie relativ viel Außenfläche im Verhältnis zum Raumvolumen besitzen. Je mehr man sie in den Baukörper mit hineinzieht, sie ins Haus integriert, desto weniger setzt man sich den Klimaspitzen aus.
Von Bedeutung für den Wohnwintergarten sind ferner Größe und Neigung der Dachfläche. Die hoch stehende Sommersonne macht aus einem Glasbau mit flachem Dach leicht einen Brutkasten. Steil geneigte Gläser hingegen reflektieren die Strahlen teilweise, lassen nur die schräg einfallenden der Wintersonne ungehindert hindurch.
Klimatisch günstiger ist ohnehin ein hoher Raum, der sich über zwei Geschosse erstreckt. Hier kann zum Lüften der Kamineffekt ausgenutzt werden – kühle Luft strömt unten herein, erwärmt sich und entweicht oben.

Bei der Planung eines Wintergartens, der das ganze Jahr über nutzbar sein soll, darf man am Material nicht sparen, angefangen beim Glas – gute Wärmedämmwerte müssen vorausgesetzt werden.
Mindestens genauso viel Aufmerksamkeit verdienen die Profilrahmen, die ebenfalls isolierend wirken müssen. Um die Tragfähigkeit von Holz zu garantieren und der Gefahr des Verziehens entgegenzuwirken, werden in der Regel Leimbinder verwendet, zu längeren Balken verleimte Bretterlagen. Der Schwachpunkt von Holzrahmen ist immer noch die Witterungsbeständigkeit: circa alle vier Jahre benötigt das Holzprofil außen einen neuen Schutzanstrich. Daher wird es mittlerweile gerne mit einer Aluminiumschale kombiniert.
An sich ein guter Wärmeleiter, können reine Aluminiumrahmen gegen Wärmeverluste mit zahlreichen Kammern versehen und ausgeschäumt werden. Wegen ihres geringen Gewichts empfehlen sie sich für Wintergarten-Bausätze. Kunststoff-Profile benötigen einen Kern aus Stahl oder Aluminium, sind preiswerter, isolieren jedoch nicht so gut wie Holz.
Gegen Einbrecher schützen Sie ihr Glashaus am besten mittels abschließbarer Griffoliven.
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