Bei Shakespeare würde es vermutlich wie folgt ausgedrückt: "Ein Massivhaus oder Fertighaus bauen. Das ist hier die Frage!" Eine Frage, die sich zukünftige Hausherren stellen bzw. stellen sollten. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile, die wir ein wenig gegeneinander abwiegen wollen. Aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen lohnt sich die Massivbauweise bzw. die Fertighausbauweise für ein unterschiedliches Klientel. Und auch die qualitativen Unterschiede sind zu beachten. Schätzen Sie die unterschiedlichen Möglichkeiten mit unserem Vergleich besser ab.
Es gibt ein paar grundlegende, allgemeine Vergleichspunkte, anhand derer sich die Massivbauweise und die Fertighausbauweise abgleichen lassen. Darunter Bauzeit, Kosten sowie Qualität der Bauweise.
Während ein Fertighaus mit einer extrem kurzen Bauzeit und geringen Kosten aufwarten kann, ist es bei einem Massivhaus die deutlich höhere Qualität und die so entstehende Kapitalanlage, die eine Entscheidung begünstigen. Daraus ergibt sich im Umkehrschluss, dass man an ein Fertighaus keine so hohen Ansprüche stellen darf, wie an ein Massivhaus und es zudem später nicht im gleichen Maß verändern kann, wie die massivere Variante. Gegen einen Massivbau sprechen vielleicht die zuweilen hohen Kosten, der nicht zu unterschätzende bürokratische Aufwand für die Bauherren sowie die unter Umständen lange Bauphase.
Sie sollten Ihre finanziellen sowie zeitlichen Möglichkeiten und Ihre Ansprüche realistisch einschätzen, um letztendlich das Haus zu bauen, dass die für Sie wichtigsten Kriterien erfüllt. Und informieren Sie sich vor einer endgültigen Entscheidung ständig über neue Entwicklungen. Fertighäuser gleichen sich der Massivbauweise an, auch wenn Sie deren hohe Qualität nicht vollkommen erreichen werden können, was schon allein mit den Baumaterialien zusammenhängt.
Detailliertere Informationen zu den genauen Eigenarten der beiden Bauweisen entnehmen Sie unseren Beiträgen Massivbauweise bzw. Fertighausbauweise.


Die Sicherheit ist bei der Entscheidung für einen Haustyp nicht zu unterschätzen. Insbesondere der Brandschutz sollte gegeben sein. In dieser Hinsicht ist ein Massivhaus deutlich sicherer als ein Fertighaus, was vor allem mit dem Mauerwerk zu tun hat. Schließlich kann das Mauerwerk kein Feuer fangen, sodass man sich nicht in kürzester Zeit von Flammen umgeben sieht.
Der Nachteil bei einem Fertighaus sind die zuweilen auftretenden Hohlräume zwischen den Wänden, durch die sich das Feuer aufgrund des Sauerstoffs bzw. der dort genutzten Materialien schneller ausbreiten kann.
Dabei sind die Anforderungen bereits eher gering, sind allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Es gibt lediglich eine einzige Voraussetzung, die jedes Haus beim Thema Brandschutz erfüllen muss: Das Haus muss während eines Brands mindestens 30 Minuten stehen bleiben.
Das Kriterium "finanzielle Mittel" ist beim Hausbau vermutlich das Entscheidende. Daher ist es von immenser Bedeutung einen Plan für die eigene Hausfinanzierung aufzustellen, in den folgende Grundlagen einfließen sollten.
Zunächst sollten Sie Ihr Eigenkapital genau und realistisch abschätzen. Vorsichtig zu sein hilft dabei ebenso wenig wie zu mutig zu sein, und sich möglicherweise zu überschätzen. Zusätzlich werden Sie in der Regel mit einer monatlichen Belastung für einen Kredit rechnen müssen. Auch diese Belastung muss realistisch eingeschätzt werden, sodass Sie einen Rahmen haben, in welchem sich die Auszahlungen abspielen dürfen. Aus diesen beiden Werten ergeben sich sowohl Kreditbedarf als auch das Gesamtbudget. Sobald Sie sich darüber im Klaren sind, wird die Häusersuche auf jeden Fall einfacher.
Ein guter Ansatz ist die Miete, die Sie zahlen, wohnen Sie vor dem Hausbau in einem Mietverhältnis. Da Sie diesen Betrag sowieso zahlen, können Sie damit gleich eine Hausfinanzierung angehen. Weiterhin sollten Sie immer die aktuellen Darlehenskonditionen im Auge behalten, um einen möglichst günstigen Zeitpunkt abpassen zu können.
Viele Hausbauer sind sich dabei nicht über die Möglichkeit der Förderung bewusst. Insbesondere Energiesparhäuser sind förderfähig und erhalten Zuschüsse. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit weiterer Kredite bzw. direkte Zuschussmöglichkeiten von bis zu 5.000€.
Damit Sie mit einigermaßen feststehenden Beträgen kalkulieren können, sollten Sie eine langfristige Zinsbindung mit der Bank vereinbaren. Dadurch vermeiden Sie einen plötzlichen Anstieg der Zinsen, der Sie Geld kosten würde.
Nicht zuletzt sollten Sie immer im Kopf behalten, dass ein Eigenheim eine vergleichsweise enorm sichere Wertanlage ist, die zudem vererbt werden kann. Es lohnt sich also ein Haus zu bauen. Egal ob Massivhaus oder Fertighaus.
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