Gartenbewässerung – Wasser marsch!

automatische Gartenbewässerung
Die richtige Menge, zur rechten Zeit, am rechten Ort: Nach Programmierung kümmert sich der Bewässerungscomputer um alles. Foto: Gardena

Mitteleuropa leidet selten unter Wasser­mangel. Das atlantische Meeresklima bringt immer wieder Regen mit. Doch manchmal hält eine stabile Hochdruckzone alle Regenwolken fern. In dieser Trockenzeit braucht der ­Garten eine „künstliche“ Bewässerung. Es lohnt sich, rechtzeitig für solche Regenpausen Gießwasser zu sammeln oder aus vorhandenen Quellen zu erschließen, damit es dann bei Bedarf rasch und reichlich zur Verfügung steht. Zur Verteilung können neben Gießkanne und Gartenschlauch auch spezielle Sprinkler oder Bewässerungssysteme nützlich sein.

Regentonne in Felsoptik

Regentonne

Regentonne gleich hässlich? Das war vielleicht früher einmal so. Heute gibt es Regentonnen und Regenfässer in unterschiedlichsten Materialien und Designs. Nun gibt es keine Ausreden mehr gegen die ökologisch nachhaltigste Art, seinen Garten zu bewässern dank der Designevolution der Regentonne.

Gieß-Zeit

Ob aus dem Leitungsnetz oder der Zisterne, gegossen werden muss zur rechten Zeit, früh am Morgen oder abends. In den heißen Mittags- und Nachmittagsstunden ist das kühle Nass für die Pflanzen ein Schock, viel zu viel wird außerdem verdunsten. Dazu wirken die Tropfen in der Sonne auf den Blättern wie Brenngläser, sie zerstören das Gewebe.

Regendieb

Regendieb zum Wassersparen

Regendiebe sind die eleganteste und sauberste Art, die Regentonne mit dem kostbaren Nass für den Garten zu füllen. Sie werden einfach ins Fallrohr eingesetzt und halten Laub und Dreck über ein ausgeklügeltes Filtersystem von der Regentonne fern. Mehr zur Regenwassernutzung der nächsten Generation mit dem Regendieb hier.

Verteilerdosen für Gartenbewässerung
Neben Viereck­regnern für die flächige Rasen­bewässerung gibt es Verteilerdosen, die in den Boden ­eingesenkt werden.
Zeitschaltuhr für Bewässerungssystem
Eine Zeitschaltuhr oder ein ­Bewässerungscomputer macht die automatische Steuerung der Anlage möglich.

Bewässerungssysteme

Ein Gartenschlauch ist immer noch eine unentbehrliche Wasserleitung im Garten. Durch das biegsame leichte Gummirohr lässt sich das Wasser rasch in ­jede Gartenecke leiten. Der Schlauch ist schnell ­wieder weggeräumt, wenn ein Schlauchwagen bereitsteht oder ein Schlauchhalter vor­handen ist. Mit genormten Kupplungen lässt sich der Schlauch an jeden Förderer anschließen und mit jedem Verteiler verbinden.

Ab einer bestimmten Grundstücksgröße beziehungsweise ab einer bestimmten Bequemlichkeitsstufe ist Automatisierung angesagt. Man kann Leitungen unter dem Rasen verlegen, eine Gartenpipeline, und sich das Wasser entweder genau dorthin liefern lassen, wo man es braucht, oder direkt den Pflanzen frei Wurzel, per Schlauchregner. Gegebenenfalls punktgenau per Tröpfchenbewässerung, womit Verdunstungsverluste fast kein Thema mehr sind.

Für größere Areale gibt es unterschiedliche Beregner: Viereckregner für quadratische Flächen, Kreisregner für runde. Wenn unterschiedliche Flächen im Garten mit Wasser versorgt werden sollen, kommt der Vielflächenregner mit variabel programmierbaren Wurfweiten des Wassers zum Einsatz. Zur definierten Flächenabdeckung lassen sich die Kontureneckpunkte programmieren und speichern. Bodenhülsen markieren die jeweils exakte Positionierung des mobilen Vielflächenregners in der Beregnungsfläche.


So ein Bewässerungssystem ist einfach mit einem Bewässerungscomputer aufzurüsten.
Er lässt es nach Programmierung tropfen und regnen und mit Hilfe eines Feuchtesensors erkennt er, wenn mal gar nicht gegossen werden muss. Weil es gerade gießt.

Bewässerung von Gemüsebeet

Zur Dauerbewässerung sollten Sie aber kein Trinkwasser verwenden, sondern eigenes Wasser aus einem Brunnen oder einer Zisterne nutzen. Viele Bewässerungs-einrichtungen sind mit Zeitschaltuhren regulierbar. Der Bewässerungscomputer optimiert die Wasserversorgung im Garten. Ein Feuchtefühler misst die Bodenfeuchtigkeit und setzt die Beregnungsanlage bei Bedarf in Betrieb.

Beregnungsanlage einrichten

Einzelteile für die Bewässerungsanlage
Für eine umfangreiche Bewässerungsanlage bekommt man die Einzelteile in Garten­märkten. Herzstück ist ein Druckminderer.
Wassersteckdose
Das Wasser aus der unterirdischen Gartenpipeline wird über die Steckdose entnommen. Foto: Gardena

Die Einrichtung einer Bewässerungsanlage im Garten ist jederzeit möglich. Günstig ist aber ein Termin im Frühjahr vor der Bepflanzung der Beete oder im Herbst nach dem Abräumen. Dann lassen sich die Schläuche ungehindert auslegen und die Verteiler einfach in die Beete stecken. Beim Testen auf dem nackten Boden ist sichtbar, welche Flächen Wasser abbekommen und wo noch trockene Stellen sind. Dementsprechend sind Änderungen machbar oder es lassen sich falls nötig zusätzliche Verteiler nachrüsten.

Während der ganzen Saison sind immer wieder Änderungen nötig, so etwa, wenn die ersten Salate und Rettiche reif zum Ernten sind und andere Pflanzen folgen. Dann werden die Verteiler oder Düsen eventuell an anderen Stellen gesteckt. Die Löcher in den Schläuchen lassen sich mit speziellen Stopfen abdichten. Der besondere Wert solcher Systeme besteht darin, dass es für jede Pflanzenart passende Düsen gibt.

 

Planungstipp

Fertigen Sie sich vor der Besorgung der Regner, der Schläuche, der Düsen und weiterer Bauteile zunächst eine Skizze an. Als Vorlage für den detaillierten Bewässerungsplan ist der Bauplan geeignet. Es lohnt sich, mehrere Kopien zu machen, zumal Änderungen oder Ausbesserungen im Zuge der Planung kaum zu vermeiden sind. Die Kopien haben auch in den nächsten Jahren noch einen Nutzen, wenn durch Verlagerungen der Beete oder durch Umgestaltungen eventuell Änderungen der Bewässerungsanlage nötig sind. Die Grundstückspläne lassen sich auch für die Gartengestaltung verwenden, so etwa, wenn eine günstige Lage für einen Teich gesucht wird, wenn ein Freisitz mit Pergola erwünscht ist oder andere Gestaltungselemente geplant werden.

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