Trinkwasser zum Gießen verwenden ist nicht nur eine ökologische Sünde, sondern auch ziemlich teuer. Viele Gartenbesitzer haben daher eine Regentonne oder ein Regenfass als Regenwassersammler in ihrem Garten aufgestellt. Für die Befüllung dieser Tonne gibt es verschiedene Systeme, die meisten sind allerdings eher improvisiert und störanfällig. Wird simpel das Fallrohr in die Tonne geleitet, kommen Blätter und Dreck mit in die Tonne, außerdem kann sie bei Starkregen überlaufen. Mit einem Regendieb, auch bekannt als Füllautomat, passiert all dies nicht.
Regenwasser in der Regentonne ist schön, Laub und Dreck nicht. Daher besitzt jeder bessere Regendieb eine selbstreinigende, wartungsarme Filterfunktion. Im Inneren der smarten Muffe geht dabei ein ausgeklügelter Mechanismus zu Werke:
1. Das vom Dach ankommende Wasser wird in einen Hauptstrom zur Filterung und einen Nebenstrom zur Abfuhr von Laub und Dreck geteilt.
2. Das Wasser, welches an den Rändern des Fallrohres herunterläuft, muss innerhalb des Regendiebs ein Edelstahlsieb passieren.
3. Dort werden Blätter und Dreck abgeschieden, das saubere Wasser wird in einem Auffangbehälter gesammelt und über ein Rohr der Regentonne zugeleitet.
4. Laub und Dreck werden mit einer geringeren Menge Wasser durch das Fallrohr in die Kanalisation abgeführt; der Filter bleibt sauber.
Der Regendieb muss zum Fallrohr passen. So sind für die Besitzer von Kupferregenrohren selbstverständlich auch glänzende Metallausführungen erhältlich, im Kunststoffsegment gibt es verschiedene Farben.
Regenwassersammler dürfen den Fallrohrquerschnitt nicht verkleinern. Bei Starkregen könnte sonst das Regenwasser nicht mehr zuverlässig abgeführt und das Fallrohr beschädigt werden; schlimmstenfalls droht ein Wasserschaden. Die meisten seriösen Anbieter weisen ausdrücklich auf die Querschnittsgleichheit hin.
Um einen Regendieb zu montieren, müssen Sie zunächst einen schmerzhaften Eingriff am Fallrohr vornehmen. In jedem Fall muss zum Einbau ein Stück des Fallrohrs in der Bauhöhe des Regendiebs abgesägt werden.
Der Regendieb sollte dabei so montiert werden, dass keine Fallrohrbefestigungen entfernt werden müssen, das Fallrohr wird sonst instabil!
Unter- oder oberhalb des Regendiebs sollte daher eine Rohrschelle montiert sein.
Je nachdem für welchen Regendieb sie sich entschieden haben gibt es verschiedene Anschlussmöglichkeiten, die einfachste stellt ein flexibler Schlauch dar. Dieser wird mit Schlauchschellen an Regendieb und Regentonne gesichert.
Selbstverständlich kann auch, zum Befüllen mehrerer Tonnen, ein komplettes Rohrsystem angeschlossen werden: Der Kreativität der Wasserverteilung ist ab dem Anschluß keine Grenze mehr gesetzt.
Wenn die Regentonne überläuft, hat niemand etwas davon. Überschüssiges Regenwasser wird, bevor die Tonne überlaufen kann, wieder in den Füllautomaten eingeleitet und einfach über das Fallrohr abgeführt.
Wichtig bei der Auswahl eines Füllautomaten ist überdies die Dachgröße; die meisten im Handel erhältlichen Geräte sind für etwa 80 m² Dachfläche konstruiert. Die auf dieser Fläche anfallenden Regenmengen können bewältigt werden, auch bei Wolkenbrüchen. Bei größeren Dächern sollte Rücksprache mit dem Hersteller gehalten werden.
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