Regentonnen und Regenfässer werden schon seit es Dachrinnen gibt zur Regenwassersammlung eingesetzt. In den letzten Jahren hat sich das Spektrum der Möglichkeiten zur Regenwassersammlung jedoch beträchtlich erweitert: Eine hässliche Plastiktonne muss sich niemand mehr freiwillig in den Garten stellen und auch Blätter und Dreck im gesammelten Regenwasser gehören der Vergangenheit an. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihr Regenwasser effizient und stilsicher aufbewahren können.
Nicht jede Regentonne muss auch wie eine aussehen: Speziell in kleinen und mittelgroßen Gärten wirkt der Regenwassertank oft recht wuchtig. Durch gestalterische Tricks und Design lassen sich allerdings auch große Regentonnen und Regenfässer stilsicher im Garten unterbringen. Mediterran, als Hinkelstein oder in Holzoptik: Grünes Plastik muss nicht mehr sein.
Regenfässer sind die hölzerne Alternative zu Regentonnen: Meist etwas teurer in der Anschaffung stehen sie für eine naturnahe und traditionelle Art der Regenwassersammlung. Aus alten Weinfässer gemacht oder fabrikneu schmücken sie den Garten auf rustikale Weise. Anschließen und Nutzen kann man ein Regenfass wie eine normale Regentonne, lediglich das Holz sollte ab und zu mit Holzschutzmittel gepflegt werden.
Regenfässer werden insbesondere im Sommer gern von Stechmücken für die Brut aufgesucht; insbesondere bei großer Hitze legen sie ihre Eier in das leicht brackige Wasser.
Um den Mücken den Garaus zu machen kann ein winziger Spritzer Spülmittel in die Regentonne gegeben werden. Durch die geringe Konzentration ist die Beigabe für Pflanzen und Tiere völlig unschädlich, die Mücken aber haben nun ein Problem: Durch die Aufhebung der Oberflächenspannung des Wassers kann keine Mücke mehr zur Eiablage landen: Die Regentonne ist mückenfrei.
Steingärtner aufgepasst: Wer seine Regentonne nahezu unsichtbar machen möchte, dem sei die Felstonne ans Herz gelegt. Aus robustem Kunststoff gefertigt sorgt die steinzeitlich getarnte Tonne für alpine Akzente im Garten. Selbstverständlich lässt sich auch dieser Regensammler wie jede konventionelle Regentonne anschließen und benutzen; der "Fels" hat in diesem Fall eben einen Zapfhahn.
Große Gärten stellen große Aufgaben an die Bewässerung. Eine volumenstarke und zugleich traditionelle Alternative stellt ein sogenannter Bauernbrunnen dar, der das Regenwasser in einer offenen Zisterne sammelt. Für die Wasserzapfung mit rustikalem Touch bietet sich die Montage einer Handschwengelpumpe an; selbstverständlich kann das Wasser aber auch direkt aus dem Behälter entnommen werden.
Wer antiken Baustil schätzt und seine Wasserrechnung niedrig halten will, kommt am Säulentank nicht vorbei: Hier wird das Regenwasser in einem Behälter gesammelt, der an der Wand montiert werden kann und die Form einer antiken Säule nachahmt. Die Bauform ist eher kompakt und eignet sich somit auch für kleine Gärten. Um Standsicherheit zu gewährleisten, sollte der Regensammler im Mauerwerk verankert werden. Säulentanks sind in verschiedenen Farben erhältlich; von klassisch sandbeige bis tannengrün.
So unauffällig, dass man ihn fast übersieht: Im Stil einer antiken Amphore fügt sich dieser Wasserbehälter nahtlos in den Garten ein. Als Krönung lässt er sich obendrein durch eine Pflanzschale tarnen; auf den ersten Blick sieht dieser Regensammler wie ein Blumensockel aus. Ein Nachteil der Form ist freilich das kleinere Volumen; für kleinere und mittlere Gärten reicht die Gießwassermenge aber dennoch voll aus.
Wenn alles andere für Sie nur Schnickschnack ist, gibt es selbstverständlich auch noch die traditionelle Alternative: Groß, grün und günstig in der Anschaffung werden Regentonnen auch in herkömmlicher Optik zahlreich auf dem Markt angeboten. Wer seinen Garten in erster Linie als Nutzgarten begreift oder seine Regentonne versteckt aufstellen kann, ist mit dieser Bauform nach wie vor bestens bedient.
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