Unterschätzt und missachtet wird oft der Wert des vorhandenen Mutterbodens. in der Regel transportiert ihn die Baufirma beim Erdaushub weg. Doch ist es zu empfehlen, den hochwertigen eigenen Humus am Grundstück zu sichern. Dazu wird er in ausreichender Entfernung abseits von der Baustelle gelagert. Sonst verkommt der wertvolle Rohstoff bald zur Abfallhalde für Mörtelreste, Bauschutt und dergleichen. Am besten wird der Humushaufen mit Gründüngerpflanzen eingesät. Ein Bewuchs aus Ringelblumen, Klee und anderen vitalen Pflanzen sieht gut aus und schützt vor Erosion.
Als allererstes müssen Bauschutt, Steine und anderes Baustellengerümpel entfernt werden Eine Gartenbaufirma kann die groben Beseitigungsarbeiten übernehmen.
Der verwüstete Boden muss bis in die nicht verdichteten Schichten aufgelockert werden, sonst haben Pflanzen keine Chance zu gedeihen, überschüssiges Regenwasser kann nicht abziehen und es bilden sich kleine Pfützen. Für die tiefgründige Lockerung des Geländes ist eine schwere Fräse hilfreich.
Bei dieser Gelegenheit können auch gleich Wälle geschoben, Wege modelliert oder ein Teich ausgehoben werden. Eine gründliche Unkrautbeseitigung gehört natürlich ebenfalls zu den Anfangsarbeiten.
Dann ist der abseits gelagerte Mutterboden aufzubringen – evtl. verteilt ihn eine Gartenbaufirma mit einem Radlader – und mit der vorhandenen Erde kräftig zu vermischen. Dabei können auch Bodenverbesserungsmittel eingearbeitet werden. So dient Sand zur Lockerung schwerer Böden oder Lehm dazu, leichte Böden bindiger zu machen. Mit Hornspänen, Pflanzenhumus und Kompost angereichert, haben Sie die besten Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Bepflanzung geschaffen. Das Verteilen der Hilfsstoffe kann bereits vor der Bodenbearbeitung mit Schubkarre und Schaufel erledigt werden.
Ausgerüstet mit Bindfaden und kleinen Holzpfählen können Sie nun alle geplanten Flächen wie Blumenrabatten und Gemüsebeete abstecken.
Sind die Wege so breit, dass man mit einer Scubkarre problemlos durchkommt? Sind die Beete nicht zu großflächig angelegt, damit man auch in der Mitte ohne halsbrecherische Verrenkungen ernten kann? Bietet die geplante Auffahrt fürs Auto genügend Platz, um auf beiden Seiten bequem auszusteigen?
Minilader, Fräsen und andere schwere Gartengeräte werden auch zum Mieten angeboten. Allerdings sieht die Handhabung oft leichter aus als sich der Betrieb in der Praxis dann gestaltet. Jedenfalls ist eine gute Einweisung und eine genaue Anleitung wichtig, damit es keine Schäden an den teuren Geräten gibt und der Einsatz auch wirklich einen Nutzen hat.
In der Regel lassen sich die Gestaltungs- und Erdarbeiten kombinieren. So wird beispielsweise das Teichbett gleich mit dem Schlepper ausgehoben, der auch das Fräsen übernimmt. Mit einem Frontlader ist der Erdaushub leicht zu bewältigen. Er dient ebenso zum Verteilen der Natursteine für eine Trockenmauer wie für andere schwere Transporte.
Zum Bau und zur Anlage einer Kräuterschnecke, eines Hochbeetes oder von Rosenrabatten bedarf es nur einer Schubkarre und der gebräuchlichen Handwerkzeuge. Pergola, Holzzaun oder Komposter können ebenfalls unkompliziert in Eigenleistung gebaut werden. Am besten werden sie schon bei der Gartenplanung in die Skizze aufgenommen und bei Gelegenheit erstellt.
Bodenbearbeitung
Schaufel, Grabegabel, Sauzahn, Spaten, Pickel
Säen & Pflanzen
Pflanzholz, Pflanzkelle, rechen, Rillenzieher, Hohlpflanzer
Pflanzenpflege
Ast-, Hecken- oder Rosenschere, Gießkanne, Schlauch, Eimer
Bei kostspieligen, motorbetriebenen Geräten wie beispielsweise Häckslern oder elektrischen Sägen muss man sich gut überlegen, ob man sie wirklich braucht. Fragen Sie doch einfach mal die Nachbarn, vielleicht können Sie ja eine Gerätegemeinschaft ins Leben rufen.
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