Die Auswahl der Pflanzen wirkt sich ganz wesentlich auf den Aufwand an Pflege aus. Wildgärten, in denen nahezu alles bunt durcheinander wachsen darf, werden allerdings in den meisten Siedlungen nicht geduldet. Wuchernde Weiden oder unverwüstliche Wildkräuter, die nicht an den Gartengrenzen Halt machen, sind in gepflegten Gartensiedlungen tabu.

Doch auch wo Wildnis pur nicht in Frage kommt, sind Kombinationen erlaubt. So lässt sich der Aufwand zur Pflege durch dichte Gehölzstreifen am Grundstücksrand erheblich vermindern. Lockere Hecken aus Blütensträuchern und Wildgehölzen brauchen nach der Pflanzung nur noch gelegentlich einen Auslichtungsschnitt, der an einem Wintertag erledigt ist. Sie bilden dennoch schöne, dichte Grüngürtel, die jahrelang vital bleiben. In den ersten Jahren nach der Pflanzung hält eine dicke Mulchschicht aus Rindenmaterial Disteln und andere störende Wildkräuter zurück.
Die Fläche im Garten kann ebenfalls attraktiv und dennoch pflegeleicht gestaltet werden, wenn ausdauernde und genügsame Gewächse wie Wildstauden, Gräser und Farne zum Einsatz kommen oder auch, wenn pflegeleichte Gestaltungselemente, wie Trockenmauern, Steingärten oder Teiche geschaffen werden. Dagegen bleibt den Liebhabern von Edelrosen, Sommerblumen oder Kübelpflanzen die ständige Versorgung nicht erspart.

Erdarbeiten gehen leichter von der Hand, wenn der Boden abgetrocknet ist. Bei Nässe macht das Graben, Hacken oder Lockern unnötige Mühe. Außerdem schmiert nasser Boden. Das hat dann nach dem Trocknen Verkrustungen zur Folge. Allerdings ist die günstigste Zeit auch von der Bodenart abhängig. Schwerer Lehmboden lässt sich am besten bearbeiten, wenn er nach Regen zwar abgetrocknet, aber noch nicht ausgetrocknet ist. Trockener Lehmboden ist nämlich steinhart.
Wer noch nicht so recht weiß, wie er mit der Gartenpflege zurechtkommt, sollte nach dem Hausbau erst mit „einfachen“ Pflanzen oder Kulturen beginnen. Dazu zählt nach wie vor der Rasen. Dieser grüne Teppich ist schnell angelegt und er braucht den Sommer hindurch nur etwa drei- bis viermal im Monat einen Schnitt.
Und sogar die Rasenpflege lässt sich zumindest stellenweise erleichtern, indem nur die zentral liegenden Flächen den regelmäßigen Schnitt bekommen. In Randbereichen oder Rasenstücken im Obstgarten und in abgelegenen Gartenecken dürfen auch Kräuter und Blumen wachsen.
Auch in pflegeaufwändigen Nutzgärten sind Arbeitserleichterungen möglich. Sie beginnen schon bei der Pflanzenauswahl, in dem pflegeleichte Arten wie Kürbisse, Knoblauch und Küchenkräuter den pflegebedürftigen, wie Gurken, Tomaten und Kohlgewächsen vorgezogen werden.
Arbeitserleichterungen sind auch durch spezielle Kulturmethoden und Techniken möglich. So kann eine vollautomatische Bewässerungsanlage die Versorgung der Pflanzen an heißen Sommertagen selbst übernehmen, ebenso wirkt sich das Mulchen des Bodens förderlich auf den Wasserhaushalt aus. Das Bedecken der Freiflächen erspart außerdem das ständige Hacken. Eine dicke Schicht Grasschnittgut hält den Boden feucht und unterdrückt störende Wildkräuter.
Im Sinne der Pflegeerleichterung sollten vorzugsweise verrottungsfeste Baustoffe zum Einsatz kommen. Natursteine, Pflasterklinker und verzinkte Metallbauteile sind nach vielen Jahren noch schön und beständig. Holz hat dagegen nur eine vergleichbar geringe Haltbarkeit. Selbst an imprägnierten Balken nagt früher oder später der Zahn der Zeit. Es lohnt sich wenigstens Bodenbeläge, Treppen, Zaunpfosten und andere Elemente, die lange Zeit halten sollen, aus verwitterungsbeständigen Materialien zu schaffen.
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