Spezielle Folien machen den Teichbau im eigenen Garten ohne Schwierigkeiten möglich. Teichfolien sind eine preiswerte Alternative zu Teichbecken aus Hartkunststoff, sie haben sich als durchaus haltbar erwiesen. Zudem ermöglichen sie die Anlage beliebiger Teichformen.
Am besten verwendet man spezielle, reißfeste Teichfolie ais weichmacherarmem PVC. Die Dicke sollte mindestens 1 Millimeter betragen, damit sie auch mal einem spitzen Steinchen standhält. Wenn das zähe aber elastische Material richtig verlegt wird, bleibt es mehr als 20 Jahre dicht. Seit einiger Zeit werden auch Kautschukfolien angeboten, die zwar etwas teurer sind, aber keinerlei Giftstoffe enthalten.
In Gartencenter oder Baumärkten gibt es Folien bis zirka vier Meter Breite. Wer mehr benötigt, sollte die notwendigen Schweißarbeiten vom Hersteller vornehmen lassen.
Denken Sie schon bei der Gartenplanung an den Teich und suchen Sie die passende Stelle rechtzeitig aus. Immerhin können die Erdarbeiten dann gleich im Zuge der Gartenanlage mit den vorhandenen Maschinen erledigt werden. Außerdem schadet der Maschineneinsatz dem noch brachliegenden Gelände nicht. Auch die Kosten sind geringer, zumal die Maschinen ohnehin gebraucht werden.




Um einen Gartenteich anzulegen, benötigen Sie Spaten, Schaufel, eventuell einen Minibagger (als Leihgerät), Schubkarre, Zollstock, eine lange Holzlatte, mehrere kurze Holzpflöcke, plastikband und eine Wasserwaage.
Für die Erdarbeiten und das Auslegen der Folie ist es ratsam, einen oder mehrere Helfer zu engagieren – der Kraftaufwand ist nicht zu unterschätzen, vor allem wenn ausschließlich mit dem Spatren gearbeitet wird.
Zunächst werden die verschiedenen Teichzonen mit den Holzpflöcken und dem Plastikband abgesteckt.
Anschließend beginnt der Aushub. Arbeiten Sie immer von der Tiefwasserzone zum Rand hin und modellieren Sie flache Übergänge. Das geht am besten mit dem Spaten.
Der häufigste Fehler beim Teichbau geschieht nämlich schon beim Erdaushub und zwar werden die Uferböschungen zu steil gegraben. Später ragen dann ständig die schwarzen Folienränder aus dem Wasser. Das sieht nicht gut aus und schadet der Folie. Achten Sie also darauf, dass besonders die Übergangszonen vom Wasser zum Ufer flach gegraben werden, sodass sich die Folie gut ausbreiten und mit Kieseln kaschieren lässt.
Wenn alle Plateaus angelegt sind, erfolgt die Gestaltung der Uferzone. Hierbei ist es besonders wichtig, dass das Ufer ringsum auf gleicher Höhe liegt, der Wasserstand ist später nämlich nur so hoch, wie die tiefste Uferstelle. Unterschiede werden mit Meßlatte und Wasserwaage ausgeglichen.
Sobald das Teichbett die gewünschte Form hat und die Uferzonen richtig geschaffen sind, sollte die Folie eine Polsterung bekommen. Dazu eignet sich gewöhnlicher Bausand, der gleichmäßig im ganzen Teichbett verteilt wird. Falls nötig, kann auch ein spezielles Teichvlies zur Polsterung dienen. Dieses Acrylfasergewebe ist aber oft teurer als die Teichfolie und nicht unbedingt erforderlich, wenn vor dem Ausbreiten der Teichfolie spitze Steine und Wurzelstücke entfernt wurden.
Dann folgt das Einlegen der Folie: Sie muss so groß sein, dass sie am Ufer übersteht, denn der Wasserdruck presst sie beim Fluten fest ins Teichbett und zieht sie nach unten. Die Folie wird sorgfältig ausgebreitet und möglichst glatt gezogen. Bei warmem Wetter gelingt das Einbringen der Folie leichter, sie ist dann geschmeidiger.
Während das Wasser einläuft, kommen die ersten Teichpflanzen auf ihre vorgesehenen Plätze. Keinesfalls darf dazu breitflächig nährstoffreiche Gartenerde eingefüllt werden. Vielmehr bekommen die Pflanzengruppen kleine Aufschüttungen, die sich mit Kieseln einfassen lassen.
Sobald die Pflanzen richtig sitzen, lässt sich die gesamte noch sichtbare Folienfläche mit einer Kieselauflage unsichtbar abdecken. Dazu dient Rollkies, der die Wasserfläche naturnah in den Garten einbindet.
Der Zuschnitt der Ränder erfolgt erst, wenn der Teich randvoll mit Wasser gefüllt ist. Die Folienränder werden mit Steinen kaschiert oder im Boden versenkt.
Es dauert ungefähr zwei bis drei Tage, bis die Trübstoffe absinken, dann aber ist das Wasser klar. Libellen, Frösche und Enten kommen mit der Zeit ganz von selbst und bilden einen kleinen Privatzoo, an dem man sich erfreuen kann.
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