Rasen legen und pflegen

Rasenpflege

Viele Hobbygärtner beschäftigen sich die meiste Zeit mit ihren Beeten. Die Pflanzen wachsen, gedeihen und sehen fabelhaft aus. Und dennoch wird der Anblick getrübt. Der Rasen ist blass, stumpf und plattgelaufen.  Dabei benötigt ein Rasen genauso eine ausgewogende Pflege wie Pflanzen. Ein saftiger, kräftiger und gesunder Rasen schafft Atmosphäre und kann zeitgleich ein richtiger Hingucker sein. Wer ein wenig was in die Rasenpflege investiert, erschafft sich eine langlebige Trittfläche im Garten.

Rasenpflege im Frühjahr durch Vetikutieren, Düngen, Mulchen und Rasensaat

Starten Sie mit der Rasenpflege am besten im Frühjahr. Denn der Rasen befindet sich im April, Mai sowie Juni in seiner Hauptwachstumsphase.

Denken Sie bei Rasenpflege allerdings nicht nur an Rasenmähen. Wird der Rasen tatsächlich nur gemäht, wächst schnell Moos und Mulch zwischen den Grashalmen. Es entsteht eine Filzschicht, die zum einen Wasser aufsaugt und zum anderen dem Rasen die Sauerstoffzufuhr abschneidet. Beides ist dem Wachstum des Rasens abträglich.

Um eine solche Filzschicht zu vermeiden, erfolgen Schritte wie Vertikutieren, Düngen und Mulchen. Weiterhin benötigen Sie Rasensaat, mit der Sie den Rasen beim Wachstum unterstützen.

Sollte es passieren, dass der Rasen irreparabel erscheint, oder übernehmen Sie einen alten Rasen z.B. bei einem Hauskauf, werden Sie womöglich kaum um eine komplett neue Rasensaat herumkommen. Andererseits können Sie durch einen Rollrasen schnelle Abhilfe schaffen.

Bevor Sie einen Rasen pflegen können, müssen Sie überhaupt einmal einen Rasen säen. Dazu benötigen Sie Saatgut. Allerdings sollten Sie sich vor dem Rasen säen klarmachen, welche Art von Rasen Sie überhaupt haben möchten. Davon hängt letztlich auch die Auswahl des Saatguts ab. Um die richtige Wahl zu treffen, gibt es die Regelsaatgutmischung.

Damit Ihr Rasen später grün und kräftig aussieht, ist das Vertikutieren von entscheidender Bedeutung. Durch das Vertikutieren sorgen Sie dafür, dass Moos, abgestorbene Pflanzenteile sowie Schnittgut entfernt wird.

Besonders nach dem Vertikutieren sollte man den Rasen Aerifizieren, also lüften. Dazu sticht man Löcher in den Boden, mit einem Durchmesser von 2 Zentimeter sowie einer Tiefe von 10 Zentimeter. Entweder Aerifizieren Sie „per Hand“ oder Sie verwenden ein spezielles Aerifiziergerät.

Haben Sie schon einmal davon gehört, dass es ein Dressing für den Rasen gibt? Nein? Aber dann kennen Sie vielleicht die Methode des Sanden von Rasenflächen. Denn das Sanden nennt man, vor allem im Golfsport, Topdressing. Mit dem Sanden erhöhen Sie die Durchlässigkeit des Rasens und hemmen zugleich die Bildung von Filzschichten.

Damit ein gesunder, kräftiger Rasen wachsen kann, benötigen Sie vor allem einen nährstoffreichen Boden. Sollte Ihr Boden nicht über einen ausreichenden Nährstoffvorrat verfügen, nutzen Sie Düngemittel, um den Boden aufzuwerten.

Das Mulchen stellt eine Alternative zum Düngen dar. Bei dieser Methode verhilft man dem Rasen zur „Selbsthilfe“. Nach dem Rasenmähen fällt Schnittgut an. Anstatt es in die Mülltonne zu schmeißen, werden Sie das Schnittgut dazu, es auf dem Rasen zu verteilen und in diesen einzuarbeiten.

Über kurz oder lang wird es unvermeidlich: das Rasenmähen. Denn wie Haare benötigt auch ein Rasen öfter mal einen neuen Schnitt. Deshalb gehört das Rasenmähen auch zu den immer wiederkehrenden Grundaufgaben bei der Rasenpflege.

Jeder Rasentyp benötigt eine andere Bewässerung. Zumeist weist vor allem Zierrasen Bewässerungsdefizite auf. Der ansonsten übliche Gebrauchsrasen, den man bevorzugt in deutschen Gärten findet, begnügt sich allerdings bereits mit dem lokalen Klima.

Wer sich einen Rasen zulegt, möchte am liebsten einen Rasen haben, der saftig grün und gleichmäßig wächst. Vielleicht möchten viele Gärtner deshalb einen sogenannten „englischen Rasen“ ihr eigen nennen. Allerdings war englischer Rasen zunächst nicht als Gartenrasen angedacht, sondern wurde vielmehr als Zier angesehen.

Rasen benötigt zum Wachstum Sonne. Deshalb wächst normaler Rasen auch nicht, wenn er in sehr schattigen Umgebungen verlegt wird. Abhilfe schafft sogenannter Schattenrasen, der mit den eher ungewöhnlichen Wachstumsbedinungen wesentlich besser zurechtkommt. Vor allem an Stellen, die durch Bäume oder Häuserwände im Schatten liegen, bietet sich Schattenrasen an.

Rollenrasen ist praktisch, doch sollte man nicht denken, dass man Rollrasen tatsächlich nur verlegen muss und danach für immer eine wunderschöne Rasenfläche hat. Schließlich benötigt Rollrasen genau dieselbe Rasenpflege wie jeder andere Rasen auch.

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