Pergolen dienen als Gerüste für Kletterpflanzen, die ein dichtes Schattendach entfalten. Bis in den Herbst laden die luftigen Lauben zu einem geschützen Aufenthalt im Freien ein. Sie können freistehen, eine Terrasse bedachen, den Garteneingang zur Haustür überbrücken oder den Autostellplatz beschatten.

Für eine Pergola ist in der Regel keine Baugenehmigung nötig, weil sie kein festes Dach hat und keine Brandgefahr darstellt. Ausnahme: Wenn sie überdacht als Carport genutzt werden soll.
Selbstverständlich muss man den nötigen Abstand zum Nachbargrundstück einhalten. Die Pflanzen dürfen weder Nachbars Garten beschatten, noch seine Gebäude beeinträchtigen. Sie dürfen auch keine Sichtbehinderung zur Straßenausfahrt darstellen.

Eine Pergola lässt sich aus Holz, Stein oder Metall bauen. Möglich sind auch Kombinationen verschiedener Materialien, wie etwa Pfosten aus Stein und Sparren aus Holz. Die Baustoffe sollte zu jenen im Garten passen.
Die Konstruktion muss zudem der Bepflanzung entsprechen: Ein leichter Drahtaufbau ist für schwere Kletterpflanzen langfristig zu schwach. Die Baustoffe müssen zudem wetterfest und tragfähig sein – immerhin laden die Pflanzen ein zentnerschweres Gewicht auf. Rund ums Jahr wirken Niederschläge und die Sonne auf das Material ein. Das vertragen auf Dauer nur witterungsbeständige oder imprägnierte Baustoffe.
Wer einer rustikalen, natürlichen Holzkonstruktion den Vorzug gibt, ist mit Lärchen- oder Eichenholz gut beraten. Diese Hölzer sind auch ohne Imprägnierung recht haltbar. Das Streichen mit einem Holzschutzmittel ist weniger wirksam, weil Lackfarben mit der Zeit abblättern und Lasuren ausgewaschen werden oder ausbleichen. Die Nachbehandlung ist schwierig, weil die Kletterpflanzen bis dahin eine dichte Decke bilden.
Bei Holzkonstruktionen ist wichtig, dass die Pfosten über der Erde stehen. bei Bodenberührung beginnt die Verrottung schnell.Die Pfosten stehen am besten auf Pfostenankern aus verzinktem Metall, die je nach Typ in den Boden einbetoniert oder gerammt werden. Die Holzbalken lassen sich einfach und sicher mit Winkelverbindern aus verzinktem Metall montieren. Die Metallverbindungsteile verschwinden mit der Zeit unter der Pflanznedecke. Im Handel oder Baumarkt sind vorgefertigte Holzbauteile erhältlich, die nach plan zusammengefügt und befestigt werden.
Wesentlich haltbarer als Holzpergolen sind Konstruktionen aus Naturstein oder Betonformteilen. Säulen aus Granit, Marmor oder einem anderen Naturgestein haben ihren Preis. Günstiger sind Betonformteile, es gibt sie als einfache Quader oder in Form von Säulen. Alternativ kann man die Säulen auch aus Steinen mauern und beispielsweise mit Holzbalken oder Metallträgern überspannen.
Weniger wuchtig wirkt eine Metallkonstruktiuon. Stahlträger aus Winkelprofilen oder Rohren sind äußerst stabil und wesentlich leichter als Steinsäulen oder Holzpfosten. Auch davon gibt es fertige Elemente, die sich beliebig zusammenstellen lassen. Alternativ erschafft der Kunstschlosser exklusive Konstruktionen nach Maß. Eine Metallpergola braucht jedoch immer einen Rostschutz.
Eine besondere Pflege braucht die Pergola nicht. Nur den Kletterpflanzen tut ein regelmäßiger maßvoller Auslichtungsschnitt im Spätwinter gut, wobei dürres und erfrorenes Holz beseitigt wird. Die Größe der Kletterhilfe setzt ihnen ohnehin Grenzen. Bei empfindlichen Kletterpflanzen wie etwa bei Kiwis, Weinreben oder Kletterrosen ist nach der Pflanzung ein Frostschutz empfehlenswert. Mit den Jahren nimmt ihre Frosthärte zu, sodass sie keinen Schutz mehr brauchen.
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