Das offene Treppenhaus verleiht dem Erdgeschoss mit seinen hohen Lichtbändern zusätzliche Luftigkeit. Unterm Dach mündet es in einem kompakten Flur, der als Verteiler zu den Dachgeschoss-Bereichen dient. Schlafraum und Bad, beide mit französischen Balkonen ausgestattet, befinden sich auf der Nordseite des Hauses. Das Bad wird zusätzlich über ein Lichtband belichtet, ist dank Kniestock hoch und luftig, außerdem wohnlich gestaltet: eine gemütliche Sitzbank mit Holzbeplankung, Punktstrahler und schlichte Sanitärobjekte setzen die Akzente. Der Kontrast zwischen schwarzen und weißen Flächen verleiht dem Raum eine dezente Eleganz. Hinter der dritten Tür des Verteilerflurs ist alles offen: im Musterhaus allemal, weil hier dieser Raum für ein offenes Büro genutzt wurde, das von drei Seiten her großzügig belichtet wird. Eine Planung für die sich auch ein Paar ohne Kinder begeistern könnte, dem dieser Raum vielleicht als Arbeitszimmer oder zweiter Wohnbereich mit Blick in die Landschaft dient. Offen stehen den künftigen Bewohnern aber auch eine Fülle von weiteren planerischen Möglichkeiten, um diese knapp 42 m2 große Raumreserve nach Belieben zu nutzen. Denkbar wäre zum Beispiel eine bis in den Erker reichende Galerie, die je nach Bedarf von ein oder zwei Räumen flankiert wird. Diese beiden Kinder-, Gäste- oder Arbeitszimmer wären dann 11 und 12 m2 groß. Möglich wäre es auch, den Erker auf die beiden Räume aufzuteilen, die dann ihre Eingänge direkt in der Flurwand gegenüber der Treppe hätten und deutlich größer wären. Denkbar ist es außerdem, dass ein Paar diese Möglichkeiten nach Bedarf umsetzt, also die Kinderzimmer „nachrüstet“, wenn sich Nachwuchs ansagt. Das Musterhaus Erlangen ist damit ein ideales Domizil für eine flexible Familienplanung – auch wenn sich deren Prioritäten in der Zukunft verschieben.