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Bei einem Gewitter kann man nie wissen, ob ein Blitz im Haus einschlägt. Passiert es dann tatsächlich, kann es im ganzen Haus zu Überspannungen kommen. Harmlos denken Sie? Wozu habe ich eine Sicherung? Oder auch einen Blitzableiter? Die helfen in solchen Fällen nicht und es kann zu Schäden an teuren Geräten wie dem Computer – auch mit Datenverlust –, der gesamten Telefonanlage oder der Hi-Fi-Anlage kommen, deren Neubeschaffung dann ein großes Loch in die Haushaltskasse reißen. Doch auch Schalter und Verkabelungen werden zerstört, wordurch auch teure Reparaturkosten auf einen zukommen können. Dabei kann man leicht auf Nummer sicher gehen, in dem man einen Überspannungsschutz im Haus einbaut.
Seien Sie ehrlich: Wenn Sie umbauen oder auch neubauen, denken Sie kaum bis gar nicht über Blitzeinschläge, Überspannsschäden oder auch andere Gefahren durch elektrischen Strom nach. Vielmehr geht es um Wärmedämmung, energiesparende Heizsysteme oder eine neue Innenaussattung.

Wenn man einen solchen Schaden dann erleidet, ärgert man sich umso mehr. Und es sind nicht nur die Gewitter, die eine Gewisse Gefahr verbeiten. Generell dort, wo elektrische Störme fließen, sollte Sicherheit oberste Priorität sein. Schließlich können nicht nur Ihre Geräte Schaden nehmen, sondern vor allem auch Sie selbst!
Deshalb ist eine Modernisierung der ideale Zeitpunkt, um die elektrische Anlage auf Sicherheitseinrichtungen zu überprüfen und unter Umständen aufzurüsten.



Bei einem Fehlerfall in der Stromversorgung ist vor allem eine automatische Abschaltung zum Schutz vor einem elektrischen Schlag sinnvoll. Diese Funktion übernimmt ein sogenannter Fehlerstrom oder FI-Schutzschalter: Solche Schalter registrieren, wenn in der Elektroanlage oder auch nur bei einem elektrischen Gerät ein Fehler vorliegt und schaltet den betroffenen Stromkreis sofort ab. Eine einfache Sicherung übernimmt diesen Schutz nicht, weil sie nur auf zu hohe Ströme und Kurzschlüsse reagieren. Deshalb müssen seit Februar 2009 alle Steckdosen über solche Schutzschalter geschützt sein, während zuvor solche Schalter nur für das Bad und bei Modernisierungen vorgeschrieben waren.
Es empfiehlt sich pro Stockwerk mindestens einen FI-Schalter als Überspannungsschutz vorzusehen, damit nicht sofort im gesamten Haus der Stromkreis abgeschaltet wird. Dabei sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen, weil er am Verteiler, den Geräten oder auch beim Herausnehmen der Steckdosenklappe die Qualität der Installation überprüfen kann. Damit ist gemeint, dass ein moderner FI-Schalter als Überspannungsschutz eine 3-adrige Leitung sowie einen durchgehenden getrennten Schutzleiter benötigt. Bei Häusern mit einer alten Elektroinstallation – zumeist 35 Jahre oder älter – wurden noch 2-adrige Leitungen verwendet. In einem solchen Fall muss nicht sofort die gesamte Installation ausgetauscht werden, sondern man kann auch eine einzelne Steckdose mit einem FI-Schutz ausstatten. Aber Vorsicht: Dieser schützt dann auch tatsächlich nur diese einzelne Dose und nicht die gesamte Leitung.
Möchten Sie Schutzschalter zum Überspannungsschutz einbauen lassen, ist dies mit nur geringem Aufwand verbunden, wird der Schalter doch eifnach am Stromverteiler montiert. Pro Schalter liegen die Kosten dann bei 60 bis 80 €.


Wer immer noch nicht überzeugt ist und denkt, ein Blitzableiter reiche aus, der sollte bedenken, dass ein solcher das Haus nur vor einem direkten Einschlag das Haus schützt, nicht aber die elektrischen Geräte, die sich darin befinden. Selbst wenn ein Blitz weiter entfernt einschlägt – bis zu 2 km – kann es zu Schäden an den Geräten kommen. Denn kann es passieren, dass die Überspannungen über die Stromversorgung oder gar die Telefonleitung bis zum eigenen Haus gelangen können.
Ein besonders guter Grund nachzurüsten, ist die Versicherung; auch oder gerade bei Altbauten. Heutzutage ist bei einem Hausratsversicherungsvertrag die Absicherung gegen Blitzschläge zumeist mit einer kostenpflichtigen Zusatzversicherung verbunden. Verhindert der Überspannungsschutz nur ein einziges Mal solch einen Schaden, hat man den Beitrag mehrfach wieder eingespart. Es lohnt sich also auf jeden Fall sein Hab und Gut mit einem Überspannungsschutz und Blitzschutz abzusichern.
Gerade dann, wenn Sie keinen Blitzableiter besitzen, sollten Sie einen Überspannungsschutz installlieren. Besonders effektiv sind drei hintereinander geschaltete Schutzeinrichtungen, die die einfließenden Überspannungen heruntersetzen, sodass alle Geräte geschützt sind. Für diesen Dreierschutz benötigen Sie folgende Teile:
1. Blitzstromleiter: Ist nicht zu verwechseln mit einem Blitzableiter, der zum äußeren Schutz gehört. Der Blitzstromableiter wird am elektrischen Hausanschlusskasten oder an der Zählerstelle – was bei vielen Haushalten ein- und dasselbe ist – instllaiert. Er ist in der Lage sehr hohe Blitzteilströme zur Erde abzuleiten. Ein zweites Gerät dieser Art sollte am Telefon und auch Kabelanschluss angebracht werden.
2. Überspannungsschutzeinrichtung: Wenn er im Stromverteiler installiert wird, kann die verbleibende Spannung im Leistungsnetz reduziert werden.
3. Endgeräteschutz: Damit sind Überspannungsleiter gemeint, die in Form von professionellen Überspannungsschutzsteckern oder Steckdosenleisten mit integriertem Überspannungsschutz direkt vor empfindliche Geräte geschaltet werden.
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