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Fossile Brennstoffe, also Öl, Erdgas und aus Öl hergestelltes Flüssiggas, punkten mit hoher Energiedichte. Heizöl und Flüssiggas bezieht man über Händler, kann daher Preise vergleichen, mit anderen zusammen Einkaufsgemeinschaften bilden und sich so etwas günstiger versorgen.
Trotz Sonnenenergie, Holz oder Umweltwärme – beim Heizen werden wir in den kommenden Jahrzehnten kaum auf fossile Brennstoffe verzichten können. Zu groß ist unser Wärmebedarf für Raumheizung und Warmwasser – insbesondere in Altbauten. Hier entfallen 70 bis 80 Prozent der jährlichen Energiekosten auf diesen Sektor. Und gerade hier ist das Einsparpotenzial groß. Allein durch den Ersatz veralteter Heiztechnik durch einen modernen Brennwertkessel lassen sich bis zu 30 Prozent der Kosten für Heizung und Warmwasser auf einen Schlag einsparen.

Die Brennwerttechnik basiert auf der sogenannten Niedertemperatur-Heiztechnik: Im Gegensatz zu einem alten Standard-Heizkessel passt eine Niedertemperatur-Heizung ihre Leistung automatisch dem Wärmebedarf an, sie berücksichtigt dabei die Außentemperatur, die Thermostateinstellungen in den einzelnen Zimmern und den Warmwasser-Verbrauch. Das sorgt zusammen mit einer kleineren Brennkammer, besserer Kessel- und Leitungs-Isolierung bereits für deutlich weniger Energieverluste. Stickoxid-, Kohlenmonoxid- und Feinstaubemissionen sind mit der heutigen Technik vernachlässigbar klein geworden. Die Kessel sind kompakter und leiser geworden, brauchen keinen Kellerraum mehr für sich alleine, arbeiten geruchlos und strahlen kaum noch Wärme ab, sie sind wohnraumkompatibel.
Eine wandhängende Therme kann in der Küche, in der Abstellkammer oder unter der Dachschräge installiert werden. Eine Warmwasseraufbereitung nach dem Speicher- oder nach dem Durchlaufprinzip kann bei Bedarf ebenfalls in der Geräteeinheit untergebracht sein. Selbst Solarkompaktgeräte, die ein Brennwert-gerät, die Solarregelung und einen Solar-Schichtenspeicher enthalten, beanspruchen häufig nicht mehr als einen halben Quadratmeter Grundfläche.


Diese Kessel holen mehr als je zuvor aus dem Brennstoff, weil sie zusätzlich den in den heißen Abgasen enthaltenen Wasserdampf am Wärmetauscher kondensieren lassen und so dessen Energie ebenfalls in den Heizkreis schicken.
Wegen des höheren Wasserstoffgehalts von Erdgas haben Gas-Brennwertkessel hier die Nase vorn. Anders als früher müssen die Kamine allerdings jetzt feuchteunempfindlich sein, da die Abgase sehr viel kühler sind und im Winter der Taupunkt schon vor Erreichen des Schornsteins unterschritten werden kann.
Weil die Abgase moderner Heizgeräte naturgemäß weit kühler sind und unter geringerem Druck stehen als die Abgase eines alten Standard-Heizkessels, schaffen sie es nicht aus eigener Kraft durch den Schornstein hinaus ins Freie. Gelöst wird dieses Problem mit dem Einzug eines feuchteunempfindlichen Sanierungsrohres aus Keramik, Edelstahl oder Kunststoff mit geringerem Durchmesser. Ein im Abgassystem integrierter Ventilator sorgt bei einem Brennwertkessel für den nötigen Überdruck, mit dem die kühlen Gase nach oben befördert werden. Stand der Technik sind heute sogenannte Luft/Abgas-Rohre, Rohr-in-Rohr-Systeme, die gleichzeitig Verbrennungsrückstände entsorgen und Frischluft heranführen. Deshalb können moderne Brennwertkessel raumluftunabhängig auch im Wohnraum aufgestellt werden.
• Gas-Brennwertgeräte mit Warmwasserspeicher ca. 3.000 bis 5.000 €.
• Öl-Brennwert-Kessel mit Warmwasserspeicher ca. 4.500 bis 6.000 €.
Die Montagekosten hängen von den Gegebenheiten vor Ort ab, sie können daher stark schwanken.
Bleibt nur noch die Frage nach dem „richtigen“ Energieträger. Unter den fossilen Brennstoffen ist Gas in der Nutzung der komfortabelste. Ein weiteres gutes Argument war und ist der im Vergleich zu Heizöl um beinahe ein Drittel geringere CO2-Ausstoß. Man braucht keinen Tankraum, ein Anschluss ans Erdgas-Netz genügt, die Investitionskosten sind niedrig. Wo der Anschluss an das Gasnetz nicht möglich ist, kann auf das etwas teurere Flüssiggas ausgewichen werden. Den benötigten Tank muss man nicht kaufen, man kann ihn vom Lieferanten mieten. Allerdings geht man damit eine langjährige Lieferabhängigkeit ein. Womit auch ein Nachteil des Erdgases angesprochen wäre – die Abhängigkeit vom Energielieferanten. Trotz des liberalisierten Gasmarktes ist der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter in der Praxis häufig noch schwierig.
Heizöl bietet in dieser Hinsicht etwas mehr Unabhängigkeit. Da der flüssige Brennstoff bevorratet wird, hat man als Bewohner die Möglichkeit, den Tank dann füllen zu lassen, wenn die Preise nachgeben. Dazu muss das Tankvolumen aber groß genug sein. Weitere Preisvorteile sind durch die Abnahme größerer Mengen möglich, etwa durch die Bildung von Einkaufsgemeinschaften mit Nachbarn. Der Betrieb eines Öl-Brennwertgerätes mit schwefelarmem Heizöl ist generell empfehlenswert, da das anfallende Kondensat dann – wie bei der Gasheizung – ohne vorherige Neutralisation ins Abwassersystem eingeleitet werden kann.
Die positiven Eigenschaften schwefelarmen Heizöls – in erster Linie die besonders saubere, nahezu rückstandsfreie Verbrennung – kommen übrigens nicht nur in Brennwertheizgeräten, sondern auch in konventionellen Ölheizkesseln zum Tragen.
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