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Fußboden- und Wandheizungen stehen für angenehme Strahlungswärme und lassen sich bestens mit modernen Brennwertkesseln oder Wärmepumpen kombinieren.
Strahlungswärme wird von einem festen Körper auf einen anderen übertragen, man fühlt sich fast wie im Sonnenschein, was als sehr angenehm empfunden wird. Die Wärmeverteilung auf dem Luftweg hingegen, die sogenannte Konvektion, wird als unangenehm empfunden.
Flächenheizungen haben einen hohen Strahlungsanteil, die Konvektion ist gering, das heißt, Luftbewegungen, die immer auch Staub und Mikroorganismen transportieren und nachweislich die Schleimhäute austrocknen, treten kaum auf.
Moderne Wärmeverteilsysteme sind für wesentlich niedrigere Vorlauftemperaturen ausgelegt als früher. Das Heizwasser kommt mit 40 Grad Celsius oder weniger aus dem Kessel. Einer Wandheizung oder Fußbodenheizung genügen im Extremfall bereits 25 Grad, um ein behagliches Klima zu erzeugen, weil sie eine viel größere Fläche einnimmt.

Wählt man die Fläche zur Wärmeübergabe größer, kann man den Vorlauf des Heizungswassers weiter herunterdrehen und erhält dennoch die gleiche Wärmemenge. Bettet man dazu die Heizleitungen in einen massiven Baustoff ein, wird der zum sanften Infrarotstrahler. Das schon den alten Griechen und Römern bekannte Grundprinzip hat nur den Nachteil, träger zu sein als die Temperierung mittels Heizkörpern. Während in der Antike heiße Luft durch Hohlräume unter den Böden (Hypokaustum) und in den Wänden strömte, kursiert heutzutage in Fußboden-, Wand- oder Deckenheizung Wasser, in Rohren aus Kupfer oder hitzebeständigem Kunststoff. Es erwärmt Estrich, Fußbodenbelag, Wand- oder Deckenputz, wobei Vorlauftemperaturen zwischen 30 und 40 Grad genügen. Fußbodenheizschlangen kann man direkt in Nassestrich einbetten, oder unter dem Wärmeüberträger, beispielsweise einem Trockenestrich, verlegen. Das letztere geht schneller, der Aufbau ist niedriger, aber die Ausbeute ist geringer und teurer sind solche Systeme außerdem. In Nassestrich oder Putz eingebettete Rohre sind allerdings im Fall eines Lecks auch schwerer zu erreichen. Für die Wand gibt es gleichfalls neben der nassen Variante Trockenelemente mit eingefrästen Kanälen für die Heizschlangen.
Die Heizschlangen aus Kupfer oder Polyethylen werden mäander- oder spiralförmig verlegt und im Neubau meist in Flüssigestrich eingegossen. Das garantiert vollständige Ummantelung der Rohre und eine optimale Wärmeübertragung auf den Fußbodenaufbau. Im Trockenbau werden Platten aus Polystyrol und Wärmeleitbleche verwendet. Natursteinplatten, Fliesen, Parkett, Linoleum lassen sich gut mit einer Fußbodenheizung kombinieren, Teppichboden aus Synthetikfasern nicht – die Produktbeschreibung gibt im Zweifelsfall über die Eignung Auskunft. Nur Fachhandwerkern mit Referenzen sollte man Planung und Montage anvertrauen. Sie achten zum Beispiel darauf, dass die Rohre dort enger verlegt werden, wo stärkere Abstrahlung erforderlich ist, in Fensternähe etwa. Darauf, dass Nassestrich nach Einbringung gute vier Wochen abbindet und anschließend nur langsam „hochgeheizt“ wird. Unter die Schlangen gehört, handelt es sich um ein Erdgeschoss über ungeheiztem Keller oder auf Bodenplatte, eine druckfeste Dämmung. Nicht jeder Bodenbelag ist geeignet: Auch wenn der Teppichboden der Wahl, wenn Laminat, Linoleum oder Parkett eine entsprechende Kennzeichnung tragen, sollte man besser zu Fliesen oder Natursteinplatten greifen.


Wandheizungen werden überputzt oder in Fertigelemente eingebettet angebracht. Sie schränken ein wenig die Freiheit beim Aufstellen der Möbel ein, haben aber ansonsten die gleichen Vorteile wie Fußbodenheizungen.
Die zunehmende Beliebtheit der Flächenheizung erklärt sich aus der Energiewende im Hausbau. Nicht erst seit Inkrafttreten des EEWärmeG, (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) werden häufig Wärmepumpen installiert, und die arbeiten am effizientesten, wenn sie nicht so aufdrehen müssen, nur niedrige Vorlauftemperaturen liefern müssen. Ähnlich verhält es sich mit der beliebten Kombination aus Solarthermie und Gas-Brennwertkessel. Beim Brennwerteffekt ist der Ertrag umso größer, je kühler der Rücklauf ist (in Flächenheizungen oft 22 Grad oder darunter), denn desto mehr Energie kann er aus dem Abgasstrom des Kessels aufnehmen.
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