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Auch Heizkörper und Fußbodenheizungen sorgen faktisch für Wärme. Aber fehlt Ihnen dabei nicht die emotionale Komponente, wie sie nur durch den Anblick des Flammenspiels, das Knistern des Feuers und den Geruch des Holzes geschaffen werden kann? Dann denken Sie doch über die Anschaffung eines Kaminofens nach.
Besonders beliebt ist der Einsatz eines Holzofens in den kühleren Abendstunden während der Übergangszeit, wenn es sich noch nicht lohnt, den zentralen Heizkessel einzuschalten. Ein Kilogramm luftgetrocknetes Holz hat einen durchschnittlichen Energiegehalt von 4 Kilowattstunden (kWh) – sodass sich schon mit ca. 2,5 Kilogramm Holz ein Liter Heizöl – und damit rund 3,2 Kilogramm CO2 – einsparen lässt. Eine wirksame Entlastung des Heizetats setzt allerdings eine moderne, effiziente Feuerstelle voraus.

Legen Sie Wert auf Qualität, wenn Sie sich einen Kaminofen zulegen. Ein Fachhändler garantiert nicht nur gut verarbeitete Produkte, sondern leistet auch kompetente Beratung sowie professionellen Service – von der Standortwahl über die fachgerechte Installation bis hin zur Wartung. Hersteller sollten eine mehrjährige Garantie auf das reibungslose Funktionieren und auf die Verfügbarkeit der Ersatzteile garantieren. Vor der Installation müssen Schornstein und Ofen für eine funktionierende Abgasführung aufeinander abgestimmt werden. Im Idealfall plant man den Kaminofen beim Umbau von Beginn an mit ein. Die Heizleistung muss natürlich auf die Größe des Raumes abgestimmt werden. Nicht zuletzt soll der Ofen die Einrichtung harmonisch ergänzen, daher steht eine fast unendliche Vielfalt an Modellen zur Verfügung.
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Ein offener Kamin bietet hautnah das Spiel der Flammen, aber seine Heizleistung hält sich in Grenzen. Er setzt nur 15 bis 30 Prozent der Energie des Brennstoffs in spürbare Wärme um, der Rest verschwindet durch den Abzug. Zudem muss er beaufsichtigt werden, solange er in Betrieb ist.
Effektiver arbeitet dagegen der sogenannte Heizkamin, ein Heizeinsatz hinter Glas mit selbsttätig schließender Glastür, in einem Rahmen, der einem klassischen Kamin nachgebildet wird. Die Atmosphäre bleibt gewahrt und die Effektivität der Wärmequelle steigt enorm – auf einen Wirkungsgrad von bis zu 70 Prozent. Herzstück ist ein verschließbarer Heizeinsatz aus Gusseisen oder Stahl mit feuerfesten Keramikglastüren. Es gibt Modelle, die sowohl mit offenen als auch geschlossenen Türen betrieben werden können.
Einen deutlich höheren Wirkungsgrad besitzen hingegen geschlossene Kamin- und Kachelöfen. Schwere Modelle mit viel Speckstein- oder Keramik-Speichermasse sind dann die richtige Wahl, wenn der Kaminofen auch die Heizung entlasten soll. Wenn eher schelle Wärme gefragt ist, z. B. um abends nach der Arbeit ein paar gemütliche Stunden vor dem Feuer zu genießen, empfiehlt sich ein leichterer Stahlofen, der schon nach einigen Minuten wohlige Wärme abgibt.
Das Funktionsprinzip des Warmluftkachelofens ähnelt dem des Heizkamins: An einem Heizeinsatz aus Metall mit Brennkammer erhitzt sich die Kaltluft und strömt zurück in den Raum. Lüftungs- und Strahlungswärme (Konvektion und Radiation) stehen etwa im Verhältnis 70 zu 30.
Das Verhältnis von Strahlungs- zu Lüftungswärme ist abhängig von der Bauweise. Strahlungswärme wird als angenehmer empfunden, sie erwärmt direkt den Körper, nicht die Luft.
Der Kaminofen ist dank Serienfertigung eine preisgünstige Alternative. Sie werden am Stück ins Haus geliefert und müssen nur noch angeschlossen werden. Im Grunde ein Möbelstück mit Anschluss an ein Abgasrohr. Durchschnittlich etwa 100 bis 250 Kilogramm schwer können diese kompakten Modelle ohne viel Aufwand auch auf einem schwimmenden Estrich installiert werden. Sie benötigen weder Sockel noch Fundament, nur einen nicht brennbaren Bodenbelag rund um die Feuerstätte. Es muss nur aus Sicherheitsgründen einen Mindestabstand zu Wänden und Mobiliar einhalten. Die Installation geschieht zügig, späterer Platzwechsel oder Mitnahme bei Umzug ist nicht ausgeschlossen.
Spezielle Kaminöfen kann man darüber hinaus nicht nur mit Stückholz, sondern auch mit Pellets betreiben. Die Geräte werden aus Säcken befüllt und versorgen die Brennkammer je nach Bedarf mit Nachschub. Sie erreichen Wirkungsgrade um 90 Prozent.
Bei Heizsystemen mit offenem Feuer gilt es, einige Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Die Bodenplatte muss aus nicht entflammbarem Material bestehen und die ausreichende Versorgung mit Zuluft gewährleistet sein. Ein Funkenschutzgitter erhöht zwar die Sicherheit, trotzdem ist zu Möbeln oder brennbaren Bauteilen ein Mindestabstand von 80 Zentimetern um die Feuerstelle einzuhalten.

Der Kachelofen wird vor Ort erstellt und kann als Einzelstück jedem Wohnstil angepasst werden. Er ist allerdings ein Schwergewicht und sollte deshalb nie auf einem schwimmenden Estrich oder einer Fußbodenheizung installiert werden. Bei den Kachelöfen gibt es zwei Bauarten: den Grundofen und den Warmluft-Kachelofen.
Der Grundofen spendet reine Strahlungswärme. Die Hitze aus dem Feuerraum wird in einem ausgeklügelten Kanalsystem möglichst lange durch den gesamten Ofenkörper geleitet, damit sich die Speichermasse aus Schamotte erwärmen kann. Es dauert etwa zwei Stunden, bis der behäbige Grundofen seine volle Heizleistung erreicht. Danach gibt er die Wärme langsam und gleichmäßig an die Umgebung ab – auch noch Stunden nach Erlöschen des Feuers.
Der Warmluft-Kachelofen, der sich äußerlich kaum vom Grundofen unterscheidet, heizt schneller. Durch Öffnungen im Sockelbereich gelangt Luft zwischen Feuerraum und Kachelmantel. Sie erwärmt sich dort, steigt auf und gelangt über Lüftungsgitter oder -kacheln als Konvektionswärme zurück in den Wohnraum. Wird länger geheizt, gibt die Verkleidung zusätzlich Strahlungswärme ab. Über Warmluftkanäle lassen sich bei dieser Bauart auch benachbarte Räume mit beheizen. Beide Ofensysteme erreichen durch die gute Isolierung einen Wirkungsgrad um 80 Prozent.
Die Vorzüge des Grund- und des Warmluft-Kachelofens vereint der sogenante Kombiofen. Er liefert nach kurzer Zeit bereits Konvektions- und später langanhaltende Strahlungswärme. Durch einen frei stehenden Feuerraum wird Warmluft erzeugt, der über Luftgitter in den Raum strömt. Gleichzeitig leitet man die Heizgase durch die Kanäle eines Speicherblocks.
Grundöfen sind eine sehr alte Art zu heizen und werden zunehmend als energiesparende und einfache Heiztechnik wiederentdeckt. Wir zeigen Ihnen, wie ein Grundofen funktioniert und wie er in Ihrem Haus eingebaut werden kann. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Grundofen.
Immer beliebter werden Kamin- oder Pelletöfen mit Wassertaschen, durch die das Heizwasser der Zentralheizung zirkuliert. Über einen angeschlossenen Pufferspeicher profitieren auch die übrigen Räume des Hauses von der Wärme des Feuers. Diese Öfen geben zwischen 50 und 70 Prozent ihrer Leistung an das Heizungssystem ab. Die Heizkosteneinsparung kann beachtlich ausfallen. In Niedrigenergiehäusern übernehmen solche Öfen häufig – gemeinsam mit einer Solaranlage – die komplette Versorgung mit Raumwärme und Warmwasser.
Traditionell dienen Scheitholz und Briketts als Brennstoff. Daneben finden sich vielfach Pellets, zu kleinen Stäbchen verpresstes Holzmehl. Wer sich alle Optionen offen halten möchte, kann mit Kombiöfen sowohl Stückholz als auch Pellets verfeuern. Für eine schadstoffarme Verbrennung sorgt eine ausgefeilte Technik. Eine elektronische Steuerung der Zuluft, die zusätzlich eingebaut werden kann, stellt selbsttätig die richtige Luftmenge ein und garantiert so optimale Heizwerte. Man stellt dazu am Ofen den Temperaturwunsch ein, Sensoren messen die Zimmertemperatur, mit der Luftzufuhr wird die Verbrennung verstärkt oder gedämpft. Sogar Kamineinsätze mit Fernbedienung sind auf dem Markt. Feuerstellen, die mit Gas betrieben werden, lassen sich per Steuerung über Zeitschaltuhr und Raumthermostat genau einstellen. So bleiben keine Komfort-Wünsche offen.

Feuerstätten haben im Zuge der Feinstaubemissionen in letzter Zeit Diskussionen ausgelöst, die im Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchV) mündeten. Der Anteil von Einzelfeuerstätten am Gesamtaufkommen der Feinstaub-Emissionen liegt immerhin über dem des Autoverkehrs. Für Feuerstellen gelten nun die gleichen Richtwerte wie für Heizungsanlagen. Seit langem beschäftigen sich die renommierten Hersteller mit dieser Problematik und forschen an emissionsarmer Brenntechnik, um niedrigere Werte für Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Feinstaub zu erreichen. Es gibt jetzt bereits Öfen am Markt, die die für 2015 geplanten Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid einhalten bzw. unterschreiten. Damit sind Sie auch in Zukunft auf der sicheren Seite.
Jeder weiß, „Wasser brennt nicht“, diese Erkenntnis gilt auch für nasses oder feuchtes Holz. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V. weist darauf hin, dass der Wassergehalt des Holzes den Heizwert beeinflusst und damit unmittelbar den Nutzungsgrad einer Holzfeuerung. Unter Heizwert versteht man die bei der Verbrennung von 1kg Holz freigesetzte Wärmemenge, gemessen in kWh/kg. Je höher der Wassergehalt im Holz ist, umso geringer ist der Heizwert! Das bedeutet Verlust wertvoller Wärmeenergie, Gefahr der aggressiven Kondenswasserbildung im Schornstein und Mehrverbrauch an Brennholz. Allerdings verliert Holz beim Trocknen an Volumen. Berücksichtigt man das nicht, überschätzt man den Heizwert einer bestimmten Volumeneinheit. Lagert man jedoch waldfrisch eingekauftes Holz, wird es zwar trockener und der Heizwert steigt, aber gleichzeitig schrumpft es, so dass man am Ende weniger Volumen hat als am Anfang und damit wieder weniger verfügbare Energie.
Wer die Holzfeuchte kontrollieren und genau messen möchte, der kann sich einen Feuchtigkeitsmesser für Holz kaufen. Zwei gute Angebote sind zum einen das Gerät von Wolfcraft, erhältlich bei Amazon, und zum anderen der Feuchtigkeitsmesser bei Westfalia.
Neben der Feuchte spielt untergeordnet auch die Holzart eine Rolle. Bei den Laubbäumen haben Buche, Eiche und Robinie den höchsten Heizwert, Pappel, Weide und Erle den geringsten. Von den Nadelhölzern liefern Lärche und Kiefer mehr Energie als Fichte und Tanne.
Eine weitere Möglichkeit, sich einen Kamin ins Heim zu holen, ist der Ethanol Kamin. Dieser benötigt weder einen Schornstein, noch eine Genehmigung, sondern kann überall im Haus aufgestellt werden. Die Verbrennung von Ethanol bietet weiterhin den Vorteil, dass keine Rückstände entstehen. Beachten muss man allerdings, dass ein Ethanol Kamin keineswegs dieselbe Heizleistung wie ein mit fossilen Brennstoffen betriebener Kamin erbringt. Allein dadurch, dass ein Ethanol Kamin Kohlenstoffdioxid und Wasser produziert, muss dort, wo der Kamin aufgestellt ist, ständig gelüftet werden. Zudem knistert der Ethanol Kamin nicht, weil darin kein Holz verbrannt wird. Der Ethanol Kamin ist daher ein reiner Dekokamin und sollte nur als ein solcher angeschafft werden.
Das Haus ist fertig, die Einrichtung perfekt, die Dekoration liebevoll arrangiert – und trotzdem fehlt noch das Highlight im Wohnbereich, das an kühlen Tagen Körper und Seele wärmt.
Eine schöne Feuerstelle ist durch nichts zu ersetzen. Und egal, ob Sie’s romantisch, durchgestylt oder antik mögen – für wirklich jeden Geschmack gibt es das passende Serienmodell oder Einzelstück.
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