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Ein Fest für alle Sinne: Man kann die Flammen beobachten, das Knacken des Holzes hören, die Wärme spüren. Formvollendet verbreitet der Kaminofen Gemütlichkeit und hilft überdies noch, Energie zu sparen. Wie ein Kaminofen aufgebaut wird, das sehen Sie hier.

Bei der Auswahl eines Kaminofens orientierten sich die Hausbesitzer Julia und Philipp Holtmann an ihrem jungen, modernen Wohnstil. Mit „Lima“ von Hase fanden sie ein Modell, das durch seinen schlanken Ofenkörper schnörkellos wirkt, gleichzeitig aber durch das feine Rillenprofil eine lebendige Struktur erhält. Mit der Keramik-Ausführung in unterschiedlichen Farben kann der Ofen perfekt an den Einrichtungsstil angepasst werden; alternativ ist „Lima“ auch in Specksteinausführung erhältlich. Kaminofen „Lima“ erzeugt eine Nennwärmeleistung von 6 kW, was je nach Isolierung des Gebäudes zur Beheizung von 48 bis 124 Kubikmeter Wohnraum ausreicht. Je nachdem, wie viel Holz man in den Ofen hineinlegt, variiert die Wärmeleistung. Zu den Besonderheiten von „Lima“ gehört seine Drehbarkeit um den Winkel von 180°, sodass die Familie das Sichtfenster zum Feuer stets auf den gewünschten Aufenthaltsort ausrichten kann. Der Kaminofen darf allerdings aus Sicherheitsgründen nicht während der Befeuerung gedreht werden. Ein weiteres Highlight ist die markante, aus besonders langlebigem Gusseisen gefertigte Feuerraumtür.






Bei brennbaren Böden – wie in unserem Fall Holz – ist eine feuerfeste Bodenplatte vorgeschrieben, die zur Seite mindestens 30 cm und nach vorne mindestens 50 cm über den Feuerraum hinausragen muss. Die Bauherren haben sich für Glas entschieden, da es die Optik des Ofens und die Einrichtung nicht beeinträchtigt. Aus Sicherheitsgründen muss im Strahlungsbereich der Feuerraumscheibe zu allen brennbaren und wärmeempfindlichen Materialien wie Sofa, Vorhänge etc. ein Mindestabstand von 80 Zentimetern eingehalten werden. Außerhalb des Strahlungsbereichs an den Seiten und hinter dem Ofen gilt ein Mindestabstand von 20 Zentimetern – hier zu den tapezierten Wänden. Hase empfiehlt vor dem Aufstellen eines Ofens mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger zu sprechen. Er berät über die jeweiligen baurechtlichen Vorschriften, erteilt die Genehmigung und führt die Abnahme durch.






Feuer braucht Luft zum Verbrennen, die ein Kaminofen normalerweise aus dem Wohnraum nimmt. Da aber das Haus in diesem Fall schlichtweg zu dicht ist, wäre ein genügender Luftaustausch nicht mehr zu gewährleisten gewesen – Niedrigenergiehäuser benötigen daher eine separate Luftzufuhr. Der Kaminofen bezieht dann seine Frischluft nicht aus dem Wohnraum, sondern direkt von außen. Die fachgerechte Zufuhr der Verbrennungsluft wird durch das Hase-Luftsystem sichergestellt. Das System besteht aus einer speziell entwickelten Lüftungs- und Regeltechnik innerhalb des Kaminofens und einem Verbindungskanal in die Außenwand. Der Rohrdurchmesser für das Hase-Luftsystem beträgt zehn Zentimeter, der Rauchrohrdurchmesser 15 Zentimeter. Die Rauchrohre werden für den Anschluss an den Schornstein auf das passende Maß geschnitten. In der Regel werden die Rohrstücke nur ineinandergesteckt und sind damit dicht. Im Fall eines drehbaren Ofens wie in unserem Beispiel werden sie zusätzlich verschraubt.





Bevor das erste Feuer angezündet wird, geben die Monteure der Familie eine kleine Einweisung in die Bedienung ihres neuen Ofens. Reisig und kleine Holzscheite sind gute Anzündhilfen. Das schönste Kaminofenfeuer erhält man mit Buchenscheitholz. Harzreiche Nadelhölzer (z. B. Fichte, Kiefer, Tanne) neigen zum Funkenflug und es entsteht eine feine Flugasche, die beim Öffnen der Feuerraumtür aufgewirbelt werden kann. Umweltfreundlich und sauber brennt der Kaminofen „Lima“ mit naturbelassenem, trockenem Scheitholz. Das Feuer lässt sich mit zwei Luftschiebern ganz einfach regulieren. Einmal eingestellt, brennt das Feuer selbstständig und gleichmäßig. Die Primärluft wird von unten durch den Rost in den Feuerraum geleitet. In der Anfeuerungsphase wird dadurch schneller die notwendige Feuerraumtemperatur erreicht. Die Sekundärluft wird durch Luftkanäle im Ofen von oben in den Feuerraum geleitet. Sie führt den für das vollständige Abbrennen der Holzgase vorgewärmten Sauerstoff in den Feuerraum und vermindert die Rußbildung an den Feuerraumscheiben.
Als das Holz schnell anbrennt und der Ofen gut zieht, gibt es ringsum zufriedene Gesichter. Bereits nach kurzer Zeit breitet sich eine behagliche Wärme im gesamten Erdgeschoss des Hauses aus.
Fotos: Gerhard Bäuerle
Kaminofen: Lima
Abmessungen: 120,6 cm hoch, 48 cm breit, 48 cm tief
Leistung: 3,1–6,6 kW
Gewicht: ca. 150 kg, mit Keramik ca. 200 kg, mit Speckstein ca. 230 kg
Preis: Für die Keramik- und Specksteinausführung 3980 Euro
Hersteller:
Hase Kaminofenbau GmbH
Niederkircher Straße 14
54294 Trier
Tel.: 06 51/82 69-0
Fax: 06 51/82 69-118
Internet: www.kaminofen.de
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