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Raumkühlung im Sommer ist ein buchstäblich heißes Thema: Im Zuge massiv steigender Energiekosten kann es sich kaum noch jemand leisten, altertümlich-schnaufende Klimaanlagen zur Raumtemperaturabsenkungen mit Unmengen an Strom zu füttern. Wir zeigen Ihnen daher einen Methode, die schon die Römer kannten und die absolut ohne oder, wahlweise, mit nur minimalem Energieeinsatz funktioniert: Der Luftbrunnen.
Dieser nutzt die natürliche Erdkühle aus, ähnlich wie ein Tiefkeller, und sorgt für frische Luft im Haus – ganz natürlich, ohne stromfressende Aggregate.
Bevor Sie einen Luftbrunnen in Ihrem Garten bauen können, müssen Sie einige Erkundigungen einziehen:
Werkzeuge:


Zunächst müssen Sie eine ganze Menge graben: Schachten Sie an einer Stelle, wo die Umgebungsluft möglichst wenig von Abgasen beeinträchtigt wird (z.B. im hinteren Garten) eine 250 cm tiefe und 100 cm breite Grube aus. Von dieser Grube aus geht in etwa 50 cm Höhe vom Grubenboden aus gesehen der Rohrschacht zur Kellerwand ab, der die Luftversorgung sicherstellt.
Kleiden Sie nun die gesamte Grube sorgfältig mit Teichvlies aus, dies verhindert das Eindringen von Erdreich, Pflanzen und Ungeziefer in den Luftkreislauf.
Auf dem Boden der Grube werden nun die 17 Drainageröhren à 30 cm radial ausgelegt, sodass in der Mitte ein Kreis von etwa 30 cm Durchmesser entsteht.
Wie in den beiden obenstehenden Zeichnungen verdeutlicht, wird aus den beiden Kunststoffplatten eine Einlegevorrichtung für die Einmündungen der Luftschläuche gebaut. Die Drainagerohre werden ringsum in die Konstruktion eingelegt. Anschließend wird oben mithilfe einer 90-mm-Lochfräse der Zugang zum Luftrohr geschaffen; dieses wird hier eingeschoben und in 50 cm Höhe mit einem Winkelstück zum Haus-Luftzuleitungsschacht abgeknickt. Das Luftrohr wird mit Montageklebstoff rings um die Durchlassung im Luftsammler verklebt.
Anschließend wird die Grube mit Kies aufgefüllt, bis zum Rand. Den Abschluss bildet erneut eine runde Bahn Teichvlies, anschließend kann oben auf den Schacht Erde gestreut und Rasen gesät werden – all dies dient der natürlichen Luftfilterung durch Gras, Erde und Kiesschicht.

Das im Keller ankommende Rohr muss nun noch um ein weiteres Rohr an einer anderen Seite des Kellers ergänzt werden; dieses darf durchaus höher liegen (ca. 30 cm Erdtiefe) und dient der Abluftabfuhr in der Anlage. Das Rohr sollte zum Regenschutz mit einer Haube versehen werden; beispielsweise aus dem Ofenbauzubehör.
Nun kommen die bereits im Haus verlegten Rohrleitungen zum Einsatz. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, dass die Abluft oben im Zimmer abgesaugt wird, frische Luft wird unten eingeleitet.
Im Keller kommen die Luftmassen zusammen: In den Luftsammler ragen von oben die beiden Hausverteilungsrohre hinein (siehe Übersichtszeichnung), von der Seite kommen das Zu- und Abluftrohr. Im Zuluftrohr und im Abluftrohr wird jeweils ein Rohrventilator montiert; selbstverständlich soll der Zuluftventilator Luft in den Kasten führen, der Abluftventilator die Luft aussaugen.
Wenn alles fertig verlegt und verrohrt ist, kann die Anlage in Betrieb gehen. Die beiden Ventilatoren werden eingeschaltet; die Luft wird nun durch das Kiesbett eingesaugt, durchs Haus geleitet und hinter dem Haus wieder ausgestoßen. Die durchs Haus geleitete Luft ist weitgehend pollen- und schadstofffrei und selbst bei 30 °C Außentemperatur je nach Bodenbeschaffenheit nur etwa 16 °C warm.
Wir wünschen Ihnen viel Freude an Ihrem zusätzlichen Wohnkomfort.
Zum Thema Lüften halten wir unter anderem folgende Artikel für Sie bereit:
Zurück zum Thema: Lüftung und Klima
oder zum Oberthema: Heizung & Haustechnik
Ausgabe: 5-6/2012
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Ausgabe: 5-6/2012
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Ausgabe April/Mai 2012
Ausgabe: 2-3/2012
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