Lichtdesign

Neben dem Tageslicht – das für unser Wohlbefinden unersetzlich ist – spielt künstliches Licht in der Wohnung eine wichtige Rolle. Lampen und Licht sind Gestaltungselemente, ohne sie gäbe es weder Komfort noch Sicherheit.

Und das Lichtermeer leuchtet in allen Formen und Farben: Klassische Lampenschirme behaupten sich gegen Hightech-Design, kleine Spots strahlen mit Seilsystemen um die Wette, Stehleuchten brillieren neben hängenden Modellen. Leuchten-Entwürfe gehören zum guten Ton unter den Designern. Reine Nutzgegenstände verwandeln sich auf diese Weise in Design-Objekte mit emotionaler Wirkung. Das Spiel mit durchsichtigen und halbtransparenten Materialien, mit Licht und Farbe fasziniert.

Je nach Raumsituation und Stimmung setzt man mal mehr auf weißes ... (Foto Osram)
... oder auf farbiges Licht. (Foto Philips)

Licht braucht ein gutes Konzept

Die Beleuchtung ist ein ebenso wirksames Gestaltungselement der Innenausstattung wie Farben und Oberflächen. Ein gutes Lichtkonzept ist aber nicht mit großer Helligkeit gleichzusetzen. Ausschlaggebend ist nicht allein das Design der Leuchte, sondern ihre Platzierung im Raum, die Farbwiedergabe und die Beleuchtungsstärke. Ein Arrangement aus unterschiedlichen Leuchten verleiht einem Raum mehr Stimmung als eine einzelne Lichtquelle.

Licht aus verschiedenen Quellen.
Licht aus verschiedenen Quellen, kombiniert mit farbigen Flächen schafft Gemütlichkeit. www.licht.de

Licht aus verschiedenen Quellen

Experten empfehlen drei, besser noch vier oder fünf unterschiedliche Lichtquellen für die Beleuchtung eines Raumes. Für die Grundbeleuchtung, die den Raum übersichtlich ausstrahlt, eignet sich indirektes Licht, z.B. mittels Deckenstrahlern. Daneben benötigt man dann noch einzelne Akzentleuchten: für den Tisch, zum Lesen, im Regal und als Spots für bestimmte Gegenstände. So werden Objekte oder einzelne Bereiche aus dem allgemeinen Beleuchtungsniveau hervorgehoben – es entstehen optische Schwerpunkte, die dem Auge ein Ziel bieten und den Blick festhalten, der Raum wird strukturiert.

Zusätzlichen Komfort bieten Dimmer, mit denen die Helligkeit nach Wunsch reguliert werden kann. Als sehr flexibel erweisen sich Seil- oder Stangensysteme mit einer Kombination aus Strahlern mit breit streuendem Licht für die Grundbeleuchtung und Spots für die gezielte Anleuchtung ausgewählter Objekte.

Einzelne helle Zonen, die durch gebündelte Strahlen geschaffen werden, bezeichnet man als Lichtinseln. Sie lenken auf elegante Weise von weniger attraktiven Ecken ab. Darüber hinaus werden Leuchtobjekte, bei denen das Design im Vordergrund steht, zum Hingucker. Als eigenständige Lichtskulpturen ziehen sie das Interesse des Betrachters auf sich. Erst die geschickte Kombination all dieser Komponenten führt zu einer faszinierenden Lichtinszenierung.

Wandleuchten

Wandleuchte aus Glas und Metall
Gebürtstetes Metall mit Glasaufsatz.. betrieb mit Halogen-Leuchtmitteln. Foto: Heine
Wandleuchte mediterran
Lampenschirm aus Muranoglas, Gestell aus lackiertem Metall. Foto: Heine
Wandleuchte dimmbar
Wandleuchte 'Clapp', Stahlblech silbern eloxiert, dimmbar. Foto: Ikarus

Stehleuchten

Stehleuchte mit Glasschirm
Stehleuchte 'Lumiere' mit Glasschirm. Foto: Foscarini
Stehleuchte mit Chromständer
Stehleuchte mit handgewebtem Lampenschirm. Foto: View

Licht und Farben

Farben wirken bei künstlicher Beleuchtung anders als bei natürlichem Licht. Umgekehrt beeinflusst der Ton der umgebenden Wände und Materialien auch das Raumlicht. Dunkle Farben und grobe Oberflächen reflektieren weniger, sie 'schlucken' das Licht.

Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben. Ideal für den Wohnbereich ist eine warmweiße (2700 Kelvin) Beleuchtung, die im Gegensatz zum bläulich bestimmten Tageslicht einen großen gelb-roten Anteil hat. Tageslichtweißes (6000 Kelvin) Licht, hebt Kontraste sehr gut hervor und sorgt für eine naturgetreue Farbwiedergabe. Deshalb ist es überall dort angebracht, wo Aktivität im Vordergrund steht und Konzentration gefordert ist. Die Werte stehen auf der Verpackung der Leuchtmittel.

Außerdem spielt die Farbwiedergabe der Lampen eine Rolle. Sie informiert, wie natürlich eine Farbe im künstlichen licht erscheint und wird in sechs Güteklassen eingeteilt. Vor allem über dem Essplatz muss die Farbwiedergabe stimmen, sonst kann es Ihnen passieren, dass Ihre Gäste bei grauen Artischocken und blaustichigen Garnelen den Appetit verlieren.

Glühbirnen-Wechsel
Foto: Osram

Lampen und Sicherheit

Oberstes Gebot bei Lampen aller Art – wie bei allen elektrischen Geräten – ist die Sicherheit. Achten Sie bei den Leuchten auf das VDE-Prüfsiegel. Modelle mit Vorschaltgeräten sollten das Funkschutz- und das F-Zeichen tragen. Bei Antiquitäten sollte auch die Elektrik generalüberholt und mit neuen, dem heutigen Standard entsprechenden Kabeln versehen worden sein. Nur dann erfolgt der Anschluss an vorhandene Leitungen problemlos. Neben der Auswahl von Design und Leuchtmitteln spielt auch die Planung der Lichtsteuerung eine große Rolle. Durch getrennt schaltbare Fassungskreise und Dimmung lassen sich einfach die gewünschten Lichtwirkungen erzielen.

Weiterführende Informationen

Weiter zum Thema: Lichtplanung

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Lampen und Licht sind zu einem wesentlichen Gestaltungselement unseres Alltags geworden und spielen insbesondere bei der Planung von Wohn- und Arbeitsräumen eine große Rolle. Ohne Licht sind Komfort und Sicherheit unvorstellbar, geschweige denn Ambiente.

Glühlampen, Halogenspots und Kompaktleuchtstofflampen in unterschiedlichen Formen, Leuchtstärken und mit verschiedenen Sockeln machen die Auswahl von Leuchtmitteln nicht einfach. Diese Vielfalt jedoch hat gute Gründe: Für jeden Beleuchtungsfall gibt’s die optimale Lampe.

Kronleuchter und Lüster gibt es entweder als restaurierte Originale, als auf alt gemachte Nachbildungen oder als auf moderne Weise interpretierte Designstücke. Längst interessieren sich mehr nur Altbaubesitzer dafür.

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