Noch heute zieren viele Fachwerkhäuser aus dem Mittelalter so manche Stadtbilder. So schön diese Häuser von außen anzusehen sind, innen ist der Raum meist sehr begrenzt, sowohl was die Größe, als auch die Höhe der Zimmer betrifft. Logisch, damals brauchte man zum Wohnen noch nicht so viel Platz wie heute. Wer Fachwerkhäuser liebt, auf eine ausreichende Größe aber nicht verzichten möchte, der kann sich die gute alte Zeit mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln ins 21. Jahrhundert holen: Denn moderne Fachwerkhäuser gibt es mittlerweile als Holzfertighäuser.
Die Gestaltung eines Fachwerkhauses von heute ist vielseitig. Jedes Haus basiert auf einem Konstruktionsraster von 1,15 Metern. Darunter versteht man die senkrechten Stützen und waagrechten Balken, die als sogenannte Binder ein Holzskelett bilden. Dieses kann ganz nach den Wünschen der Hausherren angelegt werden. So entstehen sehr große Räume, da Zwischenwände, die nicht als tragende Wände dienen, einfach weggelassen werden können, aber auch halbhohe oder sogar raumhohe Verglasungen sind möglich und durch Abschleppungen an den Traufseiten kann das Haus zudem erweitert werden.
Möchte man den Garten mit in den Wohnbereich integrieren, kann der Übergang durch Balkone, Dachüberstände, Pergolen, Glasfüllungen oder Blumenkästen nahezu fließend gestaltet werden. Landschaftsarchitekt Hans-Gerd Kleymann von Davinci Haus weiß: „Der Garten bestimmt das Lebensgefühl auch in den Innenräumen mit. Die Berücksichtigung der Jahreszeiten ist uns darum bei seiner Anlage besonders wichtig.