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Architekt und Bauherrschaft fanden sich per Zufall. Gemeinsam entwickelte man das Raumprogramm des Hauses. Einen bestimmten Ablauf hatten die Bauherren bereits im Kopf: Von der Garage in den Hauswirtschaftsraum, dann folgt die Küche, danach der Ess- und Wohnbereich.
Auf die Idee, das Ganze in Form eines Durchgangs umzusetzen, kam der Architekt. "Wir machten wirklich konkrete Vorgaben, die der Architekt dann umsetzte", erklärt Carsten Hintze. Das kam nicht von ungefähr.
Die Bauherren hatten unzählige Zeitschriften durchgeblättert, außerdem ist Carsten Hintze seit vielen Jahren im Einrichtungsbereich tätig und beschäftigt sich beruflich intensiv mit den Themen Gestaltung, Raumwirkung, aber auch praktischer Nutzen. Daher stammt auch sein Ansatz: "Das Haus muss nicht nur schön, sondern auch praktisch sein, und vor allem kindgerecht."
Eine der Vorgaben lautete: keinen Keller! Zum einen aus Kostengründen, zum anderen, weil sich dort ohnehin vor allem viel "Müll" ansammelt. Das Haus bietet genug Quadratmeter, man muss den Stauraum nur nutzen, meinen die Bauherren. Dafür ließen sie zahlreiche Nischen mit unterschiedlichen Schiebetüren aus dem "Inova-Raumsystem" einplanen.
Auch diese Lösungen legten die Bauherren bereits im Vorfeld detailliert fest. Gartengeräte und Ähnliches lassen sich in einem Geräteraum hinter der Garage verstauen.



Die Planungsarbeit konnte nach drei bis vier Monaten bereits zum Abschluss gelangen, die Skizzen wurden nur wenige Male überarbeitet oder geändert. Mithilfe der Pläne und Aufrisszeichnungen konnte sich das Bauherrenpaar das Haus ganz gut vor stellen.
Bei der Gestaltung der Innen räume verließen sich Hintzes ganz auf ihre eigene Geschmackssicherheit: "Wir wussten genau, was wir wollten", lautete das Credo.
Nur beim Bad fielen angesichts der riesigen Auswahl an Fliesen und Sanitärobjekten die Entscheidungen etwas schwerer. Letztendlich fiel die Wahl auf Feinsteinzeug, mit dem auch die Dusche ausgekleidet wurde.
Aus Gründen der Einheitlichkeit besteht der Boden im gesamten Erdgeschoss aus dem gleichen Stein. In Schlaf-, Kinder- und Arbeitszimmer sorgt ein Teppichboden für Gemütlichkeit, er wird aber auch nicht mit Schuhen betreten.
Mancher mag auch an Trittschall denken, aber der ist bei den Betondecken kein Thema. Das Haus ist nicht hellhörig, aber ohne textile Ausstattung gibt es einen Hall in den Räumen. Die Wände wurden mit gestucktem Putz verkleidet, der auch kleine Macken verzeiht und zudem natürlich wirkt.
Die Bauherren legten Wert auf ein stimmiges Gesamtbild und aufeinander abgestimmte Details. Gerade Textilien wie die Flächenvorhänge sorgen für Wohnlichkeit. Nicht zu vergessen das Thema Licht.


Änderungen während der Planungs- oder Bauphase hielten sich daher in Grenzen. Die Fensterfront in der Küche beispielsweise war ursprünglich kleiner, geteilt und mit einem Fensterflügel zum Öffnen. Dann entschieden sich Hintzes für eine großzügige, durchgehende Festverglasung, die viel Tageslicht in die Küche lässt, schöne Ausblicke bei der Arbeit gewährt, und das Lüften kann auch über Querlüftung über die angrenzenden Räume erfolgen.
Als der Rohbau bereits stand, fiel den Bauherren auf, dass der Flur viel zu dunkel erschien. Nachträglich wurde hier dann noch ein bodentiefes Fenster eingebaut.
Drittes Beispiel: Die letzte Treppenstufe ragt in das Wohnzimmer hinein. Eigentlich hätte das Wohnzimmer deshalb einen halben Meter kürzer ausfallen müssen. Aber Carsten Hintze hatte eine bessere Idee: In dem Bereich über der Sitzecke erfolgte eine Abhängung der Decke in Trockenbauweise, die die indirekte Beleuchtung aufnimmt.
Fotos: Stefan Fister
Wärmepumpe und Lüftungsanlage: LWZ Sol 403 von Stiebel Eltron
Armaturen: in der Küche Blanco, im Bad Keuco
Flächenvorhänge, Jalousien, Rollos: Teba
Küche: Eggersmann
Einbaugeräte Küche und HWR: Miele
Zimmertüren: KTM
Sofa: Ligne Roset
Wohnzimmer: Esstisch, Sideboard, Leuchten, Couchtisch, Teppich: Christine Kröncke Interior Design, München
Innensysteme, Schiebetüren: inova
Bad: Spiegelschrank und Waschtisch von Keuco
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