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Planung der Bauherrn – für alle Fälle gerüstet

Vorausschauend setzten sich die Bauherren auch mit der Zukunft auseinander. Der Sohn kommt heute bestens mit seinem kleinen Kinderzimmer klar, hält er sich ohnehin meistens im Erdgeschoss bei den Eltern und im Sommer draußen auf. Doch wenn er älter wird, steigt vermutlich auch sein Platzbedürfnis, und er bringt Freunde mit nach Hause.

Daher schafften seine Eltern jetzt schon die Möglichkeit, das Arbeitszimmer und das Kinderzimmer zu einem großen Jugendbereich zusammenzulegen. Die Wand aus Gipsplatten ist schnell entfernt. "Man baut für viele Jahrzehnte und fragt sich schon, wie lebe ich später in dem Haus", erklärt Carsten Hintze.

Kleiderschrank mit "inova-Raumsystem" offen
Über ca. 2/3 der Flurlänge im Obergeschoss erstreckt sich ein Kleiderschrank. Durch das "inova-Raumsystem" sind nicht nur alle Kleidungsstücke sofort griffbereit...
Kleiderschrank mit "inova-Raumsystem" geschlossen
... sondern alles sieht stets perfekt aufgeräumt aus. Ausführung wie die Schiebetür im Bad.
Garderobe mit eleganter Schiebetür
Auch die Garderobe "verschwindet" auf Wunsch hinter eleganten Schiebetüren aus Einscheibensicherheitsglas in RAL lackiert.

Sicherheit kann man planen

Das eigene Haus soll ein sicheres Zuhause sein. Und Sicherheit kann man planen. Hintzes haben sich für eine zusätzliche Sicherheitstür für ihren Schlafbereich entschieden. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Einbrecher ins Haus gelangen würden, stünden sie hier vor einer unüberwindbaren Barriere.

Der Albtraum gerade vieler Frauen, im Schlaf überrascht zu werden, hat ein Ende. Per Telefon kann aus dem Schlafbereich jederzeit Hilfe gerufen werden. Wer sich Sicherheitsfeatures wünscht, muss seinen Architekten rechtzeitig briefen.

Badezimmer
Die Schiebetür verleiht Bad und Schlafzimmer ein leichtes, transparentes Flair, lässt Tageslicht durch, schließt bei Bedarf aber auch blickdicht. Ausführung in Verbundsicherheitsglas mit weiß matter Folie.
Schiebetür ersetzt Zimmertür
Diese Schiebetür ersetzt eine Zimmertür und "parkt" in einer Wandtasche. Der Übergang vom Schlafzimmer zum Bad ist somit praktisch gelöst.

Voller Einsatz im Hausbau

Catharina und Carsten Hintze kümmerten sich intensiv um ihren Hausbau. "Abends bin ich immer über die Baustelle gegangen, und über die gesamte Bauphase hinweg habe ich dem Architekten bestimmt 300 Mails geschrieben", berichtet der Bauherr, der alles, was ihm nicht verständlich war, erklärt haben wollte.

Für den Architekt war das nicht lästig, sondern im Gegenteil eine gute Hilfe, da er so selbst immer über die Vorkommnisse auf der Baustelle informiert war. "Es ist die Pflicht des Bauherrn hinterher zu sein. Ich habe gelernt, dass man alles kontrollieren muss", stellt Carsten Hintze fest.

So akzeptierte er die Fliesenarbeiten auf dem Küchenboden nicht. Dadurch, dass die Fliesenleger auf der falschen Seite begonnen hatten, kam es gerade im Durchgang zum Esszimmer an der eingelassenen Bodenschiene zu einer unschönen Stückelung der Fliesen. Die Arbeiter mussten die Fliesen wieder entfernen und neu verlegen.

Bei einem Rundgang durch das Badezimmer bemerkte der Bauherr eines Abends, dass in der flächenbündigen Dusche die Duschwanne einen Zentimeter überstand - eine völlig inakzeptable Stolperfalle.

Sofa von "Ligne roset"
Unter der abgehängten Decke steht ein Sofa von "Ligne roset" mit Recamiere.
Flächenvorhänge von "Teba"
Die weißen Flächenvorhänge von "Teba" erstrecken sich über die komplette Breite des Wohnraums und lassen sich individuell verstellen, so dass die Lichtverhältnisse auch zum Genießen des großen Fernsehbildschirms stets optimal sind.

Gerade mit Speziallösungen wie zum Beispiel der flächenbündigen Innentüren hatten die Handwerker so ihre Probleme. "Hier muss man ganz genau vorgeben, wie man es haben möchte, und das auch nachprüfen", weiß das Bauherrenpaar.

Zu gut kennen sie auch die Kommentare "Das geht nicht", wenn etwas Neues ansteht, und am Ende ging’s doch. Als Bauherr muss man Beharrlichkeit lernen. Und alles schriftlich festhalten, betont Carsten Hintze, "wenn der Architekt meiner Mail nicht widersprochen hat, hat er sie akzeptiert!". Nach sechsmonatiger Bauzeit fand dann termingerecht der Einzug statt.

Aus eigener Erfahrung - guter Rat an andere Bauherrn

Aus ihrer eigenen intensiver Erfahrung heraus, raten Hintzes alle anderen Bauherren: "Immer Präsenz zeigen! Zu unterschiedlichen Zeiten auf der Baustelle erscheinen und immer nachfragen, was gerade gemacht wird." Man muss sich interessiert zeigen, durchaus kritisch, aber gute Arbeit auch loben – in etwa so lautet das kleine Einmaleins der Baustellenpsychologie.

Als Basis für den Erfolg  gelten auch klare Aussagen an den Architekten. Was den Umgang mit Behörden betrifft, haben Hintzes gelernt, dass man auf keinen Fall schnell nachgeben oder gar aufgeben darf. Ihnen wurde als Farbe für die Dachpfannen Terrakotta vorgegeben, ihr erster Antrag wurde abgewiesen, doch sie ließen nicht locker, bis sich herausstellte, dass diese Vorschrift für ein ganz anderes Baugebiet galt.

Bauen ist zeitintensiv, nicht nur durch die vielen Baustellenbesuche, sondern auch durch viel Arbeit am Schreibtisch. Dazu zählt auch die akribische Kontrolle von Stundenzetteln und Rechnungen. "Bei den größten Posten wie Rohbau und Sanitär/Heizung sollte man Festpreise vereinbaren", rät der Bauherr. Und auch die Investition in einen guten Architekten lohne sich, weil dieser bei seinen Ausschreibungen wieder Kosten einspare.

Fotos: Stefan Fister

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