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Ob zum Arbeiten, für Gäste oder z. B. die Großeltern – abgetrennte Bereiche im
Haus machen aus vielfältigen Gründen Sinn. Von Anfang an bei der Planung
berücksichtigt, entsteht trotzdem ein harmonisches Ganzes und kein Stückelwerk.
Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander ist in der Regel eine strikte Trennung zwischen dem Privatbereich der Familie und dem Arbeits- oder Gästetrakt. Damit wird sichergestellt, dass keine gegenseitigen Störungen verursacht werden. Räumlich lässt sich dies am besten mit einer separaten Einliegerwohnung lösen, die neben, über oder unter der Hauptwohnung angeordnet werden kann.

Egal, wie nah einem die Gäste stehen, wenn diese ständig durchs Wohnzimmer müssten, um in ihr Zimmer zu gelangen, wäre ein Konflikt früher oder später vorprogrammiert. Ideal ist also ein Zugang zum Gästezimmer direkt von der Diele aus. Auch die gemeinsame Nutzung des Familienbades führt in der Regel zu Konflikten. Erst recht, wenn z.B. Großeltern dauerhaft mit unter einem Dach wohnen sollen – was unbezweifelt seine Vorteile hat –, muss für eine eigenständige Wohneinheit jeder Generation gesorgt werden, um Meinungsverschiedenheiten von Anfang an zu vermeiden.

Der Bebauungsplan ist die Grundlage dafür, wie gebaut werden darf. Gilt für Ihr Grundstück die Vorgabe„reines Bauland“, dürfen Sie weder ein großes Büro mit mehreren Mitarbeitern noch ein Lärm verursachendes Handwerksatelier betreiben. Erkundigen Sie sich deshalb rechtzeitig bei der Baubehörde, welche Auflagen für Ihren Neubau gelten. Dann müssen Sie sich darüber klar werden, welche Größe der Arbeitsbereich haben soll. Wenn mit Kundenbesuch zu rechnen ist, müssen Sie an Gäste-WC, Wartebereich, Empfang und eine Teeküche denken. In diesem Fall schreibt Ihnen die Behörde den Nachweis von Parkplätzen auf Ihrem Grundstück vor. Das Lösungsangebot der Haushersteller für die Integration der Arbeitsstätte reicht vom Büro unter dem Dach über ein separates Arbeitszimmer bis hin zu einer Raumreserve beispielsweise auf der Galerie. Möchten Sie das Dachgeschoss oder den Keller erst später zu Büroräumen ausbauen, muss dennoch von vornherein auf eine ausreichende Belichtung und auf bestehende Vorschriften beispielsweise bezüglich der Raumhöhe, Fluchtwege oder Fenstergrößen geachtet werden. Eine moderne Bürokommunikation und die Beleuchtung erfordern unter Umständen eine umfangreiche Elektroinstallation, Kabelschächte sowie eine abgestimmte Verbindung zur Haustechnik des Wohnbereichs.



Ist ein separater Arbeitsraum gar nicht nötig, kann ein Plätzchen für Kollege Computer in einem Teil des Wohnzimmers eingerichtet werden. Interessant ist auch ein Schreibplatz auf einer gut belichteten Galerie. Oder man räumt im Schlafzimmer eine Ecke frei. Bei der Entscheidung für den künftigen Standort des Schreibtisches sollten Sie sich Gedanken machen, ob Sie ungestört arbeiten wollen, fernab des normalen Familienbetriebs, oder ob Sie nebenbei die Kinder im Auge behalten möchten. Die steuerlichen Vorteile können sich sehen lassen. Denn bei einem teilweise geschäftlich genutzten Eigenheim lassen sich sowohl die Baukosten als auch die Zinsen anteilig als Betriebskosten geltend machen. Machen Sie sich schon vor der Planung mit den Auflagen vertraut, die für eine geschäftliche Nutzung gelten.
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