Gewinner der Finanzkrise ist die Immobilie
Eindeutige Gewinner der aktuellen Finanzmarktkrise sind Immobilien. Dieses Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Deutschen Poroton, dem größten Ziegelverband Deutschlands, wurde im Umfeld der „Eigentum & Wohnen“ in München veröffentlicht. Demnach würden 78 Prozent der Befragten in Zukunft ihr Geld lieber in Häuser als in Finanzanlagen stecken. Während nach Schätzungen der „Bank of England“ in der Finanzkrise bisher die gewaltige Summe von 2.800 Milliarden Euro vernichtet wurde, sind Haus- und Grundstückswerte in guten Lagen nahezu gleich geblieben. Dementsprechend flüchten Anleger bevorzugt in den sicheren Hafen der Immobilien. Das bestätigt auch Hans Scheidecker, einer der größten Immobilienentwickler im Westen Münchens; „Die Nachfrage nach hochwertigen Objekten steigt deutlich an. Als Kapitalanlage war die sichere Immobilie schon lange nicht mehr so gefragt wie heute.“
Genauso sieht dies der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Poroton, Johannes Edmüller: „Die Immobilie bekommt nun endlich wieder den Stellenwert, der ihr gebührt. Das Platzen der Finanzblase hat Anleger schlagartig ernüchtert. Heute setzen sie wieder mehr und mehr auf eine solide Wertanlage, auf energiesparende Häuser aus Poroton-Ziegeln in guter Lage“, so Edmüller.

Kaufen oder mieten? Diese Frage stellen sich viele im Alter ab 30 und treffen dann eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Turbulenzen und Geldverluste am Aktienmarkt lenken den Blick heute wieder auf sichere Geldanlagen wie das eigene Haus. Neben der Selbstverwirklichung können Bauherren in aller Regel auf die sehr angenehmen Mitnahmeeffekte der Wertsteigerung und Zukunftsvorsorge rechnen. In einer aktuellen Vergleichsstudie unabhängiger Finanzberater wurde die Investition von 60.000 Euro als Eigenkapital in ein Haus bzw. als Geldanlage verglichen. Über einen Zeitraum von 30 Jahren tilgen Bauherren den Kredit in Höhe von 360.000 Euro. Bereits zu diesem Zeitpunkt wird das eigene Haus mit 533.000 Euro bewertet. 20 Jahre später sind es schon mehr als650.000 Euro, während der Mieter selbst bei guter Rendite seiner Geldanlage am Aktienmarkt mit diesem Ergebnis nicht mithalten kann. Auch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung kam 2006 zu der Einschätzung, dass Eigentümer im Alter besser gestellt sind als vergleichbare Mieterhaushalte. Immobilienexperten erwarten zudem in den nächsten Jahren weiter ansteigende Mieten und Wohnungsmangel in Ballungsgebieten, vor allem durch den anhaltenden dramatischen Rückgang im Neubaugeschäft.

Viele Fachleute sind sich darüber einig, dass man sein Erspartes nur sicher in Immobilien anlegen kann. Egal, ob man selbst einziehen möchte oder das Haus als reine Kapitalanlage betrachtet. Gerade Immobilieneigentum in ausgesuchten Lagen wird zunehmend gefragter. Das bedeutet ein hohes Wertsteigerungspotenzial und eine solide Zukunftssicherung – auch für den Fall eines Wiederverkaufs.
Um seinen Lebensstandard auch im Alter zu sichern, muss jeder privat vorsorgen. Die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft zwingt zu immer höheren Rentenbeiträgen. Gleichzeitig ist ungewiss, was die zukünftigen Rentner wirklich ausgezahlt bekommen. Rentenhaushalte zahlen zwischen 25 % und 40 % ihres verfügbaren Einkommens für die Miete. Durch eine eigene Immobilie macht man sich von permanenten Mietsteigerungen unabhängig.
Mietfrei im Alter zu wohnen ist die Hauptmotivation vieler Haus- und Wohnungskäufer. Immobilien gelten als sichere und solide Geldanlage mit einer langfristigen Wertsteigerung und einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von ca. 4,6 %. Und bei der Vermietung eigener Immobilien entsteht mit den erzielten Mieteinnahmen eine interessante zweite Miete.

Viele Bauinteressenten und Häuslebauer haben auch die Gefahr der Inflation erkannt. Auch wenn die Inflationsrate im Moment noch sehr niedrig ist, wird sie in den kommenden Jahren - in denen viele noch auf ihre Rente hinsparen - aller Voraussicht nach wieder deutlich steigen. Und schon bei einer Inflation von nur zwei Prozent nimmt die Kaufkraft des Vermögens über die Jahre deutlich ab: 20.000 Euro haben bei einer Inflation von zwei Prozent nach zehn Jahren nur noch einen Wert von heute 16.407 Euro. Immobilien bieten einen guten Schutz vor der Geldentwertung, denn Sachwerte steigen tendenziell mit der Inflation, während Geldvermögen im vollen Umfang vom Wertverlust betroffen ist.
(Quelle: Immobilien Jahrbuch 2009)

Die selbstgenutzte Immobilie geht mit regelmäßigem Sparverhalten einher. Laut einer Studie des Empirica-Instituts haben Immobilienbesitzer im Alter von 55 bis 59 Jahren bei gleichem Einkommen durchschnittlich ein sechsmal größeres Vermögen als Mieter. Das liegt den Forschern zufolge am unterschiedlichen Sparverhalten: Weil Immobilienbesitzer das Darlehen für ihr Haus oder ihre Wohnung abzahlen, bauen sie so ein hohes zusätzliches Vermögen auf, während Mieter zumeist kein konsequentes Sparziel haben und verfügbaren Geld schnell ausgeben.
(Quelle: Immobilien Jahrbuch 2009)
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