Fußboden sanieren

Jahrelang mit Füßen getreten zeigt ein Boden irgendwann einmal Abnutzungserscheinungen. Außerdem entspricht er oft nicht mehr modernen Wohnansprüchen.

Zudem zeigt sich häufig, dass auch Wärme- und Schallschutz von gestern sind. Dann ist nicht nur ein neuer Bodenbelag fällig, sondern auch ein solider, gut gedämmter Unterbau muss her. Wenn die Holzdielen bei jedem Schritt knarren und die Steinfliesen zu Stolperfallen geworden sind, helfen keine oberflächlichen Maßnahmen mehr.

Grundsätzlich sollten Sie vor jedem Belagwechsel einen Blick auf den vorhandenen Unterbau werfen. Generell müssen Fußboden-Untergründe eben, sauber, trocken und tragfähig sein. Ferner sollten sie hinsichtlich des Schall- und Wärmeschutzes dem Stand der Technik entsprechen. Vor größeren Sanierungen ist es in jedem Fall sinnvoll, einen Experten einzuschalten, der den Unterbau fachgerecht beurteilen kann. Er kann auch fundierte Empfehlungen und Alternativen für den Neuaufbau geben – unter Berücksichtigung bauphysikalischer Erfordernisse und statischer Gegebenheiten.

Holzbalkendecke mit Fehlboden Füllung

In Altbauten bestehen die Decken meist aus Holzbalkenkonstruktionen, auf die als Gehbelag einfache Bodenbretter genagelt wurden. Diese sollten bei der Sanierung zunächst entfernt werden. Tauschen Sie vorhandene Fehlbodenfüllungen aus Heu, Stroh oder Häcksel gegen schalldämmende Materialien aus Mineralfaser, Zellulose oder Kokos aus. Bei der Gelegenheit sollte man die Konstruktion auf Nässe und Schädlingsbefall überprüfen. Sind die alten Bodenbretter noch intakt, können sie wieder verschraubt werden und als Basis für den Neuaufbau dienen.

Bodenaufbau im Trockenbau

Gerade auf älteren Holzbalkendecken bietet sich ein Aufbau in Trockenbauweise an. Er bringt keine Baufeuchte ins Haus. Trocknungszeiten entfallen. Zudem sind die Materialien vergleichsweise leicht, so dass die Konstruktionen in aller Regel keine statischen Probleme machen.

Die Unebenheit des alten Bretterbodens gleicht man durch eine eben abgezogene Schüttung aus. Darauf folgen entweder lastverteilende, druckfeste Dämmplatten und Holzspanplatten, die an Nut und Feder verleimt werden. Oder man wählt Trockenestrichelemente aus Gipsfaser oder Gipskarton, die an Nut und Feder verklebt und zusätzlich verschraubt werden. Es gibt sogar Systeme, die den Einbau einer Fußbodenheizung möglich machen.

Die Unebenheiten eines alten Bretterbodens gleicht man durch einfach einzubringendes Schüttmaterial aus. Foto: Perlite
Auf die Schüttung werden die druckfesten Dämmplatten Stoß an Stoß ganz dicht verlegt. Foto: Perlite
Darauf verlegt man die Trockenestrichelemente, die im Falzbereich verklebt und verschraubt werden. Foto: Perlite
Sind alte Bodenbretter noch intakt, können sie nach der Sanierung des Unterbodens wieder als Bodenbelag befestigt werden. Foto: Overmat

Bei erhöhten Schallschutzanforderungen ist eine Beschwerung der Decke, etwa mit Beton-Gehwegplatten, ein probates Mittel. Allerdings muss die Konstruktion für diese Gewichte ausgelegt sein.

Estrich aus Gussasphalt

Zu den gängigen Trockenbau-Varianten gibt's aber Alternativen. Eine gute Renovierungslösung ist der Gussasphalt-Estrich. Gussasphalt ist ein Gemisch aus Steinmehl, Sand, Splitt oder Kies und Bitumen als Bindemittel. Er wird heiß verarbeitet und kühlt innerhalb von zwei bis vier Stunden auf die Umgebungstemperatur ab. Bereits am nächsten Tag kann der neue Fußboden verlegt werden. Je nach Art und Dicke der darunter liegenden Dämmschicht reichen beim Gussasphaltestrich Stärken von nur 25 bis 35 mm. Gleiches trifft auf eine neue Estrich-Variante zu, bei der ebenfalls keine Trocknungszeit, sondern nur eine Abbindezeit einzuhalten ist. Es handelt sich um einen 2-Komponenten-Reaktionsharz-Estrich, der ohne Wasser eingebracht wird.

Hier wird ein Estrich aus Gussasphalt­ auf einer Dämmschicht verlegt. Foto: Gussasphalt

Fließestrich als Heizestrich

Auf Betonböden kommt ein Fließestrich infrage, der sich selber nivelliert und zum Beispiel gut eine Fußbodenheizung aufnehmen kann. Der so genannte Heizestrich umschließt die Heizschlange und sorgt für eine optimale Wärmeübertragung.

Schwimmender Estrich

Wichtig für einen optimalen Trittschallschutz ist, dass der Estrich „schwimmend“ aufgebracht wird. Die Estrichplatte liegt auf einer Dämmschicht und darf umlaufende Wände nicht berühren, damit sich Trittgeräusche nicht auf andere Bauteile übertragen.

Estrich reparieren

Ist ein Estrich bereits vorhanden, gestaltet sich die Renovierung meist unkomplizierter – vorausgesetzt, der Estrich ist noch intakt. Oft weist er aber Risse oder Absenkungen auf. Dann muss ein Fachmann entscheiden, ob und wie der Estrich „gerettet“ werden kann. Möglich ist auch, dass es sich um einen älteren Verbundestrich handelt. Dann sollte man tunlichst etwas zur Verbesserung des Trittschallschutzes unternehmen.

Macht der Estrich nach dem Entfernen der alten Bodenbeläge einen guten Eindruck, reicht es aus, eine selbstverlaufende Nivelliermasse aufzubringen. Sie gleicht kleine Unebenheiten aus und glättet die Oberfläche. Üblich sind auch vollflächige Spachtelungen als Untergrund-Vorbereitung für vollflächig verklebte Beläge.

Estrich ausbessern
Schäden am Boden müssen mit Reparaturspachtelmasse ausgebessert werden. Foto: Knauf
Estrich Risse
Risse im Estrich müssen durch einen Profi fachgerecht geschlossen werden, z.B. mit einem zweikomponentigen Gießharz. Foto: Uzin

Geeigneter Bodenbelag

Die Entscheidung für einen Bodenbelag ist aufgrund des umfangreichen Angebots an Materialien, Qualitäten, Mustern und Farben nicht einfach. Die Auswahl wird leichter, wenn Sie eine Vorauswahl in Hinblick auf die Anforderungen am Einsatzort treffen. So eignen sich Fliesen oder Naturstein im strapazierten Eingangsbereich des Hauses am besten. Auch Treppen und Küchenböden gehören zu den stark beanspruchten Bereichen. In Bädern ist Unempfindlichkeit gegen Nässe gefragt und in Arbeitszimmern darf der Belag unter den Stuhlrollen keine Wellen schlagen. Bei Fußbodenheizung muss grundsätzlich die Eignung berücksichtigt werden.

Ein Parkettboden ist eine werthaltige Investition, Holz gilt als natürlich und robust, verzeiht aber nicht alles. Kleinere Malheurs können schnell behoben werden, aber auch für umfangreiche Renovierungen ist ein Parkett geeignet.

Das Ziel bei dieser Bodenrenovierung: eine großzügige Optik durch eine durchgängige Parkettverlegung ohne Trennfugen auf 150 Quadratmetern in der ganzen Wohnung – und zwar barrierefrei, also schwellenlos.

In manchen Häusern hört man die Katze, wenn sie quer durch das Zimmer über einem schleicht. Selbst solche Leisetreter, sind sie schwer genug, erzeugen Trittschall. Also heißt es: Entweder Katze raus oder Trittschallschutz rein.

Hier gibt es alles über Sockelleisten: Wir Sie Fußleisten montieren und wie Sie Kabel und Rohre verstecken.

Wir zeigen Ihnen, wie eine durchhängende Holzbalkenkonstruktion in einer alten Küche mit einer neuartigen Lösung saniert und mit einem ansprechenden Fliesenbelag verschönert wird.

Unsere Themen


Das Einfamilienhaus

Zeitschrift Das Einfamilienhaus

Ausgabe: 1-2/2012
Was steht drin.... !

Umbauen & Modernisieren

Zeitschrift Umbauen & Modernisieren

Ausgabe: 1-2/2012
Was steht drin.... !

BESTAGER

Magazin BESTAGER

Ausgabe Oktober 2011

Das erwartet Sie ...

Unser Haus

Zeitschrift Unser Haus

Ausgabe: 12-1/2012
Was steht drin.... !

250 Bad-Ideen

EinfamilienHäuser

Heizungsratgeber 2011

Heizungsratgeber

Ausgabe 2011

Das steht drin ...!

ENERGIE+Zukunft 2011


Aktuelles:

PEFC-Zertifizierung des Holzes

Holz ist nur wirklich ökologisch, wenn es auch nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Wer sichergehen...

Kupfer für Hausbau und Renovieren.

Kupfer bietet gerade für den Bereich der Hausinstallation eine große Bandbreite von...

Lösungen rund ums Dach von Solidwood

Dachkompetenz aus einer Hand: Wer nicht vom Fach ist, dem schwirrt der Kopf bei den Details der...

Terrassendach

Eine schöne Überdachung zaubert aus der Terrasse einen geschützten Ort für jedes Wetter. Wer sich...

Zehnder bietet neue Broschüre zur komfortablen Raumlüftung in der Sanierung

Mit der Großtafel-Elementbauweise und unter dem Motto „Mehr Raum im Dach!” veredelt Solidwood in...

Viele Gebäude sind wegen fehlender oder bereits wirkungsloser Feuchtigkeitsabdichtungen...

mehr aktuelle Themen

Aktionen & Gewinnspiele

iPad von Apple zu gewinnen

Apple iPad im Wert von 510 Euro zu gewinnen!

Gemeinsam mit „Intelligent heizen“ verlosen wir ein iPad.

Gute-Luft-Fühler zu gewinnen

50 x Gute Luft-Fühler zu gewinnen!

Messen Sie schnell und einfach Ihre Raumluftqualität.

Tapeten selbst gestalten

Aktuelle Themen

Trittschalldämmung

Der Nachbar klopft bei jedem Schritt mit dem Besenstiel gegen die Decke? Dann fehlt wohl eine Tritschalldämmung. So rüsten Sie nach.

ökologische Wandfarben

Wohngesunde Wandfarben
Auf der Suche nach ökologischen Wandfarben ohne Schadstoffe hilft ein Blick auf die Verpackung.

Schimmelbefall

Schimmel bekämpfen

So vermeiden Sie Schimmelbefall und so werden Sie ihn wieder los.

Bodenbelag - Parkett

Wohnen mit Tieren

Hund, Katze oder Kaninchen sind eine Bereicherung für den Wohnalltag – so passen Sie Ihre Einrichtung an.

Küche im Landhausstil

Landhausküche
Den einheitlichen Country Style gibt es nicht, der Landhausstil hat viele Facetten.

Parkettreparatur

Parkett reparieren

So beheben Sie mit Retuschierstift, Wachskitt und Holzpaste kleinere Schäden im Parkett.

 

Heimsauna

Sauna

Mit einer eigenen Sauna können Sie nicht nur entspannen, sondern unterstützen Ihre Gesundheit. Hier erfahren Sie alles über die Heimsauna.