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Sicherheit im Eigenheim

Die bevorzugten „Knackpunkte“ von Langfingern sind Fenster und Terrassentüren bei Einfamilienhäusern. Einbruchhemmend ausgerüstete Fenster und Türen sind mit einfachen Werkzeugen nicht so schnell zu knacken und bieten daher einen guten Schutz.

Neue Marken-Fenster und -Türen sind heute bereits in der Grundausstattung stabiler als alte und verfügen über mehrere Verriegelungspunkte, nicht nur an der Schließseite. Wer mehr für den Einbruchschutz tun will, sollte beim Kauf auf die bestandene Sicherheitsprüfung nach DIN V ENV 1627 achten. Diese impliziert eine praxisgerechte Einbruchprüfung, die sicherstellt, dass es in der Gesamtkonstruktion von Rahmen, Verglasung und Beschlag keine Schwachpunkte gibt. Sie stellt gleichzeitig die Grundlage dar für die Einstufung der Produkte in eine der sechs Widerstandsklassen WK 1 bis WK 6 – wobei Letztere die höchste Sicherheit bietet. Für Privathäuser empfiehlt die Polizei die Widerstandsklassen WK 2 oder 3. Komplettieren lässt sich ein guter Rundum-Schutz durch einbruchhemmende Rollläden mit Aluminiumpanzer und stabilen Führungsschienen.

gesicherter Rollladen als Einbruchschutz
Bei diesem Sicherheitssystem fixieren zwei feste Schnellverbinder den Rollladenpanzer und halten einem Hochschiebedruck von über 100 Kilogramm stand. Foto: Somfy
Rollladen mit Näherungssensorik
Nimmt die im Rollladen eingebaute Näherungssensorik Personen wahr, die länger als zehn Sekunden vor dem Fenster stehen, schließt der Rollladen ganz automatisch. Foto: Roma


Fenster, Terrassen- und Haustüren steht eine ganze Palette an komfortabel zu bedienenden Zusatzbeschlägen zur Verstärkung von Schließ- und Bandseiten zur Verfügung. Bei mechanischen Sicherungen für die Nachrüstung steht das Siegel „VdS-anerkannt“ für geprüfte Qualität.

Sicherheit mit Türspion & Türsprechanlage

Ein Weitwinkel-Türspion mit einem Erfassungsbereich von mindestens 180 Grad und ein Zusatzschloss mit Sperrbügel bieten bereits einen gewissen Schutz vor gewaltsamem Eindringen.

Sicherheit mit Türspion
Wer vorher sieht, wer Einlass begehrt, kann die Haustür sorglos öffnen. Foto: Tunstall


Noch sicherer wird Ihr Haus mit einer Video-Türsprechanlage. Diese schaltet sich ein, sobald jemand geklingelt hat oder durch Bewegungsmelder erfasst wurde. In der Außenstation befinden sich Kamera, Beleuchtung, Mikrofon und Lautsprecher sowie Klingeldrücker. Die Innenstation besteht aus Monitor, Mikrofon, Lautsprecher und dem Türöffner.

Kommunikations-Stele
Kommunikations-Stelen lassen sich variabel ausstatten. Foto: Siedle

Eine gleichermaßen praktische wie ästhetische Lösung für den Außenbereich sind Kommunikations-Stelen. Sie werden dort aufgestellt, wo sie ihre Funktion am besten erfüllen und können neben der Video-Türsprechanlage auch mit Bewegungsmeldern, Dämmerungsschaltern, Lichtelementen und einer elektronischen Zutrittskontrolle, wie z. B. Fingerprint-Scannern oderZahlencode-Tableaus zum bequemen Öffnen der Haustür ausgestattet sein.

Für die Nachrüstung bietet der Markt Video-Sprechanlagen an, die nicht mehr Drähte benötigen als eine gängige Klingelanlage. Alternativ kommen Funk-Systeme in Frage. Die Innenstation einer Sprechanlage kann auch ein mobiles Gerät sein. Der Vorteil: Es kann überall hin mit­­genommen werden, z. B. in den Garten.

Freisprechtelefon von Siedle
Foto: Siedle

Gerade für Senioren sind intuitiv und eindeutig zu bedienende Freisprechanlagen ideal. Entsprechend ausgestattete Geräte können z. B. auch zum internen Kommunikationssystem innerhalb einer Hausgemeinschaft ausgebaut werden. Auch die Weiterleitung des Türrufs auf das Mobiltelefon ist leicht möglich – sodass reiselustige Senioren auch im Urlaub stets im Bilde sind.

Ein intuitiv bedienbares Freisprechtelefon kann auch als interne Kommunikationsverbindung genutzt werden, z. B. in einem Mehrgenerationen-Haus.

 

 

 

Welche Vorsorgemaßnahmen im eigenen Haus nötig und sinnvoll sind, erfährt man im Detail in einer der zahlreichen Beratungsstellen der Kriminalpolizei, von Versicherern und den Herstellern der Sicherheitstechnik.

  • Unter der Internet-Adresse „www.polizei.propk.de/rat_hilfe/beratungsstellen/“ kann man sich eine Beratungsstelle in seiner Nähe heraussuchen.
  • Technische Details sind unter „http://einbruchschutz.polizei-beratung.de“ sehr gut erklärt.
  • Listen geprüfter und VdS-zertifizierter Produkte finden Sie unter „www.vds.de“.

Alarmanlage für den Einbruchschutz

Die Gewissheit, im Notfall Hilfe herbeirufen zu können, ist gerade für ältere Menschen eine große Beruhigung. Eine Alarmanlage macht genau dies. Das Prinzip: Magnetkontakte an Fenstern und Außentüren sowie Glasbruch- und Bewegungsmelder in den Räumen melden Störungen an eine Zentrale, die unauffällig im Haus installiert ist. Interessant für Senioren ist die Möglichkeit, einen Notruf-Sender zu integrieren, der in Falle eines Falles aktiv betätigt werden kann – auch wenn die Alarmanlage nicht aktiviert ist.

Gleich ob es sich um eine drahtgebundene oder um eine Funk-Alarmanlage handelt – sie sollte gewährleisten, dass bei einem Einbruchversuch der Alarm ausgelöst wird, bevor Einbrecher die mechanischen Sicherungseinrichtungen überwunden haben.

Vorsorge bei Abwesenheit

Ein offensichtlich länger verlassenes Haus zieht Langfinger geradezu magisch an. Deshalb hier einige Hinweise, die Sie zum Beispiel vor der Abreise in den Urlaub beherzigen sollten:

  • Lassen Sie den Briefkasten von Nachbarn leeren oder buchen Sie einen Lagerservice beim Postamt.
  • Schalten Sie Außensteckdosen stromlos.
  • Entfernen Sie Gegenstände, die als Aufsteighilfen dienen könnten wie Leitern oder Terrassenmöbel. Lassen Sie kein potenzielles Einbruch-Werkzeug draußen liegen.
  • Programmierbare, motorisierte Rollläden sollten zu gewohnten Zeiten auf- und abfahren.
  • Nutzen Sie ggf. Zeitschaltuhren, um einzelne Lichtquellen abends ein- und später wieder auszuschalten.
  • Kontrollieren Sie vor der Abreise Fenster und Tür-Sicherungen. Türschloss komplett absperren.
  • Vermeiden Sie Ansagetexte auf dem Anrufbeantworter, die Auskunft über die Dauer Ihrer Abwesenheit geben.

 

 

Rauchmelder gewährt Schutz vor Feuer und Rauch

Mit Rauchmeldern, die in vielen Bundesländern bereits in Neubauten vorgeschrieben sind, kann man der Gefahr von Feuer und einer Rauchvergiftung wirksam begegnen. Gute Geräte, die alle wichtigen Kriterien erfüllen, gibt es schon ab 15 Euro im Fachhandel. Wenn sie sich für die Installation von Rauchmeldern entscheiden, sollten Sie die folgenden Hinweise beachten:

Rauchmelder
  • Mit VdS-anerkannten Produkten gehen Sie in puncto Qualität auf Nummer Sicher.  
  • Empfehlenswerte Geräte verfügen über eine Warnfunktion, wenn die Batterie nachlässt.
  • Verwenden Sie optische Rauchmelder. Werden die Lichtimpulse dauerhaft unterbrochen, schlägt der Melder Alarm. Einige neuere Geräte reagieren zusätzlich auf Wärmeentwicklung.  
  • Eine Vernetzung von Rauchmeldern, z.B. per Funk, hat den Vorteil, dass im Gefahrenfall alle Geräte Alarm schlagen.
  • Installieren Sie Rauchmelder in den Schlafräumen sowie im Flur jeder Etage.
  • Montieren Sie Rauchmelder immer an der Decke mit mindestens 60 cm Abstand zur Wand.
  • Reinigen Sie regelmäßig die Luftschlitze von Staub.  
  • Stromnetzgebundene Rauchmelder sollten zusätzlich über eine Batterie verfügen.
  • Überstreichen Sie niemals einen Rauchmelder mit Farbe.
  • Platzieren Sie Rauchmelder nicht in der Nähe von Luftschächten, in der Dachspitze sowie in Räumen, in denen häufig starker Dampf (Bad), Staub oder Rauch (Küche) entsteht.

Dank moderner Kommunikationstechnik können Senioren im Notfall jederzeit Hilfe herbeirufen – gleich ob aus ihrer eigenen Wohnung oder von unterwegs.

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