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Seniorenhandy - Hilfe per Knopfdruck

Renate Wagner ist noch sehr rüstig und wandert für ihr Leben gern. Am liebsten natürlich mit ihren Freundinnen. Seit die alleinstehende 66-jährige ein Handy mit Notruffunktion gekauft hat, traut sie sich auch, ihren sportlichen Ambitionen ohne Begleitung in der freien Natur nachzugehen. Denn sie weiß, dass sie im Notfall mit einem Druck auf die Notfall-Taste ihres GPS-Mobiltelefons Hilfe herbeirufen kann.

Seniorenhandy mit Notruftaste
Dass leichte Bedienbarkeit mit schickem Design einhergehen kann, beweist das aufschiebbare Seniorenhandy „Emporial Life“ mit Notruftaste an der Rückseite. Foto: Emporia

Wird der Notruf-Knopf gedrückt, wählt das Senioren-Handy nacheinander fünf zuvor programmierte Telefonnummern von Angehörigen oder Freunden – bis jemand abnimmt. Kann der Hilfesuchende sich nicht mehr artikulieren oder Auskunft über seinen Standort geben, gibt es die Möglichkeit, das Mobiltelefon per GPS über Satelliten zu orten und Hilfe zu organisieren.

Wie das Ortungs-Prozedere im Fall der Fälle abläuft, sollten Sie sich gleich bei Inbetriebnahme des Telefons mit ihrem Netzbetreiber besprechen. In jedem Fall muss Ihre schriftliche Einwilligung zur Ortung vorliegen. Wichtig: Soll eine Ortung erfolgreich sein, muss das Seniorentelefon aufgeladen und eingeschaltet sein. Möglich sind Notruf- und Ortungsfunktion sowohl bei einem Vertrags- als auch bei einem Prepaid-Handy.

Stationäres Notrufsystem

Funk-Notruf-System
Das Funk-Notruf-System „Piperfon Connect“ lässt sich bedarfsgerecht erweitern – von Hausnotrufgerät mit Handsender bis zum Einbruch- und Gefahren-Meldesystem. Foto: Tunstall

Für gebrechliche Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder Senioren, die einfach ein höheres Sicherheitsbedürfnis haben, bietet sich eine professionelle Notrufanlage an. Langbewährt sind stationäre Mietgeräte mit Freisprech-Einrichtung, die über einen am Handgelenk oder an einer Halsschnur getragenen Notrufsender aktiviert werden. Sie erfordern lediglich einen Telefonanschluss und eine Steckdose. Bei einem Notruf meldet sich ein Mitarbeiter der angeschlossenen Service-Zentrale, informiert die Angehörigen oder/und leitet gleich die erforderlichen Hilfsmaßnahmen ein.

Senioren Notruf

Funksender als Armband
Moderne Funk-Alarmsysteme wie „Secvest 2WAY“ lassen sich mit einem zusätzlichen Funksender – als Armband oder an einer Halskette getragen – problemlos zur Notrufanlage erweitern. Foto: Abus Security-Center

Notrufanlagen der neueren Generation begleiten Senioren auf Wunsch nicht nur zuhause, sondern auch unterwegs. Häufig sind sie um weitere Hilfsfunktionen modular erweiterbar und lassen sich flexibel anpassen. So etwa ist der Ausbau zur kompletten Einbruch- und Gefahrenmeldeanlage möglich. Für gebrechliche allein lebende Menschen bieten sich als Überwachungs-komponenten z. B. ein Falldetektor und/oder eine Kontaktmatte an, etwa im Badezimmer. Wird diese über einen längeren Zeitraum nicht betreten, erfolgt eine Meldung an die Servicezentrale und jemand schaut vorbei.

Ein kleiner, separater Notrufsender, der die GPS-Satellitenortung ermöglicht, sorgt für Sicherheit unterwegs. Da die Service-Zentrale die Position des Teilnehmers sofort abrufen kann und zudem über seinen Gesundheitszustand informiert ist, kann sie im Notfall gezielte Hilfsmaßnahmen einleiten.

Was kostet die persönliche Sicherheit?

  • Bei einem Handy mit Notruffunktion und privat organisierter Hilfe fallen nur die Telefongebühren an. Wählen Sie einen Prepaid-Tarif müssen Sie das Gerät selbst zahlen: Preisspanne ca. 100 bis 200 Euro.
  • Eine Notrufanlage für die Wohnung mit Notrufsender, Freisprecheinrichtung und Anbindung an eine Notruf-Zentrale kostet etwa 35 bis 40 Euro im Monat an Miete, Personen mit Pflegestufe zahlen weniger oder gar nichts. Kaufgeräte gibt es ab ca. 500 Euro. Zubehör kostet extra.
  • Ein mobiles Notrufgerät mit integriertem Handy und Ortungssystem kostet ca. 700 Euro. Hinzu kommen monatliche Gebühren von 18 Euro bei privat organisierter bzw. 28 Euro bei professioneller Notfallbetreuung, 60 Telefon-Freiminuten inklusive. Es werden auch Teilzahlungsmodelle angeboten.
  • Eine Aufschaltung vom privaten Festnetz- oder Mobiltelefon mit Notruftaste zu einer Notrufzen-trale kostet zwischen 10 und 25 Euro monatlich.

Mobile Notrufgeräte und Sturzmelder

Sturzmelder am Gürtel
Auf Knopfdruck und im Falle eines Sturzes schlägt der „Butler“ am Gürtel auch außerhalb des Hauses Alarm und erlaubt eine punktgenaue Ortung. Foto: Fonium

Eine unkomplizierte Alternative für zuhause und unterwegs sind mobile, einfach bedienbare Notrufgeräte, die vom Mobiltelefon über den Sturzmelder bis zum Medikamenten-Timer eine Fülle von Funktionen beherrschen. Unterwegs wird solch ein Gerät am Körper getragen, zuhause steht es in der Ladeschale als Notrufsystem bereit. Dank zusätzlicher Peilsender ist im Notfall eine punktgenaue Ortung möglich. Die wasserdichten Akkugeräte können zur Sturz-Profilaxe sogar mit unter die Dusche genommen werden.

 


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