Gut verwahrt – Carport oder Garage?

Reicht zum Schutz Ihres Autos ein kleiner, aber stabiler Unterstand oder wollen Sie es sicher in einer Garage parken? Wir wägen ab zwischen den beiden Optionen.

Vorteile des Carports

Vor UV-Strahlung, Regen, Hagel und Schnee schützt bereits ein Carport. Für seine Anschaffung sprechen in erster Linie der günstige Preis sowie eine schnelle und unkomplizierte Montage. Doch er kann noch mehr bieten.

So verhindert er das Vereisen der Fensterscheiben, da dank der offenen Bauweise eine stetige Luftzirkulation gegeben ist.

Und wenn Sie das Auto gerade nicht darin parken, können Sie ihn auch als Unterstand für Ihre Grillparty oder ein gemütliches Kaffeekränzchen nutzen.

Bei der Auswahl von Designs und Materialien haben Sie diverse Möglichkeiten: Eine stabile Konstruktion, die Wind und Wetter trotzt, kann aus Holz, Aluminium, Stahl oder Beton bestehen. Mit seiner natürlichen Schönheit punktet der Baustoff Holz. Allerdings muss er im Gegensatz zu Metall oder Beton mit einem Holzschutz versehen werden.

Das Dach des Carports kann transparent oder blickdicht ausgeführt werden. Eine transparente Abdeckung bietet den Vorteil, dass sie nahegelegenen Fenstern, wenn der Carport direkt ans Haus anschließt, nicht die Lichtzufuhr abschneidet. Mithilfe eines blickdichten Dachs heizt sich jedoch das Wageninnere nicht auf. Beide Konstruktionen haben ihre Vor- und Nachteile.

Als Eindeckung für ein blickdichtes Dach können Sie Bahnen aus Bitumen, Wellpappe, Kunststoff oder Metall verwenden oder auch ganz klassisch Dachsteine, -ziegel oder -schindeln.

Carports werden außerdem schnell geliefert und sind leicht aufgebaut. Im Allgemeinen werden Carports leichter genehmigt als Garagen. Doch in den meisten Bundesländern sind trotzdem eine Baugenehmigung und die Zustimmung des Nachbarn nötig. Konventionell gemauerte Garagen können nachträglich nur mit erheblichem Aufwand erweitert werden, ebenso Fertiggaragen aus Beton. Carportsysteme bieten dagegen die Möglichkeit, problemlos weiter anzubauen – auch abschließbare Stauräume für Gartengeräte.

Vorteile der Garage

Eine gute Option zum Schutz Ihres Autos ist aber auch eine Garage, denn sie schützt vor Hitze, Kälte, Diebstahl, Vandalismus und z.B. Mardern. KFZ-Versicherungen belohnen dies durch eine günstigere Prämie. Im Stauraum einer Garage sind auch Gartengeräte, Fahrräder und viele andere Dinge sicher untergebracht. Und zu guter Letzt frieren im Winter weder das Türschloss noch die Scheiben zu – lästiges Gekratze entfällt. Hier haben Sie die Wahl zwischen einer gemauerten Ausführung oder einer Fertiggarage, frei stehend oder ans Haus angebaut.

Die Fertiggarage wird – wie der Name schon sagt – in komplett fertigem Zustand auf die Baustelle geliefert und in weniger als einer Stunde montiert. Fertiggaragen sind in der Regel um die Hälfte preiswerter als gemauerte Modelle.

Bei der klassischen Garage gehen durchs Mauern und Verputzen in der Regel drei bis vier Quadratmeter Fläche verloren. Dieser Platz kann für den Kauf entscheidend sein, wenn Sie beispielsweise noch Sommer- bzw. Winterreifen, Werkzeug oder Fahrräder unterbringen wollen.

Ebenfalls nachdenken sollten Sie beim Erwerb einer Garage über den Torantrieb. Damit Sie bei strömendem Regen nicht aussteigen müssen, um das Garagentor zu öffnen, sollte dieses zumindest über einen Funksender zu bedienen sein. Wenn Sie ohnehin eine Smart Home Steuerung für Ihr neues Eigenheim planen, können Sie dort übrigens auch den Garagentorantrieb einbinden und erzielen damit bestmöglichen Komfort. 

Möglich ist auch eine direkte Verbindung zwischen Haus und Garage, so gelangt man mitsamt den Einkäufen trockenen Fußes in die Wohnung.

Fazit – Carport oder Garage?

Der Mix macht's! Für beide Unterbringungsmöglichkeiten gibt es überzeugende Argumente: Eine gute Belüftung und ein erschwinglicher Preis sprechen für den Carport, maximale Sicherheit und absoluter Witterungsschutz für die Garage.

Wenn Sie auf zwei Autos angewiesen sind, können Sie auch erwägen, diese geschützt neben einander in einer Garage und einem angedockten Carport unterzubringen. Anders als eine Doppelgarage wirkt diese zweifache Unterstellmöglichkeit nicht so wuchtig und bietet die Option, beide Autos im Wechsel durchlüften zu lassen. Und in den Genuss eines zusätzlichen Lagerraums für Reifen und Ähnliches kommen Sie noch dazu.

Die Entscheidung für eine Garage oder einen Carport hängt also unter anderem vom finanziellen Rahmen ab, aber auch von den baulichen Bedingungen und dem vorgesehenen Verwendungszweck. 

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