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Welches Material für die Dacheindeckung?

Es gibt unterschiedliche Dacheindeckungen. Im Fokus steht natürlich immer der Schutz des Hauses und seiner Bewohner.

Welche Materialien für die Dacheindeckung gibt es?

Das Spektrum von Eindeckungsmaterialien ist derart riesig, dass man sich fast schon glücklich schätzen kann, schränken das örtliche Bauamt bzw. der örtliche Bebauungsplan die Auswahl ein.

In einigen Wohngebieten geht das über das Vorschreiben der Materialien für die Dacheindeckung hinaus bis hin zum Festlegen des RAL-Farbtons der Pfannen.

Das andere Extrem ist ebenso zu beobachten, vor allem in jüngeren Neubaugebieten. Dort sieht man grüne oder blaue, teils blau leuchtende Dächer – ganz ohne Solarkollektoren oder Solarmodule. Mit solchen farbig glasierten oder engobierten Ziegeln kann man Abwechslung in die Nachbarschaft bringen, muss sich anschließend natürlich auf den einen oder anderen Kommentar gefasst machen.

Glasur und Engobe erlauben es darüber hinaus, die günstigeren Betondachsteine, aus Sand und Zement, den Ziegeln im Aussehen anzugleichen. So dauerhaft wie diese sind sie deswegen nicht.

Dacheindeckung mit Schiefer 

In Sachen Langlebigkeit schneidet eine Schiefer Dacheindeckung am besten ab. Dabei handelt es sich um ein Sedimentgestein, das je nach Abbaugebiet in verschiedenen Farbschattierungen daherkommen kann – von Anthrazitfarben über Hellgrau und Grün bis Rotbraun.

Schiefer ist eine der dauerhaftesten Dacheindeckungen und wird genagelt, eine Arbeit für speziell ausgebildete Fachkräfte. Dank neuer Formate und einfacherer Verlegesysteme erfordert ein Schieferdach heute keine spezialisierten Dachdecker mehr.

Faserzementplatten

Faserzementplatten bestehen aus Zement, Zellulose- und Kunststofffasern zur Armierung. Asbest wird längst nicht mehr verwendet. Die kleinformatigen, flachen Schindeln erinnern optisch an Schiefer, nicht aber im Preis.

Tondachziegel

Dachziegel aus gebranntem Ton, sogenannte Tondachziegel, sind heute genormte Massenprodukte, aber immer noch in traditionellen Formen erhältlich. Der Vorteil: Mit ihnen ist das Dach ruckzuck eingedeckt, große Formate beschleunigen die Montage noch. Die Palette umfasst alles vom modernen Falzziegel bis zum historischen Biberschwanz oder den Mönchs- und Nonnenziegeln.

Betondachsteine

Betondachsteine werden aus Quarzsand, Zement und Farbpigmenten hergestellt, getrocknet und anschließend feuerglasiert. Wie die Faserzementplatten, unter Zusatz von Kunststoff und Zellulosefasern hergestellt, sind sie eine Erfindung der Moderne. In Form und Farbe orientieren sie sich an den Ziegeln. Aber sie sind in der Regel preiswerter.

Da Betondachsteine etwas schwerer als Tonziegel sind, widerstehen sie der Windbelastung besser. Allerdings muss das Dachgerüst entsprechend stabil sein. Betondachsteine sind ebenfalls in fast allen Formen und Formaten erhältlich. 

Metalldach

EinMetalldach ist langlebig, sturmsicher, braucht wenig Wartung und ist leicht. Dächer aus Metall sind allerdings auch teurer und aufwendiger zu verarbeiten. 

Metall kann in Form von Schindeln und von Blechen aufs Dach kommen. Von edel bis einfach reicht das Spektrum der Metallbeschichtungen – Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Titanzink

Dacheindeckungen aus Metall sind auf Wohnhäusern bisher seltener anzutreffen, was zum einen dem höheren Preis, aber auch der aufwendigeren Unterkonstruktion geschuldet sein dürfte. Die Vorteile einer Dacheindeckung mit Zink, Kupfer, Aluminium und Stahl liegen in der leichten Verarbeitung und der absoluten Wetterbeständigkeit.

Dachziegel von Erlus

Dächer müssen viel aushalten. Wir zeigen, wie Sie Ihr Dach mit Dachziegeln von Erlus wetterfest machen. Foto: ERLUS

Wetterfeste Dacheindeckung

Bei der Wahl der Dacheindeckung spielt neben ästhetischen Vorgaben Sicherheit die Hauptrolle. Denn wichtiger als Form und Farbe sind Langlebigkeit und Dichtheit. Für welches Material auch immer man sich also entscheidet, die Eindeckung schützt vor Wind und Wetter und hält das Dach dicht.

Seit es heftiger und häufiger in Mitteleuropa weht, ist Sturmsicherheit ein hochaktuelles Thema auch in Hinblick auf die Dacheindeckung geworden. Neue Befestigungssysteme sind die Antwort der Hersteller von Dachziegeln und Betondachsteinen, die ihre Eindeckungen längst im Windkanal testen.

Regen, Schnee, Hagel, Sturm und UV-Strahlung muss die Dachhaut über Jahrzehnte aushalten und abhalten. Temperaturschwankungen rund um die Uhr setzen ihr zu, eine Temperaturspanne übers Jahr zwischen 70 Grad an Sommertagen und minus 25 Grad in Winternächten ist in unseren Breiten die Regel.

Regen muss schnell abfließen und Wasser darf weder in die Konstruktion laufen noch sich unter dem Dach stauen. Aber es geht noch mehr –  der Alleskönner Dach kann auch Energie liefern.

Auch die Befestigungen von Schneefangeinrichtungen, Blitzschutzanlagen oder Solarmodulen müssen absolut zuverlässig sein. Der Fachmann kennt die schadensanfälligen Stellen wie etwa die Einfassungen von Schornsteinen und Dachfenstern oder die Dachdurchdringungen für Antennen oder Abgasrohre.

Auch die Ortgänge an den Giebelseiten haben eine Menge auszuhalten. Hat der Sturm an dieser Stelle erst einmal ein paar Dachsteine oder Ziegel mitgerissen, kann er beim nächsten Mal so richtig „abräumen“. Der Fachmann kann auch beurteilen, ob bei bestehenden Dächern ein Handlungsbedarf besteht, eine regelmäßige Inspektion des Daches ist unerlässlich.

Sonderformen für Dach-Durchdringungen – Antenne, Entlüftung, Abgasanlage, Leitungen der Solaranlage – sind in großer Auswahl lieferbar.

Techniken der Dacheindeckung

Nicht nur das Material, sondern auch die Art der Eindeckung gibt dem Dach ein charakteristisches Aussehen. Die römische Deckung zum Beispiel gestaltet ein besonders mediterranes Bild.

Als Klassiker für ein perfekt eingedecktes Dach gelten die drei Ziegelarten:

  • Tegalit
  • Frankfurter Pfanne 
  • Doppel-S mit Schmutz abweisenden Oberflächen

Spezielle Flachdachziegel kommen ab 15 Grad Dachneigung in Frage. Schmutz abweisende Modelle mit dem so genannten "Lotus-Effekt" verhindern auch das Anhaften von Moos.

Energiespar-Tipp: Energiedach

Im Zusammenhang mit der Dachgestaltung geht es heutzutage auch um die Nutzung von Sonnenenergie zur Strom- oder zur Wärmeerzeugung. Denn Kollektoren und Solarmodule lassen sich in diesem Fall optisch ansprechend in der Eindeckungsebene montieren. Ganz nebenbei spart eine solche Lösung auch noch Eindeckmaterial.

Wenn also beispielsweise die Wärmedämmung des Daches verbesserungswürdig ist, stellt die Neudeckung die beste Gelegenheit dar, bisher Versäumtes von der Außenseite aus nachzuholen. Das schreibt die Energie-Einspar-Verordnung sogar vor.

Es gibt inzwischen eine Reihe von Dämmsystemen, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden. Auch über den Einstieg in die Solarenergienutzung sollten Hauseigentümer bei einer Neudeckung nachdenken. Wird beides gleichzeitig realisiert, können die Kollektoren oder Solarstrommodule perfekt in die Dachfläche integriert werden.

Die private Energiewende lässt sich auf dem eigenen Dach verwirklichen. Mit Solarmodulen als Heizsystem, mit Photovoltaik als Kraftwerk und mit Hybrid-Modulen für Strom und ­Wärme aus einem Gerät.

Indach- oder Aufdachlösung?

Dachintegrierte Photovoltaikanlagen übernehmen die schützende Funktion des Daches und wirken dabei viel eleganter und homogener als Aufdachanlagen. Hierbei werden die Schienen zur Befestigung der Module auf den Dachlatten verschraubt. Aber nur, wenn die Dachhaut (in diesem Fall ersetzt durch die Solarzellen) wirklich dicht ist, ist die Konstruktion gegen Durchfeuchtung geschützt.

Bei einer Verlegung wie bei Dach­ziegeln, man spricht hier auch von Solardachziegeln, werden die Module überlappend verlegt. Regenwasser fließt ab, Schnee und Eis rutschen schnell ab. Bei der Verlegung als ebene Fläche kommt es auf eine perfekte Abdichtung an. Die rahmenlosen ­Elemente werden an den Stößen ­abgedichtet. Kritiker verweisen auf den geringeren Wirkungsgrad von Indachlösungen bei ungenügender Hinterlüftung. Abhilfe schaffen Lüftersteine, die für Abkühlung sorgen. 

Für eine dachintegrierte Lösung muss der Bauherr tiefer in die Tasche ­greifen, allerdings spart er sich das herkömmliche Eindeckungsmaterial. Die volle Ausnutzung der Dachfläche ermöglicht mehr Module und damit mehr Energieertrag, es können aber auch nur Teile des Daches eingenommen werden, die Integration von Dachfenstern ist im Übrigen kein Problem.

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