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Metalldach: robust und vielseitig

Ein Metalldach kommt auf Wohnhäusern eher selten vor. Dabei bringen Metalldächer einige Vorteile mit sich.

Dacheindeckungen aus Metall eignen sich unter anderem für eher ungewöhnliche Dachformen. Vor allem aber sind sie extrem witterungsbeständig und robust.

Metalldächer sieht man eher selten auf Wohnhäusern, dafür häufiger auf reinen Zweckbauten. Und natürlich, in der edleren Ausführung, zum Beispiel auf repräsentativen Gebäuden, Konzernzentralen. Gelegentlich tragen modern-puristische Architektenhäuser selbstbewusst Metalldächer aus Aluminium, Titanzink oder Kupfer. Wobei letzteres vor allem Schlösser oder Kirchen ziert.

Metalldächer glänzen je nach Material erst rotgolden, um dann mit der Zeit eine pastellig grüne Patina zu bekommen. Letztere ist nicht nur angenehm fürs Auge ist, sondern schützt auch das Metall darunter vor Witterungseinflüssen.

Auf Titanzink bildet sich durch den Kontakt mit Sauerstoff, Wasser und Kohlendioxid eine Schutzschicht aus Zinkhydroxidkarbonat. Nicht von ungefähr gelten Metalldächer deshalb als besonders dauerhaft.

Beliebig formbar

Bei manchen Dächern sieht man auf den ersten Blick, weshalb nur Metall in Frage kam. Abwechslungsreich, mit Ecken, Winkeln und Rundungen, mit Türmchen und Gauben, lassen sie sich am besten mit Blechen einkleiden. Die man ohne Bruchgefahr auch kalt zurechtbiegen kann.

Mit kleinformatigen Dachziegeln, etwa Biberschwanzziegeln, kann man bis zu einem gewissen Punkt auch auf solch schwierigem Terrain gute Ergebnisse erzielen. Doch Metalleindeckungen sind hier klar im Vorteil. Das Dach bekommt sozusagen seinen Maßanzug geschneidert, vom Klempner, der sich je nach Region auch Spengler, „Flaschner“ oder „Blechner“ nennt.

Handelt es sich um einfachere Formen, werden Blechbahnen, also sogenannte „Scharen“, aufgebracht. Diese sind zwischen 40 und 60 Zentimetern breit und an den Seiten mittels Falzen regendicht miteinander verbunden. Leichter zu verarbeiten sind Schindeln.

Ob nun Groß- oder Kleinformat, die Bleche werden flächig auf Schalungen genagelt, aus Massivholzbrettern oder OSB-Platten, das sind wetterfeste Holzwerkstoffplatten aus Grobspänen. Zuvor darf man die dauerelastischen Schallschutzstreifen beziehungsweise Trennlagen nicht vergessen. Denn sonst könnte es an Regentagen etwas lauter werden.

Was kostet ein Metalldach?

Die Kosten von Metalldächern hängen von folgenden Faktoren ab:

  • Materialart
  • Dachform
  • Verarbeitungsaufwand

Breites Kostenspektrum

Kupfer ist mit Abstand das teuerste Material (um die 100 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von Titanzink (um die 40 Euro). Aluminium ist im Vergleich dazu günstig (um die 30 Euro).

Eine weitere Rolle bei den Kosten eines Metalldachs spielt die FarbwahlKupfer erhält man auf Wunsch vorpatiniert. Genauso Titanzink, das daneben wie Aluminium noch mit zahlreichen Beschichtungen und in vielen Farben zu haben ist.

Eine einigermaßen komplizierte Dachform verteuert die Maßnahme. Was jedoch trotz alledem für ein Metalldach spricht, sind seine Witterungsbeständigkeit und Robustheit, sogar unter extremen Bedingungen. Da Schindeln, Platten und Schare angenagelt werden, bleiben sie in der Regel auch bei starkem Sturm oben.

Metalldächer und Hagel

Hagel geht selbstverständlich auch anMetalleindeckungennicht spurlos vorbei. Größere Körner oder Hagelsteine können zwar in Aluminium, Kupfer und Titanzink nur schwerlich Löcher schlagen, können die Oberflächen aber eindellen, verbeulen oder soweit verformen, dass sich zum Beispiel die Randbereiche der Schindeln heben und offene Fugen entstehen.

Man kann allerdings davon ausgehen, dass die Eindeckung im Falle eines Falles zumindest ihre Schutzfunktion behält. Wenigstens, wenn man der Fachzeitschrift „Baumetall“ glauben darf. Die berichtete von einem Hausbesitzer in Reutlingen, der sich für Titanzink entschieden hatte.

In der Stadt nahe der Schwäbischen Alb hatte im Juli 2013 ein Hagelsturm zahleiche Dächer aus Ziegeln und aus Betondachsteinen zerstört. Während so bei einigen Nachbarn zu allem Unglück noch der Wasserschaden hinzukam, trug das Dach unseres Glückspilzes zwar hinterher deutliche Spuren des Beschusses, blieb aber dicht. Am Metall, so der Autor, habe sich das Hagelmonster von Reutlingen die Zähne ausgebissen.

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