Dachstuhl – Holztragwerk

Holz-Konstruktionen für Dachtragwerke sind nach wie vor die Regel. Oft handelt es sich um gezimmerte Dächer in handwerklicher Ausführung Vorort oder Ingenieursholzbau- Dächer, bei denen Brett- oder Bohlenleimbinder, genagelt oder gedübelt im Betrieb vorgefertigt verwendet werden.

Holzkonstruktionen erfordern natürlich Feuerschutzmaßnahmen (gemäß DIN 4102), chemischer Holzschutz gegen Feuchtebelastung wird nicht mehr verlangt, er ist bei ordnungsgemäßer Ausführung überflüssig.

 

Ist der Baukörper eher klein, ist also nur eine kurze Strecke zu überspannen, reicht ein Sparrendach aus gegeneinander gestellten Balken. Je steiler die Sparren, desto mehr Raum hat man.

 

 

 

 

Im Kehlbalkendach (Spannweite: bis zu sieben Meter) wird diese Konstruktion durch einen waagerechten Balken im Winkel, in der Kehle, stabilisiert.

 

 
Sparren- oder Kehlbalkendach sind bei Neigungen von 30° bis 60° üblich. Die Spannweite eines zimmermannsmäßigen Sparrendachs liegt bei 10 m, der Sparrenabstand zwischen 75 und 100 cm. Vorteil gegenüber dem Pfettendach ist der stützenfreie Dachraum. Nachteilig sind die Einschränkung bei Dachausschnitten und die Probleme mit nicht-rechteckigen Grundrissen.

 

Beim Pfettendach schließlich, für größere Häuser geeignet, ruhen die Sparren auf waagerechten Trägerbalken (= Pfetten), die ihrerseits auf Pfosten sitzen. Die Pfosten werden in die Raumplanung mit einbezogen. Hier müssen zudem die Abstände der Sparren nicht im strengen Gleichmaß liegen, es herrscht mehr Freiheit hinsichtlich des Einbaus von Dachfenstern.

 

 

Pfettendächer sind geeignet für komplizierte Grundrisse, große Dachkonstruktionen, geringe Neigungen bis zum Flachdach, aber nicht mehr als 35° Neigung.

 

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