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Dachstuhl - Holztragwerk

Pfettendach, Sparrendach? Kennen Sie den Unterschied? Vor- und Nachteile der Dachkonstruktionen sowie deren Einsatzmöglichkeiten kurz erklärt.

 

Alte Handwerkstradition

Dachstühle aus Holz-Konstruktionen sind nach wie vor die Regel. Oft handelt es sich um gezimmerte Dächer in handwerklicher Ausführung vor Ort oder Ingenieursholzbau-Dächer, bei denen Brett- oder Bohlenleimbinder, genagelt oder gedübelt im Betrieb vorgefertigt verwendet werden.

Dachkonstruktionen in Holzkonstruktionen erfordern natürlich Feuerschutzmaßnahmen (gemäß DIN 4102), chemischer Holzschutz gegen Feuchtebelastung wird nicht mehr verlangt, er ist bei ordnungsgemäßer Ausführung überflüssig.

Sparrendach

Ist der Baukörper eher klein, ist also nur eine kurze Strecke zu überspannen, reicht ein einfaches Sparrendach aus gegeneinander gestellten Balken. Je steiler die Sparren, desto mehr "Kopffreiheit" ensteht.

Während andere Ausführungen zusätzliche Konstruktionsteile an den innen liegenden Seiten benötigen, um die Verkehrsflächen aufzunehmen, kommt das Sparrendach ohne konstruktiv zusätzliche Streben aus.

Alle Lasten werden von den unter der Dachfläche parallel von unten nach oben verlaufenden Sparren getragen. Deren Spannweite ist bei den einfachen Varianten auf maximal fünf Meter begrenzt. Auf den Außenseiten der Sparren werden Dachlatten für die Eindeckung genagelt.

Kehlbalkendach

Im Kehlbalkendach, das für Spannweiten bis sieben Meter gut ist, wird diese Konstruktion durch einen waagerechten Balken im Winkel in der Kehle stabilisiert. Das heißt, jeder Sparren erhält eine hotizontale Aussteifung, den Spannriegel.

Nutzbarer Raum entsteht erst dann, wenn die Lagen des Kehlbalkens, der parallel zum Deckenbalken verläuft, eine lichte Durchgangshöhe von 2,20 Metern ergibt. Dann ist es möglich, eine Galerie oder eine Empore einzubauen. Die Kehlbalken dienen dann gleichzeitig als tragenden Konstruktion für den Boden.

Müssen noch größere Weiten überbrückt werden, greift der Zimmermann zur Unterstützung der Tragfähigkeit zu zwei- oder dreifach stehenden Dachstühlen. Dabei tragen senkrechte Stiele die waagerechte Rähme, auf denen dann die Kehlbalken liegen.
 

Sparren- oder Kehlbalkendach

sind bei Neigungen von 30° bis 60° üblich. Die Spannweite eines zimmermannsmäßigen Sparrendachs liegt bei 10 m, der Sparrenabstand zwischen 75 und 100 cm.

  • Vorteil gegenüber dem Pfettendach ist der stützenfreie Dachraum.
  • Nachteilig sind die Einschränkung bei Dachausschnitten und die Probleme mit nicht-rechteckigen Grundrissen.

Pfettendach

Beim Pfettendach ruhen die Sparren auf waagerechten Trägerbalken (= Pfetten), der Fußpfette und der Firstpfette bzw. Mittelpfette, die ihrerseits auf Pfosten sitzen. Die Pfosten werden in die Raumplanung mit einbezogen.

Pfettendächer bestehen aus dem tragenden Stuhl und den darauf gelegten nichttragenden Sparren. Die Pfetten wiederum sind durch Pfosten und Streben unterstützt.

Bei kleinen Haustiefen mit bis zu fünf Metern genügt eine Firstpfette. Auf dieser und den beiden auf den Balkenenden aufliegenden Fußpfetten werden die Sparren verlegt. Bei tieferen Dächern mit längerem Sparren werden meistens zwei Mittelpfetten angeordnet.

Diese Dachform hat den Vorteil, dass sie eine große Variabilität bei den Sparrenabständen zulassen. Sie erleichtern dadurch unterschiedliche Fensteranordnungen und können, besser als andere Formen, unregelmäßige Grundrisse überdecken. 

Vorteile:

  • das Pfettendach ist für größerer Häuser geeignet
  • die Abstände der Sparren müssen nicht im strengen Gleichmaß liegen. Somit herrscht
  • mehr Freiheit hinsichtlich des Einbaus von z.B. Dachfenstern 
  • Pfettendächer eignen sich für komplizierte Grundrisse und
  • große Dachkonstruktionen

Einschränkungen:

  • möglich sind nur geringe Neigungen, bis hin zum Flachdach
  • nicht steiler als 35° Neigung

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