Kondenswasser am Dachfenster vermeiden

Beschlagene Fenster sind ein typisches Phänomen der Herbst- und Wintermonate. Wenn feuchtwarme Raumluft auf die kalte Scheibe trifft, kühlt sie sich am Fenster ab und ein Teil der darin enthaltenen Feuchtigkeit kondensiert auf der Scheibe. Betroffen sind vor allem Dachfenster, die der aufsteigenden Luft eine größere Angriffsfläche bieten als senkrechte Fassadenfenster. Dagegen helfen kann bewussteres Lüften und Heizen. 

 

 

Am besten heizt man die komplette Wohnung kontinuierlich und gleichmäßig auf eine Temperatur von etwa 21 °C. So wird vermieden, dass die warme, feuchte Luft in kühlere Räume wandert und stattdessen dafür gesorgt, dass die Wärme in den Wänden richtig gespeichert wird. Wer tagsüber die Heizung ausschaltet oder die Raumluft auf weniger als 15 °C herunterregelt, findet am Abend eine ausgekühlte Wohnung vor. Wird dann die Heizung wieder aufgedreht, erwärmt sie zunächst nur die Raumluft, aber nicht die Außenwände und Fenster. Diese bleiben kühl und bringen die im Raum befindliche Luftfeuchtigkeit zum Kondensieren – auch eine ideale Bedingung für Schimmelbildung.

Zudem sollten Mieter oder Eigentümer die Fenster in der kalten Jahreszeit drei- bis fünf Mal am Tag für etwa fünf bis 15 Minuten öffnen und im Optimalfall für Durchzug sorgen. Dadurch wird die beispielsweise beim Kochen, Duschen oder auch durchs Atmen an die Raumluft abgegebene Feuchtigkeit direkt nach draußen befördert und durch frische Außenluft ersetzt. Beim Lüften helfen können automatische Velux Dachfenster. Mit einer Funksteuerung lassen sich bei ihnen regelmäßige, kurze Lüftungsintervalle ganz einfach einstellen, sodass sich die elektrisch betriebenen Fenster automatisch nach Zeitplan öffnen und schließen, ohne dass sich jemand darum kümmern muss. Sorgen vor plötzlich einsetzendem Regen sind unbegründet: Ein Regensensor sorgt dafür, dass sie sich von selbst schließen. Wer schon Velux Dachfenster besitzt, hat die Möglichkeit, diese mit einem Solar-Nachrüst-Set nachträglich zu elektrifizieren. Dafür müssen noch nicht einmal Kabel verlegt werden.

Für Bauherren, die den Luftwechsel besonders energieeffizient sicherstellen wollen, hat Velux zudem mit „Smart Ventilation“ einen Fensterlüfter für Dachfenster mit Wärmerückgewinnung entwickelt. Das nachrüstbare Zubehör wird außen oben am Dachfenster montiert und sorgt dafür, dass die Wärme nicht mit der abziehenden Raumluft verloren geht, sondern zu 76 Prozent zurückgewonnen wird. 

Mehr Tageslicht unterm Dach – Lux für gute Laune

Sowohl was die Wärmedämmung als auch was den Hitzeschutz angeht, sind die neuen Dachfenster ihren Vorgängern aus dem letzten Jahrhundert überlegen – haushoch geradezu. Beim Austausch darf es also ruhig etwas mehr Glas sein.

Früher reichten unterm Dach Ulenflucht und Dachluke, die gerade so viel Licht hereinließen, dass man beim Abhängen der Wäsche nicht zu häufig danebengriff. Und so richtig lange musste es dort oben ja keiner aushalten. Bis wir in den 1970ern den Dachboden als Wohnraum entdeckten. Doch die Fenster von damals sind heute kein Garant mehr für Wohnqualität: Oft zieht es zwischen Blend- und Flügelrahmen hindurch oder am Anschluss zur Dachfläche, und wer weiß, wie sie die Extremwetterlagen der kommenden Jahrzehnte überstehen werden, ob Schneelasten oder Hagel?

Nach heutigem Anspruch sind sie überdies zu klein dimensioniert, aus – berechtigter – Angst vor Überhitzung einerseits und Auskühlung andererseits. Die direkte Sonneneinstrahlung von oben kann nicht nur an Sommertagen zum Problem werden. Und nicht nur in Winter-, sondern auch in Sommernächten ist die Wärmeabstrahlung nach oben, zum eiskalten Weltall hin, aufgrund des enormen Temperaturunterschiedes sehr viel stärker als die seitliche über die Fassade, zur noch mit der Tageswärme „aufgeladenen” Umgebung.

55 Prozent der Raumbreite sollten die Fenster laut der DIN 5034 mindestens einnehmen, den meisten Landesbauordnungen nach muss die Fensterfläche mindestens ein Achtel (12,5 %) der Grundfläche betragen. Es ist allerdings fraglich, ob mit dem Minimalprogramm echter Wohnkomfort geschaffen wird.

500 Lux – die Einheit für Beleuchtungsstärke – mögen zum Lesen und Arbeiten reichen, aber der „Gute-Laune-Rezeptor im Hirn braucht seine 1.000 Lux, um anzuspringen.

Neue Dachfenster und Wärmeschutz

Im Vergleich zu den „Isolierfenstern” der 1970er und 1980er, mit nichts als Luft zwischen ihren beiden Scheiben, fallen bei den modernen die Abstrahlungsverluste um bis zu zwei Drittel geringer aus. Sie besitzen eine hoch isolierende Edelgasfüllung zwischen den zwei oder gar drei Gläsern. Eine „Low-E-Beschichtung” lässt die kurzwelligen Sonnenstrahlen herein, reflektiert jedoch die langwelligen Wärmestrahlen. Die Rahmen sind hoch effiziente Dämm-Konstruktionen: Kunststoffprofile mit komplizierten Kammersystemen und Dämmstofffüllung etwa oder Verbundkonstruktionen aus Holz und Dämmstoff, aus Aluminium und Holz.

Keine Lüftungsverluste mit modernen Dachfenstern

Zugerscheinungen sind Vergangenheit dank dauerelastischer, umlaufender Dichtlippen. Das beugt Lüftungsverlusten vor und optimiert den Schallschutz – Straßen- und Fluglärm werden ausgesperrt. In Sachen Sonnenschutz haben sich außen liegende, in die Abdeckung integrierte Jalousien oder Markisen bewährt. Ebenfalls mit speziellen Beschichtungen kann der Strahlungseintrag verringert und damit Überhitzung verhindert werden. Nicht zuletzt sind die Dachfenster der neuen Generation um einiges solider als ihre Vorgänger.

Dachfenster mit Gütezeichen

Um die Auswahl zu erleichtern, sollte man nur Produkte mit RAL-Gütezeichen (RAL GZ 695) ins Auge fassen. Die wurden vom ift unter anderem auf Wärmeschutz, Luftdichtheit, Schlagregendichtheit, Stoßfestigkeit und Brandsicherheit geprüft und für gut befunden. Zusätzlich hat das Institut das „Energy Label Fenster” auf den Weg gebracht, welches wie das von Kühlschränken und Waschmaschinen bekannte EU-Label auf einen Blick die jeweilige Effizienzklasse verrät.

Energieeinsparung über App ermitteln

Mittels App kann jeder per iPhone oder Android Smartphone anhand einiger weniger Eckdaten die zu erwartende Energieeinsparung ermitteln (www.ift-service.de).

Förderung geprüfter Qualität

Finanzielle Unterstützung leistet auf Bundesebene die KfW, im Rahmen der Programme „Energieeffizient sanieren – Einzelmaßnahmen” (152), „Energieeffizient sanieren – Kredit” (151) sowie „Energieeffizient sanieren – Zuschuss” (430). Begleitung der Maßnahme durch einen Energieberater sowie Beauftragung eines Fachunternehmens sind Förderbedingungen. Das Einsetzen solcher Hightech-Bauteile, wie Fenster es heute sind, derart, dass Wärmeschutz- und Luftdichtheitsschicht nicht unterbrochen werden, ist Präzisionsarbeit.

www.kfw.de
;E-Mail: infocenter@kfw.de; kostenfreie Servicerufnummer Tel.: 08 00/5 39 90 02

Zur Förderung auf Länder- und kommunaler Ebene kann der VFF, der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller, Auskunft geben

VFF, Tel.: 0 69/95 50 54-0, www.window.de; siehe auch: www.fensterratgeber.de


Auf Nummer Sicher geht man als Auftraggeber mit einem Mitglied der
„RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V”, denn ein solcher Montage-Betrieb ist verpflichtet, geschultes Personal einzusetzen. Welche Betriebe infrage kommen, erfährt man direkt von der Gütegemeinschaft, unter der Adresse des VFF.

Technische Daten von Dachfenstern

Dämmvermögen: U-Wert
Der voraussichtliche Wärmeverlust eines Fensters wird über seinen Uw-Wert berechnet. Er gibt an, wie viel Watt Energie in einer Stunde hindurchgelangt, wenn das Wärmegefälle von einer Seite zur anderen genau ein Grad Kelvin beträgt. Einheit ist „W/m2K”. Das kleine „w” steht für „window”; der Ug-Wert (g = „glass”) betriff nur die Verglasung. In einer vom VFF initiierten Studie werden den fünf häufigsten Typen von Fenstern jeweils folgende durchschnittliche Werte zugeordnet:

Fenster mit Einfachverglasung     
4,7 W/m2K
Verbund- und Kastenfenster        
2,4 W/m2K
Fenster mit Isolierverglasung       
2,7 W/m2K
Fenster mit Zwei-Scheiben-
Wärmedämmverglasung (Low-E) 
1,5 W/m2K
Fenster mit Drei-Scheiben-
Wärmedämmverglasung (2 x Low-E)    
1,1 W/m2K

Solare Gewinne: g-Wert
Der g-Wert ist ein Verhältniswert; er verrät, wie viel der auf die Fenster auftreffenden Strahlung durchkommt. So lässt die Drei-Scheiben-Verglasung moderner Passivhaus-Fenster nur etwa die Hälfte der Gratisenergie ins Haus: ihr g-Wert beträgt 0,5 – 0,6 (oder 50 – 60 Prozent).

Luftdichtheit: Q-Wert
Maß des Luftverlustes bei definiertem Druckgefälle, Einheit m3/hm (Kubikmeter pro Laufmeter Fensterfuge); je kleiner, desto dichter ist das Fenster, auch schalldichter. Anhand der Werte werden Fenster in die Klassen 0 (sehr durchlässig) bis 4 (kaum durchlässig) eingeteilt; in Neubauten mit bis zu zwei Vollgeschossen wird Klasse 2 verlangt (Q-Wert nicht über 6,75 m3/hm), darüber Klasse 3 (Bestimmung der am Standort erforderlichen Luft- und Schlagregendichtheit nach Eingabe der PLZ: www.ift-service).

Schallschutz: R
Das bewertete Schalldämm-Maß „Rw” wird in Dezibel (dB) angegeben, es steht für die Minderung der Lautstärke. Fens-ter werden nach der VDI-Richtlinie 2719 in 6 Schallschutzklassen unterteilt. Die unteren betreffen fast nur Altbauten: so gehören etwa die im Neubau nicht mehr zulässigen Ein-Scheiben-Fenster in die Klasse 1 (Rw ca. 27 dB).

Bei größeren Dachflächenfenstern zu beachten:

Die Scheibenzwischenräume sind mit einem Edelgas gefüllt, meist Argon, seltener Krypton. Diese Gase übertragen Wärme nur sehr zögerlich, und wenn, dann durch Konvektion. Die einzelnen Moleküle nehmen Energie auf und strömen von der warmen zur kalten Seite, geben dort die Wärme ab und werden wieder zurückgetrieben. Dieser Prozess läuft bei senkrechtem Einbau äußerst zäh ab, beschleunigt sich jedoch mit zunehmend flacherer Neigung – das Dämmvermögen sinkt, der U-Wert steigt.

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