Fensterbank – Fensterbrett: Materialkunde und Anleitung zum Fensterbank-Einbau

Fensterbänke sind unscheinbar und dennoch wichtig: Wo sollen denn sonst die Blumentöpfe stehen, die Katze in der Sonne ihr Nickerchen machen oder die Betten ausgelüftet werden?

Wir stellen Ihnen die verschiedenen Materialien für Fensterbänke vor, erläutern Ihnen den Einbau einer Fensterbank und zeigen Ihnen, wie man beim Thema Fensterbank kreativ werden kann.

Granit-Fensterbank: Dauerhaftes aus Naturstein

Granit-Fensterbänke findet man besonders in großen Häusern und Villen noblerer Wohngegenden. Dabei spricht auch im Einfamilienhausbau nichts gegen die solide Naturstein-Fensterbank: Dauerhaft und unempfindlich gegenüber Wasser, dazu leicht sauber zu halten.

Granitfensterbänke können entweder offenporig oder mit einer Versiegelung installiert werden. Die Versiegelung hat den entscheidenden Vorteil, dass sie den Stein unempfindlich gegen Flecken (beispielsweise von Blumentöpfen) macht und für seidigen Glanz sorgt. Doch auch unversiegelte Fensterbänke aus Granit haben ihren Reiz – je nach persönlichem Geschmack.

Holz-Fensterbank: Das klassische Fensterbrett

Daher hat das Fensterbrett seinen Namen: Die klassische Fensterbank wird auch heute noch aus Holz gefertigt. Kamen früher dabei vor allem heimische Bauhölzer wie Buche und Eiche zum Einsatz, können heute auch exotischere Sorten für den Einsatz unter dem Fenster ausgewählt werden. 

Ob massiv oder furniert: Eine Holzfensterbank sollte eingeölt oder versiegelt werden – schließlich besteht immer die Gefahr, dass sie einmal durch hereinfallenden Regen nass wird oder, dass ein Blumentopf überläuft. In jedem Fall trägt eine Holzfensterbank aber zu einem natürlichen und angenehmen Wohnklima bei.

Marmor-Fensterbank: Darf es etwas nobler sein?

Die Marmorfensterbank: Seit der Antike erste Wahl von Kaisern, Königen und Präsidenten. Egal ob im Weißen Haus oder im Schloss Versailles: Marmorfensterbänke verleihen einem Haus Luxus und Noblesse. Natürlich hat der edle Baustoff seinen Preis: Marmor, vor allem in erster Qualität, ist auch heute noch kein billiges Produkt, insbesondere wenn man mehrere Fenster auszustatten hat.

Dennoch sind die Preise in den letzten Jahren insbesondere für Bruchmarmor gefallen: Über das Internet können Marmorplatten aus Griechenland oder Italien bezogen werden; Namen wie Naxos oder Carrara machen sich auch auf dem Reihenhaus-Fensterbrett gut.

Kunststoff-Fensterbank: Kreativ, leicht und abwaschbar

Schick, flott, jugendlich und nahezu unzerstörbar: Kunststoff-Fensterbänke können in allen Varianten und Formen gekauft werden und lassen sich ganz nach den persönlichen Vorlieben gestalten. Streifen, Pünktchen, Sonnenblumen oder selbstgestaltete Muster: Kunststoff-Fensterbänke laden zu Kreativität am Fensterbrett ein.

Natürlich sind Kunststoff-Fensterbänke vor allem eines: günstig. So sind sie insbesondere bei einer kostenintensiven Komplettsanierung von Mehrfamilienhäuser oft erste Wahl. Nachteilig wirkt sich allerdings aus, dass Kunststoff im Gegensatz zu Holz oder Naturstein nicht in Würde altert.

Fensterbank einbauen

Während Fensterbänke im Außenbereich meist aufgrund von möglicherweise auftretenden Dichtigkeitsproblemen ein Fall für den Fachmann sind, können Fensterbänke im Innenbereich leicht selbst eingebaut werden. Der einfachste Fall ist der Einbau einer neuen Fensterbank auf Grundlage der alten Fensterbank; in diesem Fall ist die Arbeit sehr schnell erledigt, stabil und optisch gelungen.

Doch auch in Neubauten können Fensterbänke von Laien, sogar ohne Einsatz von Bohrer und Stemmeisen, eingebaut werden. Ein bisschen Geschick sowie präzises Messen und Zuschneiden genügt.

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Fensterbrett einbauen: Baumaterialien

  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Unterbau zur Montage (Holzböcke und Unterleghölzer in Fensterhöhe)
  • Montage-Klebstoff: Die Auswahl des Klebstoffs ist abhängig vom Material. So muss für Natursteine und insbesondere für Marmor Spezialklebstoff verwendet werden. 
  • Fugendichtmasse: Auch hier muss die Auswahl aufs Material abgestimmt sein

Laibung und eventuell vorhandene Fensterbank säubern

Vor dem Einbau der neuen Fensterbank müssen Sie zunächst den Montagebereich gründlich säubern: Auf alter, loser Rauhfaser und bröckelndem Putz hält keine Fensterbank, insbesondere nicht die gewichtigen Natursteinvarianten.

Anschließend muss die gesamte Nische sorgfältig vermessen werden. Hinterher geht's mit diesen Maßen entweder zum Zuschnitt oder an die eigene Stich- oder Kreissäge. Exaktes Arbeiten ist für die Passform der neuen Fensterbank entscheidend wichtig.

Insbesondere wenn eine alte Fensterbank "überbaut" werden soll, muss an der Vorderkante noch ein schmaler Streifen des Materials angeklebt werden. So ist die alte Fensterbank restlos verdeckt.

Unterbau aufstellen und verkleben

Für den Einbau einer neuen Fensterbank benötigen Sie einen Unterbau, der die Fensterbank während der Trockenphase in der exakten Bauhöhe abstützt. Beim Überbau einer alten Fensterbank können Sie auf diese Maßnahme verzichten.

Streichen Sie die neue Fensterbank rundum mit einem dicken Strang Montagekleber ein und drücken Sie sie in die Laibung. Hervorquellende Klebstoffreste müssen Sie sofort mit einem Lappen entfernen. Anschließend kleben Sie die eventuell benötigte Vorderkante an. 

Lassen Sie die Fensterbank nun über Nacht sorgfältig durchtrocknen.

Verfugen

Zum Schluss müssen noch die Anschlussfugen zwischen Fensterbank und Mauerwerk gesetzt werden: Bringen Sie mit einer Kartuschenpistole die Dichtmasse sorgfältig auf und streichen Sie die Fuge mit einem in Spülmittelwasser getauchten Finger oder einem Glätter sorgfältig glatt.

Achten Sie auf perfekte Dichtigkeit: Nichts ist hässlicher als ranzige Wasserränder unterhalb des Fensterbrettes. Wir wünschen viel Spaß mit Ihrer neuen Fensterbank. 

Fensterbau: Weiterführende Informationen

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