Wasser im Keller - Maßnahmen

Durch welche Maßnahmen Sie ihren Keller vor Wasser schützen können, erfahren Sie hier.

Schwarze Wanne und weiße Wanne

Wasser kann in Form von Bodenfeuchte, als nicht stauendes Sickerwasser, als zeitweise aufstauendes Sickerwasser, als drückendes oder nicht drückendes Wasser auf die Außenflächen von Bauwerken einwirken. Die Wahl der Abdichtung ist abhängig von der Angriffsart des Wassers, von der Art des Baugrunds, der Art der Bean­spruchung und der geplanten Nutzung. Zwei Grundtypen der Bauwerksabdichtung sind die „schwarze Wanne“ und die „weiße Wanne“.

Schwarze Wanne: Die abzudichtenden Gebäudeteile erhalten bei der schwarzen Wanne auf allen Seiten eine flächige Dichtungshaut nach DIN 18195. Dichtungsbahnen aus Bitumen oder Kunststoff werden dabei an den Außenseiten des Gebäudes angebracht (Außendichtung) und vom angreifenden Wasser an die Gebäudewände oder -sohle gedrückt.

Weiße Wanne: Bei der weißen Wanne sind aufgrund ihrer Konstruktion keine zusätzlichen Dichtungsbahnen erforderlich. Bodenplatte und Außenwände werden als geschlossene Wanne aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand nach DIN EN 206-1 und DIN 1045-2 hergestellt. Diesen Beton nennt man auch wasserundurchlässigen Beton oder WU-Beton. Für die Herstellung der Bauwerke wird auf die Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ des DAfStb verwiesen. Errichtet wird die weiße Wanne üblicherweise geschosshoch, ent­weder aus Ortbeton mit Systemschalung oder aus vorgefertigten Elementwänden (Dreifachwänden).

Aqua Safe

Beide Kellerkonstruktionen sind aufwendig und teuer, aber bieten letzt­endlich keine absolute Sicher­­­heit. Mit der Ent­wicklung des „Aqua-Safe-Kellers” bietet zum Beispiel Hersteller Glatthaar nach eigenen An­gaben einen absolut wasserdichten Fertigkeller. Im Unterschied zu einem herkömmlichen Keller werden hier Bodenplatte und Außenwände am Stück mit Ortbeton vergossen. Das vermeidet die Fuge am Wandfuß – bis dato eine wesent­liche Schwachstelle. Außerdem kommt eine wasserundurchlässige Beton­mischung zum Einsatz. Und nicht zuletzt wurde für die senkrechten Stöße der Wandelemente ein flexibles Fugenband mit Spezial­kleber entwickelt.

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