10 Ideen für kleine Gärten

Kleine Gärten können mit den richtigen Ideen und Tipps alles bieten, was Gartenbesitzer sich wünschen. Ein kleiner Garten braucht vor allem Vielfalt und Abwechslungs fürs Auge. Unsere 10 Tipps helfen bei der Gestaltung und Pflanzenauswahl, um die kleine Fläche optisch zu vergrößern.

Kleine Gärten machen auch glücklich

Hängt das Gartenglück von der Größe des Gartens ab? Keinesfalls! Auch kleine Gärten bieten Erholung und Erlebnis. Allerdings ist die Planung und Anlage eines kleinen Gartens anspruchsvoll, und erfordert Kreativität. Wie aus kleinen Grundstücken richtig tolle und stimmige Gärten werden, zeigen unsere 5 Ideen.

1. Idee für kleine Gärten: Weniger ist mehr

Der Garten dieses frei stehenden Hauses besteht aus kaum mehr als einer Terrasse. Aber die ist großzügig dimensioniert und wirkt dank ihrer hellen, großformatigen Platten größer als sie ist. Hier gilt: Weniger ist mehr, und damit aus der kleinen Grundstücksfläche ein grünes Wohnzimmer herausgebildet. Dass der Giebel des Nachbarhauses von der Terrassentür keine zehn Meter entfernt ist, fällt dank der geschickten Bepflanzung heute nicht mehr auf. Wo man früher auf eine weiß geflieste, fensterlose Fassade blickte, entfaltet sich heute eine üppige grüne Kulisse. Zwei handverlesene, mehrstämmige japanische Rotkiefern ziehen mit ihrer besonderen Wuchsform die Blicke wie Kunstwerke auf sich, Bambus ragt üppig grün mehrere Meter in den Himmel. Dazwischen sorgen weiße und lila Blüten für dezente Farbtupfer.

2. Idee für kleine Gärten: Spannendes fürs Auge bieten

Bei aller Reduktion gibt es dennoch immer wieder Neues zu entdecken: Die großen Flusskiesel, mit denen das Beet belegt ist, sind jeder für sich ein Kunstwerk der Natur und bilden einen spannenden Kontrast zu den rechteckigen Terrassenplatten. Die Terrasse wirkt regelrecht eingebettet ins Grün des Beetes, und ihren heimeligen Charakter unterstreicht die wohnliche Möblierung. Gleich drei in ihrem Charakter grundlegend unterschiedliche und doch miteinander harmonierende Sitzplätze finden hier nebeneinander Platz, ohne sich in die Quere zu kommen.

3. Idee für kleine Gärten: Abwechslung schaffen

Mit einfachen, aber hoch effizienten Mitteln wurde hier aus einem langen, schmalen 160-Quadratmeter-Grundstück eine absolut individuelle, abwechslungsreiche und gleichzeitig harmonische Wohlfühloase. Die Planung beherzigt einige der wichtigsten Grundregeln für die Gestaltung kleiner Gärten, etwa den Verzicht auf eine Rasenfläche. Nächste Regel: dafür sorgen, dass nicht der gesamte Garten mit einem Blick zu erfassen ist; hier dadurch umgesetzt, dass die Bepflanzung so dicht und vielfältig ist, dass sie dem Betrachter reichlich Abwechslung bietet. Außerdem verlaufen die Beete nicht einfach geradlinig entlang der Grundstücksgrenzen, was den schlauchartigen Charakter nur unterstreichen würde. Vielmehr sind die üppig bepflanzten Beete mal breiter, mal schmaler, was zu Regel Nummer drei führt: das Grundstück in unterschiedliche Räume gliedern. Dies ist hier zum einen durch die Linienführung der Beete geschehen, zum anderen durch die Verwendung unterschiedlicher Bodenbeläge.

4. Idee für kleine Gärten: Begrenzte Detailfülle

Ebenfalls zur Gliederung tragen die beiden Betonsitzquader bei. Sie ragen als Querriegel in den Garten, dienen als Unterteilung ebenso wie als Blickfänge. Kleine Gärten brauchen Abwechslung, dürfen aber nicht von einer gar zu großen Detailfülle erschlagen werden. Vorherrschend sind Grüntöne in den unterschiedlichsten Nuancen, wenige Blühpflanzen setzen Highlights, beanspruchen aber nicht so viel Aufmerksamkeit, dass der Betrachter die Vielfalt an Wuchs- und Blattformen in den Beeten aus dem Blick verlieren würde. Als Blickfänge dienen leuchtend orangefarbene Kissen.

5. Idee für kleine Gärten: Zweiter Sitzplatz

Ein zweiter Sitzplatz steht den allermeisten – auch kleinen – Gärten bestens zu Gesicht, ermöglicht er den Gartenbesitzern doch einen Perspektivwechsel, der für die gewünschte Abwechslung sorgt. In diesem Beispiel ist der zweite Sitzplatz sogar der eigentliche Star des Gartens. Er liegt diagonal zur Hauptterrasse und besticht durch seine stilvolle Möblierung. Die Splittfläche erstreckt sich über weite Teile des Gartens und sorgt für ein Verschwimmen der Grenzen zwischen Sitzplatz, Wegen und weiteren Flächen und damit für optische Großzügigkeit. Großzügig wirkt auch das flache, rechteckige Wasserbecken, die Querung aus großformatigen Schrittplatten bringt eine Unterbrechung des Splitts und schlägt buchstäblich eine Brücke zwischen den beiden Gartenteilen rechts und links des Beckens. Der Wechsel zwischen dem Großformat der Platten und der Kleinteiligkeit des Splitts bietet dem Auge genauso Abwechslung wie die gegensätzliche Farbigkeit dieser beiden Bodenbeläge.

6. Idee für kleine Gärten: Unterschiedliche Niveaus und Sichtschutz

Auf das Thema Abwechslung zahlt auch das Einbringen unterschiedlicher Bodenniveaus in den Garten ein. Entlang der Grundstücksgrenze verläuft ein Hochbeet, Richtung Haus wird der Sitzplatz von ebenfalls höher angelegten Pflanzflächen begrenzt. So erhielt das kleine Grundstück gliedernde Elemente, ohne den großzügigen Gesamteindruck zu zerstören. Kleine Gärten gibt es zumeist dort, wo die Bebauung dicht ist. Entsprechend nah sind die Nachbarn, deshalb gehört Sichtschutz zu den wichtigsten Aufgaben bei der Planung eines kleinen Gartens.

7. Idee für kleine Gärten: Höhenstaffelung und Pflanzenauswahl

Dieser Wohngarten ist kaum mehr als ein Sitzplatz und dennoch wähnt man sich mitten in der Natur. Das liegt daran, dass er zur einen Seite von einem brusthohen Hochbeet eingefasst wird. Dadurch rückt die Bepflanzung ins Blickfeld derjenigen, die es sich am Tisch gemütlich gemacht haben. Zu Füßen der Trockenmauer, die das Hochbeet begrenzt, findet sich eine weitere schmale Pflanzfläche, und im Hochbeet selbst reckt sich neben einigen Solitärgehölzen eine dichte immergrüne Hecke. So wurde der Mangel an Pflanzfläche hier durch eine Höhenstaffelung ausgeglichen, die wie eine Theaterkulisse perspektivisch ansteigt und so mehr Tiefe und Üppigkeit vorspiegelt, als auf dem beschränkten Raum eigentlich möglich ist. Die vielfältige Pflanzenauswahl erweckt ebenfalls den Eindruck von Größe.

8. Idee für kleine Gärten: Materialauswahl

Die gerade im kleinen Garten so wichtige Abwechslung bekommt das Auge auch durch die Materialauswahl geboten. Das kreisrund verlegte Kleinpflaster des Sitzplatzes bildet einen spannungsreichen Kontrast zu den schlicht rechteckigen Platten des angrenzenden Gartenteils. Blickfang sind die Quader der Trockenmauer, die durch ihren stetigen Formatwechsel dem Auge immer wieder neue Ankerpunkte bieten.

9. Idee für kleine Gärten: Pflanzen als Solitäre

Trotz der beschränkten Fläche setzt das Pflanzkonzept auf Vielfalt, konzentriert sich nicht, wie häufig für kleine Gärten empfohlen, auf einige wenige Arten und Sorten. Dafür wurde hier bewusst auf Massenpflanzungen verzichtet, stattdessen kommt das einzelne Pflanzenexemplar als Einzelstück zur Geltung. Besonderer Blickfang ist der Grüne Fächerahorn neben dem quaderförmigen Quellstein. Das Kiesbeet, in dem die beiden stehen, wurde Richtung Gartenmitte platziert und sorgt so für eine Gliederung der Fläche. Beim Blick auf den Boden zeigt sich die Varianz ein und desselben Materials: Kanfanar, ein heller Kalkstein aus Istrien, kam hier in unterschiedlichen Formaten und Verlegearten zum Einsatz.

10. Idee für kleine Gärten: Beleuchtung

In diesem Garten zeigt sich auch eindrucksvoll, wie ein kleiner Garten von einem durchdachten Beleuchtungskonzept profitiert. Lichtquellen im hinteren Gartenbereich lassen das Grundstück tiefer erscheinen, ebenso wie die mit einzelnen Spots von unten angeleuchteten Pflanzen-Solitäre.

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