Einen Selbstversorger Garten planen

Frisches Gemüse aus dem Garten das ganze Jahr? Mit einem Selbstversorger Garten ist das durchaus möglich. 

Bei der Planung eines Selbstversorger Gartens muss einiges bedacht werden. Außerdem ist es nicht möglich, einen solchen Garten sofort anzulegen, denn einige Pflanzen brauchen Zeit – Bäume oft mehrere Jahre – bis sie ausreichend Früchte tragen.

Deshalb ist es sinnvoll, vorauszudenken und für die kommende Saison erst einmal pflegeleichte Obst- und Gemüsesorten anzubauen, um sich langsam an die Gartenarbeit heranzutasten.

Eine grundsätzliche Voraussetzung für einen Garten zur Selbstversorgung ist ausreichend Platz. Ein kleines Hochbeet reicht nicht aus, um die Familie das ganze Jahr über zu versorgen. Planen Sie also ausreichend Fläche für Beete, Bäume und Sträucher ein. 

Am besten beobachten Sie, wie viel Sie von welcher Obst- oder Gemüsesorte verbrauchen, sodass Sie eine Idee haben wie viel Sie selbst anbauen müssen, um den Bedarf zu decken.

Achten Sie dabei auch auf die Erntezeiten, denn anders als im Supermarkt sind im eigenen Garten nur saisonale Sorten erhältlich. 

Hinzu kommt das Budget. Das Anlegen von Beeten und der Einkauf von Bäumen, Sträuchern und Saatgut ist kostspielig, auch wenn es sich nach Jahren sicherlich rentiert, zumal man das Saatgut für die nächste Saison häufig von den Pflanzen selbst gewinnen kann. 

Bäume und Sträucher pflanzen

Bäume und Sträucher tragen nicht direkt nach dem Einpflanzen Früchte. Sie benötigen einige Jahre, bis sie groß genug sind, um ausreichend Obst und Gemüse zu produzieren. 

Deshalb ist es sinnvoll, diese so schnell wie möglich zu pflanzen. Achten Sie dabei unbedingt auf die Unterschiede der Pflanzen. Bei Bäumen unterscheidet man z.B. zwischen

  • Halbstämmen
  • Hochstämmen

Halbstämme tragen früher, Hochstämme werden dafür älter. Auch Beerensträucher tragen erst nach zwei bis drei Jahren

Pflanzen Sie die Bäume und Sträucher auf keinen Fall zu eng, denn sie benötigen auch in einigen Jahren, wenn sie groß sind, noch ausreichend Platz. 

Die Beschaffenheit des Bodens

Der Boden sollte weder zu sandig noch zu lehmig beschaffen sein. Ein humoser Boden ist ideal.

Am besten legen Sie sich einen Kompost an, damit Sie frischen Kompost unterheben und so den Boden verbessern können. Auch Grüngutverwertungsanlagen geben oft gute Erde zu geringen Preisen ab.

Falls Sie nicht sicher sind, ob Ihr Boden eine ausreichende Qualität aufweist, können Sie auch ein Bodengutachten erstellen lassen.

Das Anlegen der Beete

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Beeten. Zum einen können Sie ein klassisches, ebenerdiges Beet anlegen, wo vorher Rasen war. Zum anderen gibt es auch die Möglichkeit von Hochbeeten

Klassisch legt man Beete durch Umgraben der Erde an, sodass der Rasen verschwindet. Die Fläche wird dann mit Begrenzungssteinen eingefasst, um zu verhindern, dass der Rasen sich wieder in die Beetfläche hinein ausbreitet.

Eine zweite sehr beliebte Methode ist die sogenannte "Back to Eden"-Methode bei der die Erde nicht umgegraben wird, um die Mikroorganismen zu schonen. 

Hochbeete bekommen Sie in Garten- und Baumärkten in verschiedenen Größen. Sie bestehen meist aus Holz. Die Vorteile von Hochbeeten liegen u.a. darin, dass man rückenschonend arbeiten kann.

Auch die Bodenbeschaffenheit sowie die Temperatur ist in Hochbeeten anders als in ebenerdigen Beeten. Das liegt vorallem daran, dass das Beet nicht mit reiner Erde befüllt wird. Stattdessen werden mehrere Schichten angelegt:

  1. Äste, Strauchabschnitte, Hackschnitzel, etc. 
  2. Grünabfälle, Laub, etc. 
  3. halbverrotteter Kompost
  4. grober Kompost
  5. Pflanzerde, Komposterde

Die Schichtung beginnt von grob nach fein, allerdings sollten auch in den unteren Schichten Hohlräume so gut wie möglich vermieden werden. Dadurch entsteht ein Verrotungsprozess, der für höhere Temperaturen und Nährstoffreichtum sorgt.

Der Nachteil liegt darin, dass die Erde dadurch jedes Jahr zusammensackt und aufgefüllt werden muss. Nach einigen Jahren kann auch ein komplettes Neubefüllen nötig sein, um die Verrottungsprozesse wieder anzustoßen. 

Dadurch stehen den Pflanzen in Hochbeeten mehr Nährstoffe zur Verfügung und viele Sorten gedeihen besser. Für andere Sorten hingegen sind jedoch zu viele Nährstoffe im Boden vorhanden, sodass sie erst im zweiten oder dritten Jahr im Hochbeet gedeihen. 

Alle Infos rund um Pflanzen, Bewässerung sowie eine Checkliste finden Sie auf der nächsten Seite. 

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