Mit der Einfriedung die Grundstücksgrenze gestalten

Hecke, Zaun & Co. sind die Visitenkarte eines Hauses. Damit sie auch dem Frieden dient, sprechen Sie die Einfriedung des Grundstücks am besten frühzeitig mit den Nachbarn ab.

Einfriedung fürs Grundstück

Die Siedlungen unserer Vorfahren lagen inmitten von Wäldern. Wildtiere drangen bis an die Häuser vor und vernichteten die überlebenswichtige Ernte. Damals versuchten die Menschen, ihre Pflanzungen mit Gerten zu schützen. Aus diesen Gerten entstanden dann die Gärten und die Einfriedungen für das gesamte Grundstück.

Heute erfüllen Einfriedungen gleich mehrere Funktionen:

  • Mit ihnen lässt sich der Privatraum Grundstück eindeutig begrenzen.
  • Einfriedungen bieten Sichtschutz gegen neugierige Blicke.
  • Eine Einfriedung um das gesamte Grundstück schafft Sicherheit bei Kleinkindern und Tieren.
  • Die Einfriedung ist Visitenkarte und ein wesentliches Gestaltungselement für Haus und Garten.

Eine gelungene Gestaltung der Grundstücks-Einfriedung geht auf die Architektur des Hauses und den Stil des Gartens ein. Stehen Zäune und Mauern bzw. sind Hecken erst einmal gepflanzt, können sie nur noch schwer verändert werden.

Nehmen Sie sich Zeit für die Planung.
Lassen Sie sich anregen:
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Daher übereilen Sie nichts bei der Planung der Einfriedung Ihres Grundstücks. Nicht zuletzt sind mit der Einfriedung auch Kosten und Arbeit verbunden.

Allerdings sollte nicht nur Ihre Sicht der Dinge zählen. Denken Sie an die Nachbarn, die den Anblick der Einfriedung von ihrer Warte aus ebenfalls angenehm finden sollen.

Ein rechtzeitiges, klärendes Gespräch unter Nachbarn und gegenseitige Rücksichtnahme erspart Zwist oder gar Rechtsanwaltsgebühren wegen einer strittigen Einfriedung.

Und vergessen Sie nicht, die Frage der Kosten für die Einfriedung des Grundstücks zu regeln.

Grüne Hecken als Einfriedung zum Nachbarn

Hecken als Einfriedung fürs Grundstück bilden einen natürlich-schönen Sichtschutz, dürfen allerdings nicht Ihrem Nachbarn großflächig die Sonne auf seinem Grundstück nehmen.

Achten Sie auf die Richtlinien (siehe Kasten "Rechtliche Lage" auf Seite 3). Und Sie müssen Geduld aufbringen, denn bis die Einfriedung die gewünschte Höhe und Dichtigkeit erreicht hat, können Jahre vergehen.

  • Niedrige, geschnittene Hecken sind für kleinere Gärten die geeignete Heckenform. Sie werden ein- bis zweimal jährlich gestutzt.
  • Eine mannshohe Hecke als Einfriedung schafft besseren Sichtschutz, kann aber auch einengen.

Gemischte Hecken aus unterschiedlichen Laubgehölzen und/oder Blütensträuchern wirken lebhafter und kontrastreicher. Bei den Laubgehölzen sind Hainbuche, Rotbuche und Liguster sehr beliebt. Wer Nadelhölzer bevorzugt, könnte sich für Scheinzypressen, Eiben oder Lebensbaum (Thuja) entscheiden. Für niedrige Einfriedungen wird gern Buchsbaum genommen. Eine freiwachsende Einfriedung aus vielen verschiedenen heimischen Gehölzarten passt nur in große Gärten.

Auch Obstgehölze eignen sich hervorragend als Pflanzen für die Einfriedung, vor allem, wenn man sie als Spalier zieht und regelmäßig schneidet. Eine solche natürliche Einfriedung leistet neben dem Sicht-, Lärm- und Windschutz auch einen ökologischen Beitrag, da sie der natürliche Lebensraum für viele heimische Insekten, Vögel und andere Kleintiere ist.

Laubabwerfende Hecken als Einfriedung machen den Wechsel der Jahreszeiten bewusst und lassen in der dunklen Jahreszeit die raren Sonnenstrahlen hindurch. Aber am beliebtesten sind immergrüne Hecken, die das ganze Jahr über mit dichtem Wuchs erfreuen. Dieser wird umso dichter, je regelmäßiger die Hecke in Form gebracht wird. Eine solche natürliche Einfriedung findet meist leichter Akzeptanz als Mauern.

  • Teleskop-Hochentaster schneiden auch Einfriedungen aus Laubholz mühelos, ganz ohne Leiter. Foto: Bosch
  • Auf großen Arealen erleichtern Akku-betriebene Heckenscheren die Arbeit. Foto: Bosch
  • Buchsbaum sollte zweimal im Jahr geschnitten werden, im Frühjahr die Neuaustriebe und im Herbst die Spitzen. Das geht einfach mit einer Akku-Strauchschere. Foto: epr/stiga

Neben dieser sogenannten lebenden Einfriedung fürs Grundstück gibt es tote Einfriedungen, für die spezielle Richtlinien gelten. Mehr über Zäune aus Metall, Steinen und Holzlatten lesen Sie auf der nächsten Seite.

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