Holzfliesen, Bankirai, Naturstein, Betonsteine: Kreative Terrassendielen

Terrassen sind Lebensräume für draußen: Wer viel wert auf die Einrichtung und Gestaltung seines Wohnzimmers legt, sollte auch bei der Terrasse Geschmack beweisen. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel unterschiedlichste Terrassendielen vor, die Ihre Terrasse zu einem ganz besonderen Wohlfühlort machen. Egal ob Holz aus heimischer oder Tropenherkunft, Naturstein in den verschiedensten Variationen oder Betonsteine in Ihrer Farb- und Formenvielfalt – Ihre Terrasse trägt stets Ihre besondere Handschrift.

Terrassendielen müssen mehr als nur schön sein

Endlich ist der Sommer da und wir versuchen, so viel wie möglich Zeit auf der Terrasse und im Garten zu verbringen. Wenn Sie vorhaben, den Outdoorbereich neu zu gestalten, sollten Sie sich für einen widerstandsfähigen Belag aus Terrassendielen entscheiden, damit Ihre kleine Oase ohne intensiven Pflegeaufwand lange schön bleibt. Wir haben verschiedene Materialien für Sie unter die Lupe genommen.

Wie wichtig bei einem Bodenbelag neben der Optik auch die Haptik ist, erfahren wir, wenn wir im Sommer barfuß die Terrasse betreten. Ist sie aus Holz und von der Sonne gewärmt? Besteht sie aus Naturstein und kann man dessen Beschaffenheit spüren? Oder sorgt ein Verbundwerkstoff aus Holz und Kunststoff mit Rillenstruktur für Trittsicherheit? Die Wahl des Terrassenbelags ist jedoch nicht nur eine Sache des guten Gefühls. Je nach Ausrichtung, Intensität der Sonneneinstrahlung, Witterung etc. muss die Terrassendiele mehr oder weniger davor geschützt werden, dass es sich verzieht, beschädigt und es von Schädlingen oder Pilzen befallen wird.

Holz als Terrassendiele: Vielfalt der Farben und Formen

Eine Holzfliesenterrasse ist eine sehr atmosphärische Variante der Terrassengestaltung. Der deutsche Holzmarkt bietet eine große Vielfalt an verschiedenen, wetterfesten Hölzern, die sich für den Bau einer Holzterrasse eignen. Nicht jedes Holz ist für den Bau einer dauerhaften, wetterfesten Terrasse geeignet. Häufig angeboten als Terrassendielen wird imprägniertes Tropenholz aus Plantagenanbau, ein Material, das Jahre und Jahrzehnte überdauern kann.

Beliebte, fein strukturierte Holzarten sind beispielsweise:

  • Cumaru: Südamerikanisches Tropenholz, gelblich-braune bis violettbraun
  • Garapa: Südamerikanisches Holz, gelb-braun bis olivbraun
  • Ipe: Mittelamerikanisches Holz, gelblich-grün bis dunkeloliv
  • Massaranduba: Südamerikanisches Holz, dunkelrot-braun
  • Accoya: Neuseeländisches Holz, sehr hell, nach Anstrich verschieden

 

Holzfliesen dieser Sorten bekommen Sie im gut sortierten Fachhandel, mit eingeschränkter Auswahl auch in Baumärkten. Sie sollten immer auf eine astlocharme, feine Porung und eine gute Imprägnierung des Holzes achten.

Doch auch heimische Hölzer wie Douglasie, Eiche, Robinie, Edelkastanie und Lärche sind einem Einsatz unter freiem Himmel gewachsen. Beim Kauf von Terrassendielen aus Lärche sollten Sie darauf achten, dass sie mit dem FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft versehen sind, da Deutschland viel Lärchenholz aus Sibirien importiert. Durch seine Härte und wasserabweisende Harze kann es dem Wetter gut trotzen. Preislich ist es günstig, aber nur zehn bis 15 Jahre haltbar. Äußerst langlebig hingegen ist eine Terrassendiele aus Eichenholz, was sich jedoch auch im Preis niederschlägt. Ebenfalls teuer, dafür edel und hochwertig, ist eine Terrassendiele aus Robinienholz. Zu den günstigeren Alternativen gehört die Terrassendielen aus Douglasie, die mit dem richtigen Holzschutz bis zu 15 Jahre ansehnlich bleibt. Auch das Holz der Edelkastanie ist für Terrassendielen geeignet. Es ist billiger als Robinienholz, jedoch nicht so fest.

Wichtig bei Holzterrassen ist vor allem der Unterbau. Er muss sicherstellen, dass das Regenwasser zuverlässig abläuft und keine Staunässe verursacht: Irgendwann fault jede Holzart, wenn man sie nur lange genug im Wasser stehen lässt.

Mehr zu diesem Themen erfahren Sie in unseren Artikeln Terrassenholz und Holzterrasse bauen

Bangkirai, Balau, Bankirai: Hartes Holz mit vielen Namen

Ein Baum mit vielen Namen: Bangkirai oder Balau, auch oft fälschlich Bankirai genannt , ist ein tropischer Laubbaum, der aufgrund der Härte und Beständigkeit vielfältige Einsatzmöglichkeiten hat und weltweit auf Plantagen angebaut wird.

Das Kernholz ist im frischen Zustand gelblich-grünlich und wird im trockenen Zustand olivbraun. Terrassendielen aus Balau-Holz sind äußerst dauerhaft und halten im Schnitt in unserem Klima 15 bis 25 Jahre – je nach Imprägnierung und Pflege.

Bei der Verschraubung von Terassendielen aus Balau sollten Edelstahlschrauben verwendet werden: Das Holz reagiert mit verzinkten Schrauben und bildet schwarze Flecken. Auch sollte bei frischen Balau-Dielen darauf geachtet werden, dass das Holz ausbluten kann und so zähe, klebrige Verschmutzungen erzeugt, die insbesondere auf Balkonen die Fassade verunreinigen können.

Verbundwerkstoff WPC für die Terrasse

Sind Kinder im Haus, empfehlen sich Terrassendielen aus dem Verbundwerkstoff WPC (Wood Plastic Composite). Sie bestehen zu 60­–80 Prozent aus Holzfasern und zu 20–40 Prozent aus Kunststoff. Im Gegensatz zu Holzdielen splittert WPC nicht und es besteht keine Verletzungsgefahr. Zusätzlich punktet WPC mit geringem Pflegeaufwand und muss nicht, wie es bei Holzdielen ratsam ist, eingeölt werden. WPC-Dielen sind im Holzhandel in einer breiten Farbpalette von Weinrot über Grün bis hin zu Elfenbein und Grau erhältlich. Wie Holzdielen vergraut WPC allerdings durch UV-Einstrahlung und Auswaschung, weist jedoch eine höhere Farbbeständigkeit auf als Massivholzdielen.

Terrassendielen aus Bambus

Wer sich für Terrassendielen aus Holz entscheidet, wählt, wenn er nicht gerade zu einem Tropenholz wie Cumaru, Ipé und Teakholz greift, eine umweltfreundliche Alternative. Ökologisch bedenklich sind neben Tropenhölzern aufgrund langer Transportwege auch die sibirische Lärche und bis vor einigen Jahren vermeintlich Terrassendielen aus Bambus. In einem Test des „Instituts für Holzforschung“ der TU München erwies sich letzterer jedoch im Vergleich zu Fichte und Eiche als äußerst formstabil, resistent gegen hohe punktuelle Belastung und extrem witterungsbeständig. Da er noch dazu sehr schnell nachwächst – die Eiche benötigt zum Nachwachsen circa 100 Jahre – spricht das Institut eine klare Empfehlung für Terrassendielen Bambusholz aus.

Natursteinterrasse, Bruchsteinterrasse: Farb-, Stein- und Formenvielfalt

Natursteinterrassen sind so vielfältig wie der Naturstein selbst: Dank globaler Importmöglichkeiten sind Steine aus der ganzen Welt heute in Baumärkten und Fachhandlungen verfügbar, auch über das Internet lassen sich Steine beziehen.

Natursteine sind aber auch anspruchsvolle Materialien hinsichtlich der Verlegung und der Bearbeitung der Steine. So muss bei der Auswahl des Mörtels auf vieles geachtet werden: Verträgt der Mörtel sich mit dem Stein oder greift er ihn an, wie breit sind die Fugen, splittert der Stein beim Bearbeiten und wie hart ist er? Ein guter Fachhändler kann Ihnen in jeder Beziehung weiterhelfen.

Ein ursprüngliches Produkt mit edlem Antlitz ist der Naturstein. Sandstein oder Travertin sorgen für Mittelmeerflair, Granit steht für Härte, Kalkstein und Marmor muten klassisch an, Schiefer eher modern. Der an mediterrane Gefilde erinnernde Sandstein speichert sehr gut Wärme und gibt sie nach und nach an seine Umgebung ab. Seine Platten sind rutschfest und frostbeständig, sollten vor oder nach dem Verlegen allerdings imprägniert und stets mit weichen Besen gefegt oder einer auf Naturstein abgestimmten Pflege gewischt werden. Eine sommerlich warme Anmutung in Creme oder Beige zaubert der Travertin auf Ihre Terrasse. Um seine verspielte Textur zu erhalten, sollten Sie ihn mit klarem Wasser, milder Seife, neutralen Reinigern oder einer auf Naturstein abgestimmten Pflege reinigen.

Widerstandsfähig, langlebig und pflegeleicht ist Granit auf der Terrasse. Hitze, Frost und Niederschlag können ihm nichts anhaben. Zur Reinigung muss er nur abgekehrt oder mit klarem Wasser abgespritzt werden. Im Gegensatz zu anderen Natursteinen lässt er sich sogar mit einem Hochdruckreiniger säubern. Exklusiv und in verschiedenen Grautönen, die auch ins Blaue hinein spielen, zeigt sich der Kalkstein. Bei sachgerechter Verlegung ist er frostbeständig und lässt sich, wenn er imprägniert wurde, leicht reinigen, am besten durch Fegen oder Wischen der Terrasse. Mehr als andere Natursteine kostet Marmor. Er ist wasserundurchlässig und leicht zu reinigen, jedoch nicht immer frostsicher. Fragen Sie daher unbedingt Ihren Natursteinhändler, ob sich die von Ihnen gewünschte Sorte für eine Verlegung auf der Terrasse eignet! Einzigartig in seiner dunklen Farbe und seiner Haptik ist der Schiefer. Obwohl er etwas weicher ist, erweist er sich als robust gegenüber Wind und Wetter. In puncto Frostbeständigkeit sollten Sie aber auch den Natursteinhändler zurate ziehen.

Für schöne Natursteinterrassen kann man sich auch an antiken oder historischen Vorbildern orientieren: So sind bestimmte Steinanordnungen, wie Fischgrätmuster oder Mosaike, auch iauf der heimischen Terrasse zu realisieren. Seien Sie kreativ!

Weitere nützliche Informationen, insbesondere zur praktischen Umsetzung, erhalten Sie in unserem Artikel Natursteinterrasse anlegen

Betonsteine und Formsteine: Leichtes Verlegen, geringe Materialkosten

Betonsteine sind das klassische Pflastermaterial und werden, mal schön, mal häßlich, auf allen deutschen Gehwegen verwendet. Die Vorteile des Materials liegen auf der Hand: Es ist von immer gleicher Qualität, normiert geformt und kann auch ohne Mörtel im Sandbett verlegt werden. 

Dabei ist der graue Vorstadtbürgersteig im Einheitsmuster keinesfalls das Ende der Entwicklung bei Formsteinen: Verschlungene Formen, raffinierte Muster und alle erdenklichen Farben lassen sich problemlos realisieren. Formsteine sind leicht verlegbar: Die meisten Steine haben Führungsstege, die den optimalen Abstand beim Aneinanderlegen von selbst herstellen.

Auch der Preisvorteil und die Wetterbeständigkeit spricht für eine Verwendung von Betonformsteinen: Keine Steinart ist günstiger und durch die normierte industrielle Herstellung sind das Eindringen von Wasser und dadurch entstehende Frostschäden nur sehr selten ein Problem.

Seinem Image zum Trotz kann Beton in seiner Farb- und Formgebung sehr vielseitig sein. Durch verschiedene Verlegemuster, zahlreiche Körnungen und diverse Oberflächen bekommt ein Außenbereich mit Beton ein unverkennbares Gesicht. Noch dazu ist dieser Baustoff günstig und, wenn man ihn versiegelt, lange haltbar. Um die Platten von Schmutz zu befreien, können Sie einen Hochdruckreiniger verwenden, Spezialreiniger oder rühren Sodawasser an, indem Sie einem Liter lauwarmem Wasser einen Esslöffel Soda beifügen. Das Sodawasser verteilen Sie auf der Fläche, lassen es fünf Stunden einwirken und wischen es danach wieder ab.

Terrassenfliesen: Das Wohnzimmer im Garten

Fliesen für draußen – geht das? Beachtet man einige wichtige Dinge bei der Verlegung,  sind Fliesen auf der Terrasse kein Problem. Zuallererst ist eine sorgfältige Auswahl des Materials wichtig; nicht jede Fliese eignet sich für den Außeneinsatz. 

Für den Einsatz im Freien hat sich auch Feinsteinzeug bewährt. Hierbei handelt es sich um eine keramische Fliese, bei deren Herstellung besonders fein gemahlene Inhaltsstoffe unter sehr hohem Druck in Form gepresst werden. Durch dieses Verfahren werden die Fliesen bruchfest, nehmen kaum Wasser auf und sind unempfindlich gegenüber Frost. Aufgrund ihres hohen Härtegrades sind sie jedoch nur schwer zuzuschneiden. Dafür ist Feinsteinzeug aber so robust, dass es sogar mit starken Lösungs- und Reinigungsmitteln gesäubert werden kann.

Der Unterbau einer Fliesenterrasse ist recht aufwendig, ein stabiles und ebenes Betonfundament ist für gute Ergebnisse Voraussetzung. Mit Fertigbeton und ausreichend Schalbrettern sowie handwerklicher Erfahrung ist aber auch die Setzung eines Terrassenfundamentes für ambitionierte Heimwerker keine unlösbare Aufgabe.

Insbesondere Fliesen in Natursteinoptik oder mit eingearbeiteten Dekors erzeugen eine schöne Atmosphäre. Der entstehende Terrassenboden ist sehr ebenmäßig und verwandelt Ihre Terrasse in ein "Außenwohnzimmer".

Bedingt durch die wasserdichte, formschlüssige Verfugung kann freilich kein Wasser abfließen, das Fundament der Terrasse muss also leicht geneigt sein – auf keinen Fall in die Richtung des Hauses. Der Einbau einer Drainage, zur Rasen- oder Gartenseite, ist ebenfalls empfehlenswert.

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Weiterführende Informationen rund ums Thema Terrasse

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