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Terrassenholz: Bangkirai, Douglasie oder Holznachbildung?

Holzterrassen sind gefragt. Wir verraten, worauf Sie bei der Pflege von Terrassenholz achten müssen. 

Holzterrassen werden immer beliebter und Holz bietet zahlreiche Vorteile. Zum einen ist es besonders für Heimwerker ein handlicher Baustoff in Haus und Garten. Es lässt sich leicht be- und verarbeiten, wirkt es sehr warm, fügt sich wunderbar in den Garten ein und ist relativ preiswert.

Allerdings ist Holz auch pflegeintensiver als Steinbeläge. Wer sich für Holz als Terrassenbelag entschiedet sollte auf die richtige Imprägnierung des Holzes achten, denn es ist 365 Tage im Jahr der Witterung ausgesetzt.

In puncto Witterungsbeständigkeit unterscheiden sich heimische Nadelhölzern und exotische Harthölzer übrigens nur geringfügig. Deshalb ist die Entschiedung zwischen tropirschem Bangkirai, heimischer Douglasie oder Thermo-Holz verwendet eher kostenebdingt.

Bangkirai: Schön und beständig

Das dunkle Tropenholz Bangkirai ist sehr trocken, weshalb es besonders wiederstandsfähig ist und sich somit ideal als Terrassenbelag eignet. Außerdem sind Tropenhölzer von Natur aus resistent gegen Schädlinge oder Fäulnis.

Bangkriai stammt vom Yellow Balau Baum, der in asiatischen Ländern wie Indien, Pakistan, Sri Lanka, Burma, Thailand, Malaysia, oder Indonesien vorkommt. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter liegt bei etwa 50 Euro.

Sowohl bei heimischen, als auch bei Tropenhölzern sollten Sie immer darauf achten, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Dies erkennen Sie beispieslweise an Siegeln des FSC oder des PEFC.  

Douglasie: Günstige Alternative

Die Douglasie kommt ursprünglich aus Nordamerika wird aber seit vielen Jahrzehnten auch in einigen Ländern Europas angebaut. Das Holz ähnelt in der Färbung sehr dem Lärchenholz: es ist hell-gelblich bis rötlich-braun. Da es harzhaltig ist, können Harzaustritte möglich sein. Für Douglasienholz als Terrassenbelag zahlt man durchschnittlich etwa 30 Euro pro Quadratmeter.

Da heimische Nadelhölzer von Natur aus weniger wiederstandsföhig sind als tropische Harthölzer wie Bangkirai, führen einige Hersteller eine Kesseldruckimprägnierung durch. Diese entzieht dem Holz Feuchtigkeit und anschließend werden Holzschutzsalze in das Holz gepresst. Dadurch wird die Wiederstandsfähigkeit erhöht. 

Konstruktiver Holzschutz: Feuchteschäden vermeiden

Unter konstruktivem Holzschutz versteht man den Schutz des Holzes vor Einwirkungen durch Nässe und Feuchtigkeit jeder Art. Deshalb versucht man die Holzterrasse vor Niederschlägen, Spritzwasser, aufsteigender Feuchtigkeit, Kappilarwasser und Kondenswasser zu schützen. Außerdem sollte Niederschlagswasser schnell abgeleitet werden. 

Um diesen Schutz zu erreichen, kann man beim Bau der Terrasse beispielsweise darauf achten, dass ein geringes Gefälle vorhanden ist, sodass Wasser schnell ablaufen kann. Alternativ können die Holzdielen auf einem Stelzlager verlegt werden und ein Drainagesystem kann installiert werden. 

Neues Terrassen-Öl: Pflege und Schutz vereint

Feuchte und unbehandelte Holzterrassen fördern die Rutsch- und Sturzgefahr. Abhilfe schafft hier eine neue Holzpflege, die über einen speziellen Anti-Rutsch-Effekt verfügt. Gleichzeitig beugt das farblose Terrassen-Öl dem Grünbefall vor und bietet einen verbesserten UV-Schutz zur Erhaltung des natürlichen Holzfarbtons.

Das „Anti-Rutsch Terrassen-Öl“ von Osmo eignet sich für verschiedenste heimische und tropische Holzarten. Der Hersteller empfiehlt die Verwendung in Verbindung mit einem passenden Holz-Spezial-Öl. Auf diese Weise wird die Schutzwirkung verstärkt und der Renovierungsintervall verlängert. Bei bereits vorhandenem Bewuchs sollte zuvor der Grünbelagentferner Gard Clean zum Einsatz kommen.

Für den Terrassen-Neubau bietet Osmo bereits vorbehandelte Anti-Rutsch-Dielen an, die nach der Verlegung lediglich einen einmaligen Erstanstrich benötigen. Die dauerhafte Schutzwirkung des Terrassen-Öls erhöht den Werterhalt des Sommer-Wohnzimmers und erlaubt noch mehr sorglose Stunden auf der heimischen Terrasse zu genießen.

Tipps für altes Bangkirai

Gerade Bangkirai gilt als langlebiges, hartes Holz, deshalb wird es gern als Terrassendiele verwendet. Doch ein Belag, der im Sommer wie im Winter ständig der Witterung ausgesetzt ist, leidet, wenn er nicht regelmäßig gepflegt wird. Was also tun mit 10 Jahre alten Terrassendielen, die unansehnlich geworden sind?

Zuerst muss man auf die Knie und mit einer Bürste die Dielen aus Bangkirai gründlich reinigen. Vor allem auch die Rillen in den Terrassendielen. Denn hier haben sich allerhand Schmutz, Moos und sonstigen Ablagerungen über die Jahre angesammelt und festgesetzt.

Danach kommt Öl zum Einsatz. Die Intensität des Farbtons des Bangkirais lässt sich sehr gut beeinflussen, indem man farbiges Öl benutzt und es individuell verdünnt. Hier bleibt für Spielraum für eine individuelle Gestaltung. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Öl pflegend, wasserabweisend ist und einen UV-Schutz hat.

Grundsätzlich besteht die Wahl zwischen Öl und Lasur. Eine Lasur hätte jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Dielen wären dann empfindlich, zum Beispiel für Absätze. Aber wer will seinen Gästen schon vermitteln, dass sie die Schuhe ausziehen sollen? 

WPC Terrassendielen: Pflegeleichtes Holzimitat

Es sieht aus wie Holz, ist aber pflegeleichter Kunststoff. Eine Kombination von natürlichem Werkstoff und modernster Technologie sind die neuartigen WPC (Wood Plastic Composites) Terrassendielen. Sie bestehen aus 70% Holzfasern mit 30%  thermoplastischem Kunststoff.

Die Vorteile dieses Terrassenbelages im Überblick:

    • keine Riss- und Splitterbildung, daher sehr barfußfreundlich
    • pflegeleicht: einfach mit Wasser zu reinigen
    • lästiges Streichen und Renovieren entfällt
    • rutsch-hemmend in trockenem und nassem Zustand
    • lange Lebensdauer, PVC-frei, 100% recycelbar
    • einfaches, zeitsparendes, schraubenloses Verlegesystem

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