Gasheizung mit Brennwert

Ungefähr die Hälfte aller Haushalte in Deutschland besitzt eine Gasheizung. Komfortable Nutzung spricht für den Brennstoff, die Preisentwicklung der letzten Jahre gibt allerdings zu denken. Effizienteste Anlagen-Technik mit Brennwert und Kombination mit erneuerbaren Energien wie Solar lohnen sich daher in jeder Hinsicht.

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Bevor es Öl-Brennwertkessel gab, gab es sie für Gas. Nahe liegend, der unsichtbare und an sich geruchslose fossile Brennstoff – ihm wird extra ein „Odorierungsmittel“ beigemischt, damit man Lecks erschnüffeln kann – enthält deutlich mehr Wasserstoff als sein Konkurrent Heizöl. Nach der Verbrennung steckt der in Form von heißem Wasserdampf in den Abgasen. Folglich lohnt es sich, ihm die Energie mittels Wärmetauschern zu entziehen, bevor sie zum Schornstein hinaus verschwindet.

Heizen mit Gas

Abgesehen vom Kohlendioxid und geringen Mengen Schwefels ist der Schadstoffausstoß von Gas gering, Feinstaub entsteht so gut wie gar nicht. Ein Lagerraum entfällt, es sei denn, man entscheidet sich für Flüssiggas, die Anlagen-Technik ist preiswert, klein und kompakt. Und so wundert es nicht, dass diese Energieart sich an die Spitze gearbeitet hat. Trotzdem ist derzeit laut BDH – Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik – gerade einmal ein Zehntel der Heiztechnik auf zeitgemäßem Stand, nutzt so gut wie alles, was im Brennstoff drin ist. Ein Fünftel dümpelt gar bei einem Wirkungsgrad 65 Prozent herum oder darunter. Die Investition in ein Brennwert-Gerät ist da schon ein gewaltiger Sprung.

Niedertemperaturkessel

Niedertemperaturkessel werden nur noch dort installiert, wo man den Schornstein nicht den Erfordernissen der modernen Geräte anpassen kann. Die entziehen schließlich den Abgasen den Löwenanteil der Energie. Plötzlich herrschen nicht mehr mehrere hundert, sondern nur noch um die 50 Grad Celsius im Kamin, aus Wasserdampf wird Wasser, aus Schwefeldioxid Schwefelsäure, was zur Versottung führen kann. Ein Abgasrohr aus Glas, Spezialkeramik oder -Kunststoff hingegen, das in den Schacht eingezogen wird, wird damit fertig. Der geringere Querschnitt erhöht den Druck, beschleunigt die Abgase auf ihrem Weg nach oben. Hat man einen atmosphärischen Brenner gewählt, der die Frischluft im Technikraum oder Keller nutzt, muss man zusätzlich einen Ventilator installieren lassen, der effizientere raumluftunabhängige Brenner dagegen wird über ein Rohr-im-Rohr-System versorgt (auch: LAS, Luft-Abgas-System). Noch größer fällt der Spareffekt aus, wenn das Verteilsystem angepasst, das heißt auf eine niedrigere Vorlauftemperatur eingestellt wird, durch Montage von Flachheizkörpern, Wand- oder Fußbodenheizungen.

Was ist ein Normnutzungsgrad?

Der Normnutzungsgrad gibt an, wie viel ein Gerät aus dem jeweiligen Brennstoff herausholen kann. Regelmäßig sorgen dabei Werte von über 100 Prozent für Verwirrung. Des Rätsels Lösung: als man die Verwertung der in den Abgasen enthaltenen Energie noch nicht kannte, war die im Brennraum maximal erzielbare Ausbeute das Maß. Bezieht man sich auf diesen Heizwert oder unteren Heizwert, kann man mit der neuen Technik locker die 100er-Marke überspringen. Deshalb gilt es im Zweifelsfall nachzufragen, ob der betreffende Hersteller in seinen technischen Daten vom unterem Heizwert oder vom Brennwert (auch oberer Heizwert) ausgeht.

Kosten und Förderung der Gasbrennwerttechnik

Modernisierung der Heizungsanlage, Austausch und zumal die Ergänzung durch erneuerbare Energien gibt es nicht umsonst. Circa 5.000 Euro werden für einen Gas-Brennwertkessel mit Speicher fällig, um die 15.000 Euro für die Kombination Gas-Solar zur Heizungsunterstützung. Wer wird da finanzielle Förderung ausschlagen wollen? Im Internet findet man unter www.foerderdatenbank.de (eine Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie) oder www.energiefoerderung.info erste Tipps. Die Förderinstitutionen des Bundes sind weitere wichtige Adressen:

BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Tel.: 0 61 96/9 08-625, Fax: 0 61 96/9 08-800, www.bafa.de

KfW-Förderbank – Tel.: 0 18 01/33 55 77 (Mo.- Fr. von 8:00
bis 17:30 Uhr, bundesweit zum Ortstarif), Fax: 0 69/74 31-4214

Bewertung der Gasbrennwerttherme

In Sachen Gas-Brennwert-Geräte kann man sich anhand der „Kesselliste“ des enercity-Fonds proKlima Hannover informieren. Die dort aufgeführten Geräte liegen zum Teil über dem Anforderungsniveau des Blauen Engels, gewertet werden unter anderem Normnutzungsgrad, Stromverbrauch und Schadstoffemissionen: www.proklima-hannover.de/Heizung.12.0.html

Klassische regenerative Ergänzung der Gas-Brennwerttechnik ist die Solarwärmenutzung. Auf so ziemlich jedem Dach hierzulande ist ein Plätzchen für die dazugehörigen Kollektoren frei und in so ziemlich jedem Heizungskeller oder Technikraum ein Platz für den Solarspeicher.

Wer ein Stück weiter in die Zukunft möchte, der sollte über ein Mini-BHKW nachdenken. BHKW steht für Blockheizkraftwerk, ein Kraftpaket, das Strom für den Eigenbedarf und fürs öffentliche Netz sowie Wärme ausschließlich für den Eigenbedarf produziert.

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