Wärmeverteilung und Wärmeregulierung

So verschieden, wie wir uns immer einreden, sind wir Menschen gar nicht. Zum Beispiel lässt sich das Wohnklima, in dem die meisten von uns sich pudelwohl fühlen, recht genau in Zahlen fassen. Es gibt allerdings mehrere Möglichkeiten, dieses Klima zu schaffen und zu erhalten.

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Wärmeverteilung im Haus

So verschieden, wie wir uns immer einreden, sind wir Menschen gar nicht. Zum Beispiel lässt sich das Wohnklima, in dem die meisten von uns sich pudelwohl fühlen, recht genau in Zahlen fassen. Es gibt allerdings mehrere Möglichkeiten, dieses Klima zu schaffen und zu erhalten.

Wer’s genau wissen will, der schaue in die VDI-Richtlinie 6030. Dort steht, was „thermische Behaglichkeit” ist und wie man sie plant. Orientiert haben sich die Autoren am wissenschaftlich dingfest gemachten Durchschnittsmenschen, einem statistischen Mittel aus allen Geschlechtern und Altersklassen.

Er hätte gern im Wohnraum 20 bis 22, im Schlafbereich 16 bis 18 Grad. Im Bad darf es etwas mehr sein, zwischen 24 und 26 Grad. Optimale Raumlufttemperaturen allein reichen allerdings nicht, denn als besonders unangenehm empfindet er ein Temperaturgefälle zwischen Luft und Wandoberflächen von mehr als vier Grad, die so genannte „Kältestrahlung”, die von Außenwänden und besonders Fenstern ausgehen kann. Wo außerdem der Unterschied zwischen oben und unten mehr als drei Grad beträgt, bekommt er kalte Füße. Und Zugluft, gerade um die Knöchel und an Schulter und Nacken, vertreibt ganz schnell jede Gemütlichkeit.

Je niedriger die Temperaturen des Heizsystems, desto größere Wärme übertragende Flächen sollte ein Raum haben. Heizungen, die erneuerbare Energien mithilfe von Solarthermie oder Wärmepumpe nutzen, arbeiten am effizientesten mit Vorlauftemperaturen von nur 35 °C und weniger. Flächenheizungen sind hier ideal. Im Neubau sind Fußbodenheizungen daher heute fast schon die Regel und kaum kostspieliger als eine Heizkörper-Ausstattung, weil man sie quasi in einem Arbeitsgang mit dem Estrich einbaut.

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