Feuer fasziniert und schenkt Geborgenheit

Feuer fasziniert und schenkt Geborgenheit. Aber es muss hübsch verpackt und effizient genutzt werden. In unserer Übersicht stehen die Optik, die Bedienung und die Verbrennungstechnik im Mittelpunkt.

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Kaminofen, Heizkamin, Grundofen, Kachelofen

Feuer fasziniert und schenkt Geborgenheit. Aber es muss hübsch verpackt und effizient genutzt werden. In unserer Übersicht stehen die Optik, die Bedienung und die Verbrennungstechnik im Mittelpunkt.

Denn gerade in der Übergangszeit vermag ein Holzofen seinen Beitrag zum Energiesparen zu leisten. Wenn an kühleren Abenden in Frühjahr oder Herbst im Wohnzimmer ein wärmendes Feuer brennt, kann der Heizkessel im Keller länger Pause machen. 

Ein Kilogramm luftgetrocknetes Holz hat einen durchschnittlichen Energiegehalt von 4 Kilowattstunden (kWh) – sodass sich schon mit ca. 2,5 Kilogramm Holz ein Liter Heizöl – und damit rund 3,2 Kilogramm CO2 – einsparen lässt.  Eine wirksame Entlastung des Heizetats setzt allerdings eine moderne, effiziente Feuerstelle voraus.

Wird die Feuerstelle nur abends genutzt, weil tagsüber die Bewohner nicht zu Hause sind, ist die schnelle Wärme­abgabe ein wichtiges Kriterium. Diese Erwartungen erfüllt ein kostengünstiger Kaminofen ebenso wie ein ummauerter Heizkamin oder ein hochwertiger Warmluft-Kachelofen. 

Für Mieter ist der Kaminofen erste Wahl. Er ist vergleichsweise leicht, kann auf allen nicht brennbaren Untergründen, wie Fliesen oder feuerfesten Unterlagen, aufgestellt werden und macht auch einen Umzug problemlos mit. Dazu erreichen moderne Kamin­öfen mit Wirkungsgraden von über 80 Prozent eine hohe Energieeffizienz. 

Wer seine Feuerstätte intensiv nutzen möchte, um auch in der kalten Jahreszeit die Zentralheizung zu entlasten, sollte das Angebot von gut Wärme speichernden Kachel- oder Grundöfen genauer prüfen. Als Alternative zur fest eingebauten Feuerstätte bietet sich in diesem Fall auch ein Dauerbrand-Kaminofen mit automatischer Abbrandregelung an oder ein Pelletofen, der sich je nach Außentemperatur einen bis mehrere Tage lang selbsttätig aus dem integrierten Vorratsbehälter bedient.

Offener Kamin oder geschlossener Kamin?

Ein offener Kamin bietet hautnah das Spiel der Flammen, aber seine Heizleistung hält sich in Grenzen. Er setzt nur 15 bis 30 Prozent der Energie des Brennstoffs in spürbare Wärme um, der Rest verschwindet durch den Abzug. Zudem muss er beaufsichtigt werden, solange er in Betrieb ist.

Effektiver arbeitet dagegen der sogenannte Heizkamin, ein Heizeinsatz hinter Glas mit selbsttätig schließender Glastür, in einem Rahmen, der einem klassischen Kamin nachgebildet wird. Die Atmosphäre bleibt gewahrt und die Effektivität der Wärmequelle steigt enorm – auf einen Wirkungsgrad von bis zu 70 Prozent. Herzstück ist ein verschließbarer Heizeinsatz aus Gusseisen oder Stahl mit feuerfesten Keramikglastüren. Es gibt Modelle, die sowohl mit offenen als auch geschlossenen Türen betrieben werden können.

Einen deutlich höheren Wirkungsgrad besitzen hingegen geschlossene Kamin- und Kachelöfen. Schwere Modelle mit viel Speckstein- oder Keramik-Speichermasse sind dann die richtige Wahl, wenn der Kaminofen auch die Heizung entlasten soll.

Das Funktionsprinzip des Warmluftkachelofens ähnelt dem des Heizkamins: An einem Heizeinsatz aus Metall mit Brennkammer erhitzt sich die Kaltluft und strömt zurück in den Raum. Lüftungs- und Strahlungswärme (Konvektion und Radiation) stehen etwa im Verhältnis 70 zu 30. Das Verhältnis von Strahlungs- zu Lüftungswärme ist abhängig von der Bauweise. Strahlungswärme wird als angenehmer empfunden, sie erwärmt direkt den Körper, nicht die Luft.

Holzofen vom Fachhändler

Ein Fachhändler garantiert gut verarbeitete Produkte, leistet kompetente Beratung sowie professionellen Service – von der Standortwahl über die fachgerechte Installation bis hin zur Wartung. Hersteller sollten eine mehrjährige Garantie auf das reibungslose Funktionieren und auf die Verfügbarkeit der Ersatzteile garantieren. Vor der Installation müssen Schornstein und Ofen für eine funktionierende Abgasführung aufeinander abgestimmt werden. Im Idealfall plant man den Kaminofen beim Umbau von Beginn an mit ein. Die Heizleistung muss natürlich auf die Größe des Raumes abgestimmt werden. Nicht zuletzt soll der Ofen die Einrichtung harmonisch ergänzen, daher steht eine fast unendliche Vielfalt an Modellen zur Verfügung.

Feinstaub

In der novellierten Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) wurden erstmals auch für Einzelraum-Feuerungsanlagen Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid festgesetzt. Kamine und Kachelöfen, die heute in Deutschland angeboten werden, erfüllen bereits die Anforderungen und dürfen auch nach 2015 unbeschränkt weiterbetrieben werden. Lassen Sie sich jedoch beim Kauf eines neuen Ofens die Einhaltung der geplanten gesetzlichen Vorgaben schriftlich bestätigen.

Feuerstätten mit Warmwasser-Wärmetauscher

Immer beliebter werden Kamin- oder Pelletöfen mit Wassertaschen, durch die das Heizwasser der Zentralheizung zirkuliert. Über einen angeschlossenen Pufferspeicher profitieren auch die übrigen Räume des Hauses von der Wärme des Feuers. Diese Öfen geben zwischen 50 und 70 Prozent ihrer Leistung an das Heizungssystem ab. Die Heizkosteneinsparung kann beachtlich ausfallen. In Niedrigenergiehäusern übernehmen solche Öfen häufig – gemeinsam mit einer Solaranlage – die komplette Versorgung mit Raumwärme und Warmwasser.

Kamin als Dekoration: Ethanol Kamin

Eine weitere Möglichkeit, sich einen Kamin ins Heim zu holen, ist der Ethanol Kamin. Dieser benötigt weder einen Schornstein, noch eine Genehmigung, sondern kann überall im Haus aufgestellt werden. Die Verbrennung von Ethanol bietet weiterhin den Vorteil, dass keine Rückstände entstehen. Beachten muss man allerdings, dass ein Ethanol Kamin keineswegs dieselbe Heizleistung wie ein mit fossilen Brennstoffen betriebener Kamin erbringt. Allein dadurch, dass ein Ethanol Kamin Kohlenstoffdioxid und Wasser produziert, muss dort, wo der Kamin aufgestellt ist, ständig gelüftet werden. Zudem knistert der Ethanol Kamin nicht, weil darin kein Holz verbrannt wird. Der Ethanol Kamin ist daher ein reiner Dekokamin und sollte nur als ein solcher angeschafft werden.

Heizleistung und Effizienz von Kaminen und Öfen

Heizleistung und Wirkungsgrad beschreiben, kurz gesagt, die Effizienz eines Ofens. Wirkungsgradverluste resultieren aus einer unvollständigen Verbrennung und Abgasverlusten. Das heißt, je heißer die Rauchgase in den Schornstein abziehen, desto weniger Wärme kann dem Raum zugeführt werden. Während beispielsweise offene Kamine nur einen Wirkungsgrad zwischen zehn und 20 Prozent erreichen, bewegt sich die Spanne bei Kaminöfen laut Herstellerangaben zwischen 70 und deutlich über 80 Prozent, bei Kachelöfen bis zu 90 Prozent.

Die Heizleistung muss auf die räumlichen Gegebenheiten zugeschnitten werden. Gerade in gut gedämmten Neubau besteht die Gefahr einer Überdimensionierung. Integrierte Feinstaubfilter im oberen Bereich des Feuerraums sorgen für eine umweltschonende Verbrennung. Bei den Ofenmodellen mit innovativer Technik muss der gesamte Abgasstrom Filter aus Schaumkeramik passieren, wobei ein Großteils des enthaltenen Staubs herausgefiltert wird. Der Gesetzgeber gibt einen Grenzwert von 75 Milligramm Staub pro Kubikmeter vor, neueste Technik kann das deutlich unterbieten. Die Filter wirken sich übrigens auch positiv auf den Holzverbrauch aus.

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