Holzscheite & Pellets

Traditionell dienen Scheitholz und Briketts als Brennstoff. Daneben finden sich vielfach Pellets, zu kleinen Stäbchen verpresstes Holzmehl. Wer sich alle Optionen offen halten möchte, kann mit Kombiöfen sowohl Stückholz als auch Pellets verfeuern. Für eine schadstoffarme Verbrennung sorgt eine ausgefeilte Technik. Eine elektronische Steuerung der Zuluft, die zusätzlich eingebaut werden kann, stellt selbsttätig die richtige Luftmenge ein und garantiert so optimale Heizwerte. Man stellt dazu am Ofen den Temperaturwunsch ein, Sensoren messen die Zimmertemperatur, mit der Luftzufuhr wird die Verbrennung verstärkt oder gedämpft. Sogar Kamineinsätze mit Fernbedienung sind auf dem Markt. Feuerstellen, die mit Gas betrieben werden, lassen sich per Steuerung über Zeitschaltuhr und Raumthermostat genau einstellen. So bleiben keine Komfort-Wünsche offen.

Der Heizwert von Holz

Jeder weiß, „Wasser brennt nicht“, diese Erkenntnis gilt auch für nasses oder feuchtes Holz. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V. weist darauf hin, dass der Wassergehalt des Holzes den Heizwert beeinflusst und damit unmittelbar den Nutzungsgrad einer Holzfeuerung. Unter Heizwert versteht man die bei der Verbrennung von 1kg Holz freigesetzte Wärmemenge, gemessen in kWh/kg. Je höher der Wassergehalt im Holz ist, umso geringer ist der Heizwert! Das bedeutet Verlust wertvoller Wärmeenergie, Gefahr der aggressiven Kondenswasserbildung im Schornstein und Mehrverbrauch an Brennholz. Allerdings verliert Holz beim Trocknen an Volumen. Berücksichtigt man das nicht, überschätzt man den Heizwert einer bestimmten Volumeneinheit. Lagert man jedoch waldfrisch eingekauftes Holz, wird es zwar trockener und der Heizwert steigt, aber gleichzeitig schrumpft es, so dass man am Ende weniger Volumen hat als am Anfang und damit wieder weniger verfügbare Energie.

Wer die Holzfeuchte kontrollieren und genau messen möchte, der kann sich einen Feuchtigkeitsmesser für Holz kaufen. Zwei gute Angebote sind zum einen das Gerät von Wolfcraft, erhältlich bei Amazon, und zum anderen der Feuchtigkeitsmesser bei Westfalia.

Neben der Feuchte spielt untergeordnet auch die Holzart eine Rolle. Bei den Laubbäumen haben Buche, Eiche und Robinie den höchsten Heizwert, Pappel, Weide und Erle den geringsten. Von den Nadelhölzern liefern Lärche und Kiefer mehr Energie als Fichte und Tanne.

Emission bei Holzverbrennung

Feuerstätten haben im Zuge der Feinstaubemissionen in letzter Zeit Diskussionen ausgelöst, die im Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchV) mündeten. Der Anteil von Einzelfeuerstätten am Gesamtaufkommen der Feinstaub-Emissionen liegt immerhin über dem des Autoverkehrs. Für Feuerstellen gelten nun die gleichen Richtwerte wie für Heizungsanlagen. Seit langem beschäftigen sich die renommierten Hersteller mit dieser Problematik und forschen an emissionsarmer Brenntechnik, um niedrigere Werte für Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Feinstaub zu erreichen. Es gibt jetzt bereits Öfen am Markt, die die für 2015 geplanten Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid einhalten bzw. unterschreiten.

Die Qualität des Brennstoffs hat – ebenso wie die Ofenkonstruktion und das Heizverhalten – maßgeblichen Einfluss auf das Entstehen von Feinstaub-Emissionen und anderen Schadstoffen. So stößt der Ofen bei einer  unvollständigen Verbrennung unter anderem größere Mengen an giftigem Kohlenmonoxid und klimaschäd­liches Methangas aus. Mit Lacken oder Holzschutzmitteln behandeltes Holz kann sogar hochgiftige Dioxine frei­setzen. Deshalb dürfen Feuerstätten in Haushalten nach den Bestimmungen der BImSchV nur mit naturbelassenem, trockenen Holz (Feuchtegehalt maximal 25 Prozent) betrieben werden. Alternativen sind Holzbriketts, die nach Normanforderungen hergestellt wurden (DIN 51731) oder DINplus-zertifizierte Holzpellets. Einen Feuchte­gehalt von 25 Prozent hat Scheitholz in aller Regel dann erreicht, wenn es gespalten, von oben abgedeckt und gut durchlüftet 2 bis 3 Jahre im Freien gelagert wurde.

Sauber Heizen

In der novellierten 1. BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung), die seit 2010 in Kraft ist, wurden erstmals auch für Einzelraum-Feuerungsanlagen Grenzwerte festgesetzt – für Feinstaub und Kohlenmonoxid. Und diese Grenzwerte gelten für jedes der rund 15 Millionen Feststoffbrenngeräte, die heute in Betrieb sind. Unabhängig vom Alter ist für jedes Gerät bis Ende 2013 gegenüber dem Schornsteinfeger der Nachweis zu erbringen, wann es in Betrieb gegangen ist und ob es die 

geforderten Grenzwerte einhält. Ein Jahr später ist sonst Schluss. Sämtliche Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkamine, die heute in Deutschland angeboten werden, erfüllen bereits die Anforderungen und dürfen auch nach 2015 zeitlich unbeschränkt weiterbetrieben werden. Achten Sie beim Kauf auf die Herstellerbescheinigung. Die Emissionswerte für Ihr Ofenmodell können Sie auf www.ratgeber-ofen.de recherchieren.

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