Grundsicherheit im Neubau

Im Neubau ist eine gute Grundsichereit bereits für 1.500 bis 2.500 Euro Mehraufwand, abhängig von der Größe des Hauses, zu haben. Dennoch verfügt nur ein geringer Anteil der fertiggestellten Häuser über ein Minimum an Einbruchschutz.

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Laut Angabe der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ lag dieser bei knapp einem Prozent im Jahresdurchschnitt. Trotzdem scheitern laut polizeilicher Kriminalstatistik (PKS 2013) knapp 40 Prozent der Einbrüche, was nach Expertenmeinung mit der gestiegenen Sicherheitstechnik zusammenhängt. Denn viele Eigentümer rüsteten nach, sobald in der Nachbarschaft eingebrochen wurde und damit die Anfälligkeit der eigenen vier Wände verstärkt ins Bewusstsein rückte.

Einbruchschutz: Sicher ist sicher

Hat Ihre Tochter gerade auf facebook gepostet, dass der Fami­lienurlaub in Südfrankreich vor der Tür steht? Das sollte sie nicht tun. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter entwickeln sich zu beliebten Werkzeugen für Diebe und Einbrecher. Arglos weitergegebene Informationen über Urlaubsfahrten oder teure Einkäufe dienen den Kriminellen als Grundlage bei der Suche nach lohnenden Zielen.

Überhaupt ist der Bewohner zunächst mal selbst ein Sicherheitsfaktor: Wer darauf achtet, dass Fenster, Balkon- oder Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit nicht gekippt oder gar offen sind, dass Rollladen während eines Urlaubes nicht permanent heruntergelassen sind – womit sie längere Abwesenheit signalisieren – und dass draußen keine Aufstieghilfen (Leitern, Mauern u.ä.) den Weg in den ersten Stock erleichtern, lebt schon mal sicherer. Auch bei der Bepflanzung des Grundstücks kann schon Vorsorge getroffen werden: Weder vorne noch an der Rückseite sollte das Haus so „eingepflanzt“ werden, dass sich nicht nur Sie, sondern leider auch Einbrecher völlig ungestört fühlen können.



Alle zwei Minuten passiert in Deutschland ein Einbruch. Diese Einbrüche verursachen insgesamt einen Schaden von rund 670 Millionen Euro. Grund genug, über einen effektiven Einbruchschutzfür Haus und Wohnung nachzudenken. Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten, mit mechanischen und elektronischen Sicherheitsmaßnahmen Ihr  persönliches Hab und Gut vor Einbruch schützen. 

Mechanische Sicherungen, die auch Nebeneingänge, Balkontüren, Lichtschächte und – je nach Erreichbarkeit – Dachfenster umfassen sollten, stehen somit an erster Stelle des wirksamen Einbruchschutzes. Sie können sinnvoll ergänzt werden durch Bewegungsmelder, die dem Einbrecher den Schutz der Dunkelheit rauben und natürlich Alarmanlagen. Es gibt sie mit Alarmton oder stummer Signalweiterleitung. Geht der Alarm los, wird der Bösewicht sofort von seinem Tun ablassen, bekommt er nichts davon mit, läuft er der Polizei nach getaner Arbeit direkt in die Arme.

Wertvolle Hilfe leistet überdies moderne Gebäudetechnik. Lampen, die über Zeitschaltuhr an- und ausgehen, automatisierte Rollläden, die sich auch bei Abwesenheit bewegen, statt in einer Stellung zu verharren, täuschen Anwesenheit vor. Extras wie ein Einbruchsensor, der bei Erschütterung der Scheiben die Rollläden automatisch nach unten fährt und hermetisch verriegelt, Hochschiebesicherungen und Materialien wie Aluminium statt Kunststoff sind weitere Komponenten.

Ist das Haus so abgesichert, bleibt nur die Schwachstelle Mensch. Wer nachlässig ist und seine Haustür beim Weggehen nicht abschließt oder vergisst, dass das Badfenster noch in Kippstellung steht, riskiert, dass alle Mühen umsonst waren. Im ersten Fall hilft moderne Gebäudetechnik, die beispielsweise Schließvorgänge automatisiert, bis hin zur Steuerung per Handy, im zweiten tut's ein einfaches Fenstergitter, das noch vor dem Putzauftrag tief im Mauerwerk verankert wird. Wichtig ist, dass die Sicherheitstechnik nicht nur soliden Einbruchschutz bietet, sondern auch zu den Bewohnern passt.

10 Hinweise für die Sicherheit

  • Bewegungsmelder tauchen Kellerabgänge und Mauer­nischen in helles Licht, wenn sich jemand nähert.
  • Von wegen! Fußabtreter und Blumenkasten eignen sich nicht als Schlüsseldeponie.
  • Bewegte Rollläden und über eine Zeitschaltuhr gesteuerte Hausbeleuchtung täuschen Anwesenheit vor.
  • Nichts auf dem Rasen ver­gessen! Leitern, Kisten oder andere mögliche Einstiegs- oder Einbruchshilfen gehören verschlossen in die Garage.
  • Überquellende Briefkästen verraten, wo es vielleicht etwas zu holen gibt.
  • Keine nette Urlaubsansage! Auf den Anrufbeantworter darf kein Hinweis, der auf längere Abwesenheit schließen lässt.
  • Nur ein kurzer Einkaufsbummel? Fenster und Türen sollten dennoch stets zugesperrt sein.
  • Ständig in Eile? Moderne Türen verriegeln sich auch ohne Schlüssel von selbst.
  • Fenster und Balkontüren mit Sicherheitsbeschlägen schlagen die meisten Diebe in die Flucht, denn sie erschweren das Aushebeln.
  • Nicht ohne Prüfzeichen! Sicherheitsvorkehrungen wie „Widerstandsklasse 2“ schützen Fenster und Türen wirkungsvoll.  Quelle: Roto